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12.11.2010 14:59 — Benjamin Hillmann

Auch wenn der Vietnamkrieg in der Realität für die USA ein nationales Trauma war, mausert er sich für Activision zum bislang größtem Triumph: Call of Duty: Black Ops hat in den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung über 360 Millionen Dollar in die amerikanischen und britischen Händlerkassen gespült und legt damit den erfolgreichsten Verkaufsstart eines Unterhaltungsmediums seit Erfindung des Buchdrucks hin.

Mit 5,6 Millionen verkauften Einheiten am Erscheinungstag zwingt Black Ops sogar die Zahlen des Vorgängers Modern Warfare 2 in die Knie (4,7 Millionen). Da bleibt Medal of Honor und der restlichen Konkurrenz nichts anderes übrig, als sich Deckung im nächsten Granattrichter zu suchen.

Während sich Bobby Kotick gerade seinen Vorstandssessel vergolden lässt und bereits von regelmäßigem Download-Content für Black Ops schwärmt (wird das erste Mappack schon geschnürt?), kann Entwickler Treyarch endlich sein Image als "ewiger Zweiter“ hinter sich lassen: Das Studio hat sich nach den Turbulenzen beim Call of Duty-Schöpfer Infinity Ward endgültig vom Lückenfüller zur Goldschmiede entwickelt.

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Kommentare

Bild von Segabasti

Ahja, naja, das war (leider) zu erwarten. Was finden nur alle an dieser Serie???

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

Bild von Crient

@Segabasti Die Call of Duty Serie ist leider sehr zum Mainstream geworden, fast schon so wie Apple ._.

Bild von buddy4all

Mich haut Black Ops nicht vom Hocker. Dank teilweise altbackener Grafik und lahmen Waffensounds (trotz 5.2) reiht es sich bei mir ganz klar hinter MW2 ein. Da kann auch das Mehr an Story nicht helfen...

Bild von Beeberman

@Crient
Nur weil es Mainstream ist, ist es nicht schlecht!
Ich werds vermutlich nicht zocken und kaufen tu ich es so wie so nur gebraucht, da ich Activision nicht unterstützen möchte...
Wo bleiben die ganzen RPGs....ich ertrinke in Shootern...

Bild von Pariah

Das war angesichts des exorbitanten Hypes rund um die Serie zu erwarten. Den Käufern kann man da nur bedingt den Vorwurf machen - schuld sind eben an allem wieder nur die Medien.

Schade, dass selbst so profilierte Magazine wie die M! auf Activisions Propaganda - Zug aufgesprungen sind. 10 Seiten Preview mit der Kernaussage "Zwar überhaupt nix Neues, aber trotzdem irgendwie großartig" lassen die notwendige kritische Distanz wirklich missen.

Keiner kann ernsthaft behaupten, dass dieses Spielprinzip nicht schon längst ausgelutscht und überholt wäre.

Bitte in Zukunft etwas mehr Mut gegenüber den großen Publishern!
Die werden schon nicht beißen:)

Ich verzichte jedenfalls auf den Kriegs - Einheitsbrei und warte auf bessere Zeiten...

Si tacuisses philosophus mansisses.

Bild von Pariah

@Beeberman: Fable 3, Fallout NV, das stark unterschätzte Two Worlds 2, Y`s 7 - da sollte für jeden RPG - Geschmack was dabei sein.

Si tacuisses philosophus mansisses.

Bild von tetsuo01

@ Pariah, du sprichst mir aus der Seele.
Hört das den nie auf...kann es schon nicht mehr sehen...

"I come in peace - But you go in pieces" ;)

Bild von Pariah

Amen.

Si tacuisses philosophus mansisses.

Bild von Celes

*seufz*

Sobald Rockstar mit GTA 5 zum nächsten Schlag ausholt, geht die Krone wieder an einen Entwickler, der es auch verdient hat. So.

Bild von tetsuo01

Das letzte mal das mir ein Hype so derartig auf die Nerven gegangen ist war bei Jurassic Park. Ich konnte Jahrelang keine Dinos anschauen ohne kotzgefahr. So gehts mir jetzt auch schon bei CoD. Irgendwann kann man es nicht mehr sehen...

