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19.07.2010 08:06 — Michael Herde

Seit Wochen spiele ich Metal Gear Solid: Peace Walker und selbstverständlich darf auch im neuesten PSP-Ableger gegen Ende eine ordentliche Portion Patriotismus nicht fehlen. Auch auf der diesjährigen E3 ist mir im Zusammenhang mit diversen Kriegsballereien heimatverbundenes Geplärr aufgefallen – die Amis stehen halt einfach drauf. Ich hingegen mag so etwas an und für sich überhaupt nicht, vor allem dann nicht, wenn mir die Vaterlandsliebe mit markigen Sprüchen, schwülstigen Melodien und zu viel Ernsthaftigkeit untergejubelt werden soll. Doch zumindest ein unterhaltsames Gedankenspiel resultierte aus der zur Schau gestellten Leidenschaft für die Heimat: Wer sind eigentlich die patriotischsten Videospielcharaktere?

Es folgt die redaktionsinterne Top 10 der Pixel- und Polygon-Patrioten! 

 

Platz 10:

Edward Falcon (Power Stone)

Edward Falcon ist nicht nur Hauptcharakter der Power Stone-Serie, sondern auch ein echter Gentleman. Außerdem ist der Faustkämpfer mit dem Union Jack auf dem roten Fliegeroverall ein Engländer, wie er im Buche steht – davon zeugt auch die Tatsache, dass er einen Butler hat (obwohl der nur in der Animeserie zum Spiel auftaucht).

Wir haben drei weitere Fakten zu Edward Falcon auf Lager: Sein Vater heißt Pride Falcon und ist in Power Stone 2 spielbar. Edwards roter Doppeldecker, mit dem er im Abspann von Teil 1 gen Horizont fliegt, hört auf den Namen 'Hockenheim'. Und im japanischen Original hieß Edward Falcon noch Edward Fokker. So, jetzt wisst Ihr Bescheid.

 

Platz 9:

Joe Higashi (King of Fighters)

Joe Higashi, Fatal Fury- und King of Fighters-Veteran, ist bekannt für seine Wirbelwind-Attacken und knallharten Muay-Thai-Schläge.

Obwohl er einen Großteil seines virtuellen Lebens in Thailand verbracht hat, verleugnet er seine japanische Herkunft nicht – im Gegenteil: Er trägt das Symbol der aufgehenden Sonne stolz auf seinem Stirnband. 

 

 

 

 

Platz 8:

Vic Viper (Gradius)

Stellvertretend für all die unzähligen einsamen Krieger in Kampfraumschiffen, mit denen wir in den letzten Jahrzehnten Planeten, Völker und Galaxien vor außerirdischen Mächten gerettet haben, küren wir die Vic Viper mit Patriotismus-Lorbeeren. Immerhin rettet der Gleiter nicht lediglich eine bestimmte Nation, sondern gleich den kompletten Heimatplaneten Gradius vor den einfallenden Bakterianern. Diese Leistung ist uns immerhin Rang 8 wert.

 

 

Platz 7:

Liberty Prime (Fallout 3)

"Gegenüber dem Kommunismus ist der Tod eine willkommene Alternative!" Liberty Prime aus Fallout 3 steht mit Laserblick und Mini-Atombomben für Amerika ein und hilft Euch beim finalen Kampf gegen die Enklave. Gut, dass wir auf Seiten der stählernen Bruderschaft mit dem Blechkoloss in die Schlacht ziehen. Während wir uns das Massaker in Ruhe anschauen, bleibt von unseren Gegnern nur ein Haufen Asche zurück: "Kommunist auf amerikanischem Boden entdeckt. Tödliche Gewalt wird angewandt."

Richtig so!

