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Atelier Totori: Adventurer of Arland (Test)
System PS3    Genre Rollenspiel    Entwickler Gust    Hersteller NIS    USK 6

Atelier Totori ist bereits der zwölfte Teil der meist in ­Trilogien unterteilten und im ­Westen kaum bekannten Serie: Das ­Alchemie-Abenteuer der jungen Heldin beginnt etwa zwei Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers ­Atelier Rorona. Das Königreich Arland ist mittlerweile zu ­einer ­Republik geworden, die frühere Hauptfigur ­Rorona zieht durch die Lande und ­bildet junge Mädchen in der Kunst der Alchemie aus – zumindest ­versucht sie es.
Die neue Heldin Totori will nicht nur eine erfolgreiche Alchemistin, sondern auch eine echte Abenteurerin werden, um ihre verschollene Mutter zu suchen. Bis dahin ist es ein weiter Weg, bei dem sie auf die Hilfe mutiger Mitstreiter zählen kann, die mit dem Schwert weitaus besser umgehen können. Totori ist vielmehr für die Erschaffung und Verwendung von Gegenständen zuständig. Obwohl klassische ­Rollenspiel-Aktivitäten wichtiger sind als im Vorgänger, kommt Ihr doch ohne das Alchemie-System nicht aus: ­Permanent sackt Ihr nützliche Rohstoffe ein, die Ihr je nach Qualifikation zu mehr oder ­weniger nützlichen Gegenständen verkocht. Diese helfen Euch im Kampf, oft benötigt Ihr sie auch, um Aufträge ­Eurer zahlreichen Kunden zu erledigen. Dabei sitzen Euch weitaus weniger strenge ­Zeitlimits im Nacken als noch bei Roronas Abenteuer – das macht das Alchemisten-Leben in der Arland-Republik ein ganzes Stück weniger stressig. Dennoch solltet Ihr nicht trödeln, denn manch Marsch in entlegenes Gebiet kostet etliche Tage auf der internen Uhr und nach fünf Spieljahren ist Totoris Abenteuer unwiderruflich vorbei.

+ ansprechender Cel-Shading-Look
+ weniger Zeitdruck als im Vorgänger

- keine deutschen Texte

Thomas Nickel meint: Der Nachfolger des zuckersüßen, stark auf Alchemie fokussierten Atelier Rorona schlägt einen anderen Kurs ein: Zwar nimmt die Item-Synthese immer noch eine zentrale Rolle ein, doch durch mehr Abenteuer, Welten-Erforschung und Monster-Hauereien fühlt sich Totoris Geschichte viel ausgewogener an als die ihrer schusseligen Lehrerin Rorona. Da Euch Atelier Totori zudem weit weniger Zeitlimits auferlegt, spielt es sich diesmal ein ganzes Stück entspannter, ohne dass an Komplexität eingebüßt wird. So feiern Japan-Fans Atelier Totori als die perfekte Alternative zur harten Shooter-Kost, auch wenn es wieder nicht für deutsche Texte gereicht hat.

79
M Sympathisch präsentiertes Fantasy-Rollenspiel mit Rundenkämpfen und ­komplexem Alchemie-System. M
M!-Rating 79 von 100       Grafik 7 von 10       Sound 7 von 10       Singleplayer 7 von 10       Multiplayer 0 von 10
Region PAL      Test erschienen in der M! Games 12 / 2011      Redakteur tn
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