"I come in peace - But you go in pieces" ;)

Bild von Kani

Ich sehe es als ein Schlag ins Gesicht für alle kreativen Entwickler die sich garnicht mehr trauen Spiele abseits des Mainstream bzw. im Bereich Schooter zu entwickeln ohne ihren Gelgeber (wie E.A. trauriges Beispiel Medal of Honor) zu verärgern weil sie nicht genug verkauft haben. Auch wenn Ego Shooter ziemlich Populär sind wäre Inhaltliche Abwechslung schon ein Fortschritt. Ein Bericht/ Meinung über diese Entwicklung oder vom Stand der Ego-Shooter Dominanz der jetzigen Generation wäre auch mal Interessant.

Meiner Meinung nach sollte CoD nur noch als reines Multiplayer Game verkauft werden.

Bild von Black Swordman Guts

ahhhhh...das ding loift sich tot ganz einfach...über kurz oder lang wird ein anderes game neue verkaufsrekorde aufstellen...ich glaub nicht an ein CoD 15

Bild von bitt0r

WOLLT IHRRRRRR DEN TOTAAAALEN KRIEG?!?!?!


feel the HEAT!

Bild von Matthias Schmid

@pariah: also für alle, die es schlicht nicht verstehen. wir haben black ops 1 (ein, uno, one,...) titelthema gewidmet. das erste seit modern warfare 1. sprich das erste seit herbst / sommer des jahres 2007. das hatte ich geschrieben, nach einem entwicklerbesuch bei infinity ward, darum weiß ich das so genau.
zu world at war hatten wir imo nur 1 preview, maximal waren das 3 seiten vorberichterstattung. zu modern warfare 2 hatten wie afair 2 previews (1 x 4 seiten nach einem ausgiebigen anspielen des online-modus, 1 x 2seiten glaub ich nach der e3). wir haben zu anderen titeln mehr vorberichterstattung gemacht. wenn das anders rüberkommt, dann liegt das vielleicht an an anderen heften, die das so durchkauen.
CoD ist für uns wichtig. weil es für sehr viele spieler wichtig ist. weil es eine sehr sehr gute spieleserie ist, die für alle plattformen kommt. das wird niemand bestreiten hier. aber heult bitte nicht immer herum, dass jetzt auch noch die M! games nix besseres zu tun, als das game in den himmel zu hypen.
danke
matthias

Bild von buddy4all

@Pariah: Inwiefern ausgelutscht und überholt? Die Spielbarkeit ist nach wie vor tadellos und richtet sich nun mal an Run-and-Gun-Fans. Die Karten sind ebenfalls nicht schlecht, wobei man schon merkt, dass nicht die eigentlichen Erfinder der Serie am Werk waren. Bei der audiovisuellen Präsentation stehen Treyarch dann aber eindeutig hinter Infinity Wards an. Und das war bei WAW genau genommen das selbe.

Bild von Kamek

@ matthias
ich kann pariah verstehen und denke ähnlich.
Ein konventioneller Shooter mit dem herausragendem Merkmal von teils unnötiger Gewaltdarstellung dürfte schon etwas kritischer beurteilt werden. Die Kriegshooter haben sich (außer technisch na klar) seit der letzten Generation kaum weiterentwickelt. Die Kritik daran hat nichts mit heulen zu tun.
Allerdings muß ich Dir auch Recht geben-ein Titel, der sich so verkauft (ich versteh immer noch nicht warum, Du?) ist na klar der wichtigste Titel des Jahres für jedes Magazin.

Bild von Otterkuh

@ Matthias Schmid

Absolut richtig...

...aber wie das halt immer so ist, erfolgreiche und gute(offline) oder fantastische (online) Spiele rufen immer Hater auf den Plan und die jenigen die um die Qualitäten des jeweiligen Spiels wissen, die zocken gerade und haben keine Lust sich über klare Tatsachen zu streiten...

Bild von wenex

habe es mir erstmal ausgeliehen und muss sagen - es ist besser als MW2 aber wie immer das gleiche wie die letzten jahre was mich wirklich reizt ist der koop online multiplayer. .... weds mir gebraucht holen. im moment kommen sooo viele verdammt gute spiele raus, dass ich einfach keine lust habe mein geld für ne jahresneuauflage rus zu schmeissen

Bild von tetsuo01

Mag ja sein das das Spiel gut ist. Das ausgelutschte und bis heute kaum weiter entwickelte Spielprinzip schreit allerdings endlich mal nach einer Schelle für die Entwickler. Jedes Jahr die selben Poppenheimer vor neuen Pappkulisen wird irgednwann öde...