 

 

Platz 6:

Captain Price (Call of Duty 4: Modern Warfare)

In Call of Duty wimmelt es seit jeher von kampfgeilen Vaterlandsverteidigern, die sich mit markigen Sprüchen über ihre Gegner stellen. So wissen wir seit World at War immerhin, dass der Japaner ein verschlagenes Tier ist, das sich arglistig auf Bäumen versteckt, Modern Warfare 2 hingegen lehrte uns, dass die USA die größte Streitmacht der Welt hat und rundum einfach eine coole Truppe ist. Doch interessanterweise ist John Price Brite und wendet sich irgendwann gegen einen US-General, der doppeltes Spiel treibt. Im Vordergrund steht für Price die gerechte Sache und der Schutz der Zivilbevölkerung – dafür nimmt das Motörhead-Look-alike sogar eine Auszeit im russischen Gulag in Kauf. Ebenfalls interessant: Auch in anderen Call of Duty-Titeln taucht ein Soldat gleichen Namens auf.

 

Platz 5:

Duke Nukem (Duke Nukem 3D)

Außerirdische Schweine greifen die Erde an und der muskelbepackte Blondschopf Duke setzt sich zur Wehr – an seiner Seite die US-Flagge, eine Zigarre, jede Menge Waffen und dickbusige Mädels.

Dank seines hohen Kultfaktors darf der ironisch überspitzte Stereotyp eines US-amerikanischen Actionhelden nicht in dieser Liste fehlen – "Hail to the king, baby!"

 

 

 

 

Platz 4:

Guile (Street Fighter II)

Ein Soldat der US Air Force mit Flattop und US-Flaggen auf den Oberarmen? Guile ist ein sicherer Kandidat für unsere Top 10, schließlich kämpft der Beat'em-Up-Veteran seit 1991 gegen Widersacher zahlreicher Nationen. Ein genauer Blick verrät, dass Guile Heimatland und Familie verlässt, um sich an M. Bison für den Tod seines Kameraden Charlie zu rächen – dieses Ehrgefühl unter Soldaten zeichnet Guile aus, zudem setzt der Konflikt Guile vs. Bison auf mittlerweile überholte Ost-West-Klischees: Ein ultraamerikanischer Soldat im Kampf gegen einen russisch anmutenden Fiesling.

 

 

Platz 3:

Zangief (Street Fighter II)

Im Gegensatz zu M. Bison ist Zangief tatsächlich Russe und er trägt seine Vaterlandsliebe und körperliche Überlegenheit mit Stolz zur Schau. Wer nämlich Street Fighter II durchspielt, freut sich in der Endsequenz darüber, wie der sibirische Bär mit dem ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow Kasatschok tanzt. 

 

 

 

Platz 2:

Captain America (Marvel Ultimate Alliance, Marvel vs. Capcom)

Der Marvel Superheld trägt seine Heimat nicht nur im Namen, auch sein Kostüm und der Schild sind an das Aussehen der US-Flagge angelehnt. 1941 debütierte der kostümierte Steven Rogers, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ausgemustert wird. Weil er seinem Land dennoch dienen möchte, meldet er sich als Freiwilliger für ein Regierungsexperiment. Mithilfe eines Supersoldatenserums erlangt er außerordentliche körperliche Kräfte, die Captain America bis heute nicht nur gegen Nazis und Kommunisten, sondern auch in mehreren Videospielen anwandte. Was 1987 mit Captain America Defies The Doom Tube für Amstrad CPC, ZX Spectrum und C64 begann, wird 2011 mit Marvel vs. Capcom 3 seinen vorläufigen Höhepunkt erreichen – auch mit einem weiteren Ableger der Marvel Ultimate Alliance-Reihe rechnen wir.

 

Platz 1:

The Boss (Metal Gear Solid 3: Snake Eater)

Der größte Patriot der Videospielgeschichte ist eine Frau. The Boss feierte Ihr Debüt 2004 in Metal Gear Solid 3: Snake Eater, wo sie am Ende auch gleich wieder starb – durch die Hand ihres geliebten Schülers Jack alias Snake. Was The Boss so patriotisch macht, ist die Tatsache – so will es die komplexe Geschichte – dass sie nicht nur Gesundheit und Leben ihrem Heimatland USA opferte, sondern auch Ehre und Andenken. Weil nämlich im Rahmen der Virtuous Mission zu Spielbeginn der russische Oberst Volgin einen amerikanischen Nuklearsprengsatz auf Russland abfeuert, lässt sich The Boss als Überläuferin und Verräterin brandmarken, die die USA zur Beschwichtigung Russlands zur Strecke bringen will. Die Drecksarbeit übernimmt Snake, der sich im Anschluss daran von CIA und USA abwendet und einen Söldnerstaat ohne Land gründet.

Auch die Hintergrundgeschichte von The Boss ist gespickt mit dramatischen Ereignissen – im Rahmen des Mercury-Seven-Projekts war sie beispielsweise der erste Amerikaner im All, Russlands Konkurrent Juri Gagarin war jedoch früher dran, weshalb ihre Existenz und das leidlich erfolgreiche Projekt aus den Unterlagen getilgt wurde. Ihr wollt mehr wissen? In Metal Gear Solid: Peace Walker erfahrt Ihr alles, was Ihr nach Teil 3 wissen möchtet.  

 

So, jetzt seid Ihr dran! Welche patriotischen Videospielhelden oder auch Schurken kennt Ihr oder vermisst Ihr in unserer Top 10?

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14.06.2010 12:39 — Michael Herde

Ich hatte heute einen tollen Tag mit meinem Kollegen Matthias in Los Angeles. Wir haben die kalifornische Metropole erkundet, Zockerläden unsicher gemacht und ausgiebig geshoppt. Und wir waren auf der Weltpremiere von Project Natal, das jetzt Kinect heißt. Doch halt: Hier endete mein toller Tag, dabei fing alles ganz vielversprechend an. Wir fuhren mit dem Bus zum Galen Center, wo ringsherum Polizei und Sicherheitskräfte die Straßen abgesperrt hatten. Vom Bus aus konnten wir schon eine gigantische Menschenmenge sehen, die den Vergleich mit Hollywoods Filmpremieren nicht scheuen musste. Selbst Entwicklergrößen wie Hideo Kojima waren zugegen, den wir artig grüßten. Unterdessen las vor mir Tomonobu Itagaki E-Mails auf seinem iPhone, grüßte wiederum mich artig und wartete brav auf den Einlass.

Bereits vor der Halle wiesen Microsofts Stimmungsmacher die Anwesenden an, kräftig für die Kamera zu jubeln. Wie unpassend, weshalb wir uns auf Professionalität besannen und zielstrebig das Galen Center betraten. Drinnen der erste Schock: Fotoapparate und Kameras waren verboten, bei Zuwiderhandlung drohte Microsoft die Konfiszierung der Ausrüstung sowie Platzverweis an. Weshalb waren wir als Pressevertreter nochmal gekommen? Ein Rätsel, das den nächsten Schock überdauerte: Die anwesenden Gäste wurden aufgefordert, weiße Kutten überzustreifen, die mit ausladenden Schulterpolstern den Eindruck Football spielender Gespenster weckten. Warum? Das konnte und wollte mir niemand verraten.

In einer riesigen Halle tummelten sich an die 1000 Leute, die ebenfalls gespannt der Dinge harrten, die da kommen sollten. Artisten des Cirque de Soleil tanzten und wollten Stimmung mit albernen Einlagen verbreiten, Freiwillige, die dabei mitmachten, mussten die Darsteller jedoch mühevoll aus der Menge zerren - der Funke wollte nicht recht überspringen.

Dann hörte die Clownerei endlich auf und es folgte eine schier endlos lange Wartezeit und Unmut machte sich breit. Irgendwann ging Musik los, Artisten bahnten sich den Weg durch die Menge und ein durchaus eindrucksvoller künstlicher Elefant mit eingebautem Bildschirm im Oberschenkel stolzierte durch die Menge. Nett.