"I come in peace - But you go in pieces" ;)

Ich kann von mir behaupten, noch nie ein Call Of Duty gespielt zu habe. Es interessiert mich schlicht nicht. Der einzige (!) Egoshooter, den ich nach den legendären Rare-Ballereien auf dem Nintendo 64 gespielt habe, was Resistance 2.

Ich finde es auch reichlich unfair, der Maniac Hype vorzuwerfen, denn eine Wertung von 86% entspricht nicht unbedingt einer Hypewertung und besonders viele Artikel wurden, wie Matthias schon sagte, auch nicht gebracht. Es ist der kommerziell wichtigste Titel des Jahres, der nicht mal eben mit ner Viertelseite abgespeist werden kann.

Viele hier scheinen zu vergessen, dass die Maniacs auch bezahlt werden wollen und sich das Heft ohne entsprechende Titelstories nicht so gut verkauft. Wo ist der Punkt? Jedes große Spiel bekommt ne Titelstory. So war das schon vor 15 Jahren und da hat schließlich auch nicht jeder geheult, weil Donkey Kong Country auf jeder Titelseite stand. Und eben jenes DKC hat sich auch über 10 Millionen Mal verkauft.

Bild von Pariah

@Matthias Schmid: Bei aller Wertschätzung - ich glaub ich versteh das schon ganz gut.
Warum überhaupt so ein Titelthema? Und wenn schon, warum dann nicht zu Thema "Ideenlosigkeit in der Branche"?
Hättet ihr da nicht besser auf euer Stück vom Hype - Kuchen verzichtet? Die üblichen Activision - Fanzines sind - wie du ja selbst bemerkst - eh voll davon.

Natürlich ist CoD eine arrivierte Serie, die man mögen kann, aber beileibe nicht muss.
Trotzdem täte euch in dem Zusammenhang ein wenig mehr Objektivität recht gut. Warum sonst gebt ihr jede Jubelmeldung von Activisions PR - Maschinerie (Verkaufsrekord, Trailer...) so ungefiltert weiter? Gibt`s sonst nix zu berichten?

Und findest du es wirklich gerechtfertigt, ein derart einfallsloses Spiel so hoch zu bewerten?
Dead Rising 2 habt ihr für seine Monotonie (zum Teil zu Recht) gegeißelt. Wo ist die CoD - Innovation?
Granaten zurückwerfen und Multiplayer; das beschreibt das Game eigentlich recht umfassend. Null Taktik, keine Entscheidungsfreiheit, dafür eine schöne Portion Hurra - Patriotismus.

Tut mir echt leid, aber das ist für einen langjährigen Spielefreund einfach nicht nachvollziehbar.

Si tacuisses philosophus mansisses.

Bild von Poons

Ich versteh die ganze Aufregung gar nicht, entweder man mag das Spiel oder man mag es nicht! Aber was interessiert es die Leute, die das Spiel eh nicht mögen, wie oft es verkauft wurde? Wenns danach gehn würde, könnte ich auch noch zig andere Spiele(-Serien) nennen, die meiner Meinung nach total überbewertet sind und sich (zu) gut verkaufen. Aber... ich tue es nicht, weil mich diese Spiele eben einfach nicht interessieren, also brauch ich da nicht weiter drüber diskutieren.

Und von wegen "CoD-Hype in der M!Games", ich fand den Artikel eigentlich ganz gut ausbalanciert, schlussendlich ist es ein doch sehr gutes Spiel, auch wenn es vielleicht arm an Innovationen ist.
Ein Uncharted 2 ist für mich eines der besten Spiele des letzten Jahrzehnts und wirklich neu gemacht hat es nichts, sondern einfach nur viele bekannte Sachen sehr gut!!

Bild von Pariah

@Poons: Sicher, wer`s net mag soll`s net kaufen. Aber wo waren dann die zehn Seiten zu Fable 3, Darksiders oder Vanquish?

Hab mir das Game trotz übler Vorahnung ausgeborgt - man soll ja nicht kritisieren, was man nicht kennt. Nur um festzustellen, dass ich das Spiel eigentlich schon seit Jahren kenne, nur mit anderem Titel - Zusatz und anderem geografischen Setting.
Mich stört ja auch weniger, dass Activision ihre Softwarekuh weiter brav melken; wen überrascht das auch schon?

Viel mehr bemäkle ich, dass die Maniacs mit solch einer, beinahe den "embedded reporters" gemahnenden Positiv - Berichterstattung die von ihnen gewohnte Glaubwürdigkeit recht leichtfertig auf`s Spiel setzen.