Doch worum ging es hier eigentlich? Ach ja: Eine mysteriöse Stimme aus dem Off faselte etwas von Evolution und dass der Spieler nun der Controller sei. Nun begann eine Show, in deren Zentrum der endgültige Name der bislang als Project Natal bezeichneten Bewegungssteuerung für Xbox 360 stand: Kinect - ein wenig einprägsamer Worthybrid aus "Connect" und "Kinetic".

Vor uns befand sich in einigen Metern Höhe ein freischwebendes Wohnzimmer mit weißem Rahmen. Darin saß eine gecastete Frohsinnsfamilie, die quälend langwierig und erschreckend peinlich spielte. Erst noch mit Controller, doch bald mit der neuen Kinect-Technik. Ab hier überschlugen sich die Peinlichkeiten im Minutentakt. Auf großen Leinwänden waren Szenen aus Kameo und einem Fun-Racer zu sehen, bald auch ein Familiensportspiel, wie es Wii-Spieler schon seit vier Jahren kennen. Leider hat Microsoft hierbei großzügig geschummelt, denn die Bewegungen auf Schirm und beim Spieler waren höchst asynchron, mitunter agierte der Avatar noch vor dem Spielenden. Hmm... Darüber hinaus waren auf den Leinwänden die Frontansichten der Spielfamilie zu sehen, doch im Hintergrund regierte Schwarz, wo eigentlich die Leinwand der Halle zu sehen gewesen sein müsste. Welch plumpe Schummelei. Auf dem Niveau der Hugo-Show von Tele 5 ging es weiter, als der Sohn der Daddelsippe im Schlauchboot Punkte sammelte und Hindernissen auswich. Doch warum bewegte sich das Boot nach links, als der Knabe nach rechts auswich?

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Show fehlte es an Dramaturgie und Timing. Die gezeigten Szenen waren zu lang, zu repetitiv und ohne Witz. Selbst als ein putziger Tiger in einer virtuellen Landschaft herumtollte und sich prompt am Bildschirm abstützte, dachte ich nur an EyePet und Nintendogs. Auch das unscharfe Video an der Decke begeisterte mich nicht, die finale Botschaft dieses millionenschweren Budenzaubers machte mich lachen: "Everybody wins, what a great day". Unser Fazit zu dieser Veranstaltung hingegen muss lauten: Seit Kevin Costners Waterworld hat niemand mehr so effektvoll solche Unsummen versenkt. Epic Fail, Microsoft!

P.S.: Was die einzelnen Produkte betrifft, die via Kinect spielbar sind: Sobald wir selbst Hand anlegen können, erfahrt Ihr mehr. Ach ja, die weißen Gewänder dienten zur schicken Untermalung der Show, denn die Schulterpolster leuchteten auf Kommando mal grün, mal bläulich. Nett anzusehen, mehr aber nicht.

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27.05.2010 16:17 — Michael Herde

Bereits vor ein paar Wochen habe ich hier meine Eindrücke zum Neutrons Cinemasters 2010 geschildert. Obwohl ich im Verlauf des Turniers zum Verkaufsstart von Super Street Fighter IV nur auf die Fresse bekommen habe, hatte ich dort eine Menge Spaß. Heute machte mich Cinemasters-Veranstalter und Neutrons-Clanspieler Tony Couchi darauf aufmerksam, dass die an diesem Abend aufgenommenen Bilder in eine rund 15-minütige Dokumentation flossen, die Ihr ab sofort am Ende dieser Meldung ansehen könnt – in zwei Teilen. Weitere Videos, beispielsweise vom Finale bestaunt Ihr hingegen auf dem YouTube-Kanal der Neutrons.

 

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05.05.2010 14:21 — Michael Herde

Am 30. April war es soweit: Wie angekündigt trafen sich Deutschlands Beat'em-Up-Elite sowie zahlreiche Prügelspielinteressierte zum digitalen Schlagabtausch in Schwäbisch Gmünd. Nach dem Debüt der Cinemasters-Veranstaltung im Vorjahr inszenierten die Mitglieder der Neutrons Gaming Community rund um Veranstalter Tony Couchi diesmal ein Turnier zum Release von Super Street Fighter IV, um den Tanz in den Mai mal im Otaku-Style anzugehen. Mehr als 200 Besucher aus Deutschland und Österreich fachsimpelten deshalb im Turmtheater über feinste Veränderungen in der Spielbalance, sinnierten über Focus Attack Dash Cancels und One-Framer sowie über verzögerungsfreie Monitore – alltägliche Dinge für gestandene Street Fighter-Fans!

Zusehen, wenn sich andere verprügeln?

Während sich die 121 Turnierteilnehmer auf riesigen Leinwänden in vier Sälen sowie an sechs zusätzlichen Xbox-360-Stationen gegeneinander überboten, wurden auch die übrigen Besucher gut unterhalten: Preisverlosungen, Filme und eine Wing-Tsun-Kampfsportshow bildeten ein thematisch stimmiges Rahmenprogramm. Darüber hinaus brachten die anwesenden Capcom-Mitarbeiter auch den launigen Wii-Prügler Tatsunoko vs. Capcom mit, der abseits des Turniers gespielt werden konnte.

Als Repräsentant der M! Games war auch ich angereist, begleitet von unserem Ex-Volontär und Prügelfanatiker Marcus sowie meinen beiden Beat'em-Up-Assistenten Tim und Diego, die mir schon im Extended-Podcast zur Seite standen. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, ermüdenden Staus und Baustellen war uns allen schon im Vorfeld klar, dass für uns an diesem Tag nicht viel zu holen war. Zudem erinnerte ich mich nur zu gut an die Abreibung, die mir 'Vlow' – ein Amerikaner mit Faible für Sagat – ein Jahr zuvor auf dem ersten Cinemasters-Turnier verpasst hatte. Doch dabei sein ist bekanntlich alles, der Spaß entscheidet, usw. – Ihr kennt ja die Ausflüchte, mit denen man versucht, das eigene Versagen schönzureden...

Der Controller ist Schuld!

Vor Ort tummelten sich gefühlte 1000 Menschen mit Neutrons-Logo auf dem 'Staff'-Shirt, die sich stets freundlich und geduldig aller Fragen und Wünsche annahmen und so einen weitgehend reibungslosen Ablauf gewährleisteten. Leider war der berühmt-berüchtigte isländische Vulkan dafür verantwortlich, dass die bestellten Joytron Xconverter 360 nicht rechtzeitig eingetroffen waren, mit denen lagfreies Spielen mit PS2-Peripherie an der Xbox 360 möglich ist. So wurden die wenigen vorhandenen Adapter permanent zwischen Kinosälen und Zockstationen im Foyer herumgereicht. Geklappt hat das zumindest mit meinem PS2-Pad trotzdem nicht, weshalb ich mir dieses schlussendlich als schmucke Krawatte um den Hals hing und mit einem Mad Catz Pad mein Glück versuchte. Die sind zwar besser als der Controller der Xbox 360, das Sony-Pad beherrsche ich dennoch besser, zumal Sticks für mich nicht in Frage kommen – da gelingt mir nicht einmal ein Hadoken zuverlässig. Auch 'Butcher' (4. Bild v.o.) von den Neutrons daddelte mit dem Pad und putzte dabei so manchen Stick-Spieler weg.

Wie ich bald feststellte, waren auch zwei Turnierfrischlinge aus Wien angereist. Einer war denn auch mein erster Widersacher (5. Bild v.o.), während Diego auf meinen alten Freund 'Vlow' (3. Bild v.o.) traf – und wie ich im Vorjahr nach einem spannenden Duell verlor. Wenig später traten dann Tim und Diego gegeneinander an und spielten zum ersten Mal auf Leinwand und in einem großen Kinosaal – ein Traum wurde wahr für die beiden Freunde, die sich vor Jahren durch Super Street Fighter II kennen gelernt haben.