Si tacuisses philosophus mansisses.

Bild von Kani

@ Pariah

Über etwas oft zu berichten was eine große Fangemeinde hat ist wohl logisch.

Um jeden Zufrieden zu stellen müsste die M einmal im Monat als Buch erscheinen und der Maniac die sich auch mal ein paar Seiten den Spielen widmet die weit ab von der Masse sind vorzuwerfen sie würde ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen ist schon harter Tobak.

Bild von Poons

@ Pariah: Sicherlich wird über andere Spiele weniger berichtet, aber das hängt eben von der auch von Kani genannten Größe der Fangemeinde ab. Denn schlussendlich wollen die ollen Man!acs am Ende des Monats auch ein paar Euronen auf dem privaten Konto sehen und da kann man sich (leider) nicht solchen "Trends" verschließen und gewichtet den Seitenanteil nach der voraussichtlichen Größe der Interessenten.

Bild von Saldek

Ich gönne prinzipiell jedem sein Erfolg.
Persönlich mag ich aber keine Action-Spiele. Shooter ganz besonders nicht. Und am wenigsten davon Call of Duty. Das aber nicht erst seit MW2, sondern seit Serienbeginn. Gründe gibt es viele. CoD ist für mich eine Art Moorhuhn unter den Egoshootern. Man schwebt durch extrem lineare Gang-Labyrinthe, Gegner tauchen auf wie in der Jahrmarkt-Bude und die Action ist völlig übertrieben. Überall explodiert es um einen, ein richtiger High-Speed Shooter. Atmosphäre = null. Dazu der nervige US-Patriotismus.

Echte Perlen wie Operation Flashpoint werden dagegen zerrissen, eben gerade weil sie anders sind. Heilen = verarzten, längere Laufwege, kleine Gegnertrupps usw.

Zum M! Preview: auch wenn es mit vielen Interviews aufbereitet war, war es letztendlich doch die langweiligste Coverstory. Multiplayer-Geballer... wie spannend. US Undercover-Teams... wie innovativ ;-) Allerdings habe ich natürlich auch Verständnis, die VKZ zeigen ja dass die Leute daran interessiert sind. Games wie Ni no Kuni interessieren vielleicht die Freaks, die Masse möchte CoD. Die Leute schauen eben auch lieber RTL2 als den ZDF Theaterkanal.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Bild von Poons

@ Saldek: Operation Flashpoint wurde damals nicht richtig zerrissen, viel mehr war es erst nach einigen Patches so richtig fertig, was einfach nur schade war...

Bild von Aeon2001

Ich finde es nur schade,dass solche Perlen wie Vanquish wegen CoD wahrscheinlich leider nie nen Nachfolger bekommen.Ok,storytechnisch sind beide Titel gleichwertig (Story= Gaga),aber der Spielfluss von Vanquish ist für mich einfach besser.Wenn schon Rummsbumsknatterpäng,dann wenigstens mit Schmackes.Da muss gar kein Blut fliessen,um nen fetten Adrenalinrausch zu kriegen.
Leute,die nur ein Game pro Quartal kaufen (können),greifen dann eher zu CoD und geben anderen Titeln leider keine Chance.
@Saldek:OpFlash ist für mich der realistischste FPS,den ich jemals durchgezockt hab.Für mich ist OF auch definitiv viel zu schlecht weggekommen bei den Bewertungen.Ein EgoShooter,bei dem man Köpfchen und Geduld zwingend benutzen muss,einfach herrlich.
Ich glaub,ich mag CoD nicht,weil es mich geistig eben notorisch unterfordert.Selbst der grösste Gamenoob kommt mit gerade MW2 super klar,Skill ist nicht nötig,selbst auf Veteran kommt fast jeder durch.Bei OF trennt sich die Spreu vom Weizen und dafür mag ich es so sehr,Hurrapatriotismus braucht es auch nicht,um spannend zu sein..für mich ist OF das wahre CoD.

Bild von Kani

Das Erfolgsrezept ist wie Aeon2001 schon sagt die einfache Zugänglichkeit gepaart mit sehr guter Presentation und für erfahrene Spieler eigentlich schon viel zu banal um zu fordern. Fast schon Casual... nur ohne Remote/ Move Steuerung. Denn CoD zeichnet eher Reaktion aus als Taktik.

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