Gewonnen haben alle

Zwar lief nicht alles reibungslos an diesem Abend – neben den fehlenden Konvertern beklagten manche Anwesende einen unübersichtlichen Turnierplan sowie das Regelwerk. Gespielt wurde nämlich nach dem Double-Elimination-Prinzip: Wer das erste Match verliert, landet im Loser-Bracket und hat später die Chance, sich gegen einen weiteren Kontrahenten durchzusetzen und zu rehabilitieren. Genau das tat 'Demulant' (letztes Bild rechts), der sich mit Ryu ins Finale kämpfte und letztendlich das Turnier gewann. Neben einem Pokal gewann er eine Sonderausgabe des Tournament-Edition-Fightsticks von Mad Catz, die auf der letztjährigen Comic-Con vorgestellt wurde.

Unterm Strich war das Cinemasters erneut eine unterhaltsame Veranstaltung. Dank der ausgeprägten Leidenschaft für Videospiele war stets für vielseitigen Gesprächsstoff gesorgt. Für die Zukunft fallen mir einige Spiele ein, die sich für das Format eignen – schließlich steht die WM vor der Tür! Veranstalter Tony Couchi und sein Team feilen bereits an den nächsten Terminen. Doch das Konzept steht und fällt mit der Unterstützung von Hardware- und Software-Herstellern. Hier ein Lob an Capcom und Saitek, die den deutschen Vertrieb der Mad-Catz-Produkte übernehmen. Um ausreichend Konsolen parat zu haben, stellten gar einige Neutrons-Jünger eigene Konsolen zur Verfügung. Das ist wahre Leidenschaft – bravo Leute, bis zum nächsten Mal!

Update: Hier geht's zur Bildergalerie der Neutrons, Fotos von Jenifer Hüttmann.

Hier geht's zum Turnierbaum!

Und noch zwei Match-Videos vom Turnier:

Nummer 1

Nummer 2

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26.03.2010 15:40 — Michael Herde

Social-Networking-Plattformen liegen derzeit im Trend, schließlich tummeln sich immer mehr Menschen bei Facebook und Konsorten. Unter den "Konsorten" – da machen wir uns bitte nichts vor – befinden sich auch Angebote, die mit der Angst vor Einsamkeit Geschäfte machen. Während Single-Portale wie Neu.de oder eDarling.de sogar im Fernsehen beworben werden, um paarungsbereiten Einzelgängern eine saftige Monatsgebühr aus der Tasche zu ziehen, gehen Anbieter wie Abenteuer18 oder Adultfriendfinder noch einen Schritt weiter und machen erst gar keinen Hehl daraus, worum es auf diesen Seiten tatsächlich geht.

Eine ähnliche Richtung schlägt das neu eröffnete Portal GameCrush ein, verknüpft das Konzept aber mit einer pfiffigen Idee: Statt willfährige Mitmenschen zu verkuppeln, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, Zockern ein unwiderstehliches, weil scheinbar besonders tolles Angebot zu unterbreiten. Wer gerne online spielt und dabei in den genuss weiblicher Gesellschaft kommen möchte, leistet sich ein "PlayDate" – Ähnlichkeiten zu Hugh Heffners barbusigen Playmates sind selbstverständlich rein zufällig – um gemeinsam online zu daddeln, zu chatten und um das Mädel aus der Ferne anzuhimmeln. Schließlich tut das seine Flirt-Bereitschaft schon im Status kund: "Flirty or dirty" lautet seit 23. März die Devise auf www.GameCrush.com.

Vielmehr sollte sie so lauten, denn seit drei Tagen prangt ein Hinweis auf der Startseite, dass zu viele Surfanfragen in zu kurzer Zeit die Server überlastet hätten. Immerhin verrät die Seite auch den Preis für das fragwürdige Vergnügen: Mindestens 6,60 US-Dollar kosten zehn Minuten Spielzeit auf Xbox Live mit einer der jungen Frauen, die 60 Prozent der Einnahmen für sich behalten dürfen. Der Rest wird an die Betreiber der Seite abgeführt. Gezahlt wird mit Guthabenpunkten, einen Trinkgeld-Bonus darf man für besonders reizende Dienste zusätzlich springen lassen. Flash-Spiele dauern übrigens gar nur sechs Minuten. Wenig Zeit, um nebenbei der Dame seiner Wahl per Video-Chat ins Antlitz zu blicken. Wer via Xbox Live spielt, muss gar auf Bild gestütztes Palaver verzichten. Wenig komfortabel durchstöbert Ihr die Profile der Mädels nebenher auf dem PC, auch alles weitere bis zum letzten Schritt, der XBL-Einladung, wird hier geregelt.

Vier Spiele für Xbox 360 werden derzeit angeboten: Call of Duty: Modern Warfare 2, Gears of War 2, Grand Theft Auto IV sowie Halo 3. Casual-Gamer spielen Dame, Pool oder Schiffe versenken, das ANgebot soll kontinuierlich ausgebaut werden.  

Mich beschäftigt hauptsächlich eine Frage: Gibt es für derartige Angebote tatsächlich eine Nachfrage – und wenn ja, wie traurig ist das bitteschön? Dass die Seite angeblich überlastet ist, könnte auch ein PR-Kniff oder der Tatsache geschuldet sein, dass viele Neugierige sehen möchten, was es mit diesem Angebot auf sich hat. Aber wer bezahlt ernsthaft so viel Geld dafür, dass er sich wenige Minuten mit einer Frau vergnügen darf? Mit irgendeiner von rund 1200 registrierten Frauen, die wie in Erotik-Live-Cam-Angeboten nur darauf wartet, mir etwas vorzuspielen – im wahrsten Sinne des Wortes?

Was haltet Ihr von diesem Angebot?

 

 

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25.02.2010 17:39 — Michael Herde

Eine Meldung flatterte mir heute ins Haus, die mich zwischen ratlosem Kopfschütteln und herzhaftem Lachen zurückließ. The Bulletin, eine Familienzeitung der amerikanischen Stadt Philadelphia, berichtet über und warnt vor einer teufelsverherrlichenden Welle an Videospielen, die der 32jährige Interviewpartner Lance Christian (welch passender Name) in den letzten zehn Jahren beobachtet haben will. Zunehmend richten sich demnach Videospiele gegen den christlichen Gott und sollen Satan zum coolen Helden erheben, heißt es da.

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08.01.2010 12:32 — Michael Herde

Spiele sowie kleine, nützliche Programme für Apples iPhone – die so genanten Apps – gibt es wie Sand am Meer. Doch wie weit die Einsatzmöglichkeiten moderner Technik reichen, zeigt die App Bullet Flight des US-amerikanischen Waffenherstellers Knight's Armament Company.

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04.12.2009 15:08 — Michael Herde

Koji Kondos Musik zu Super Mario Bros. dürfte jedem Fan des springfidelen Klempners ein Begriff sein. Nicht umsonst erfreuen sich die eingängigen Melodien größter Beliebtheit bei Remixern aller Stilrichtungen. Zufällig bin ich heute über eine überraschend professionelle Version des Schloss-Themas aus Welt 8-4 gestolpert, der von den kanadischen Death Metallern von Nylithia stammt.

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04.12.2009 09:58 — Michael Herde

Von links nach rechts: Mary Elizabeth McGlynn (singt), Akira Yamaoka (rockt), Joe Romersa (singt auch)

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06.11.2009 17:39 — Michael Herde

Heute habe ich auf diversen Internetseiten eine erschütternde Meldung gelesen: Die deutsche Version von Call of Duty Modern Warfare 2 ist doch nicht völlig inhaltsgleich mit der US-Version. Tatsächlich gibt es eine Änderung zu Beginn des Spiels, wie mir ein Sprecher von Activision telefonisch bestätigte. Eine offizielle Stellungnahme wurde uns für nächste Woche zugesichert.

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