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Test - Oliver Ehrle - 31. Januar 2012 - 12:52

Call of Duty Classic

System 360 PS3     Entwickler Infinity Ward     Hersteller Activision     USK 18

Teaser: 
Call of Duty - eine lange Erfolgsgeschichte. Jetzt könnt Ihr sogar den ersten Call of Duty auf Konsole spielen!

Das erste Call of Duty von Infinity Ward erschien 2003, allerdings nur für PC: Jetzt dürfen Konsoleros den Klassiker nachholen. Die Neuauflage bekommt Ihr derzeit nur mittels eines Download-Codes, der den Special Editions von Modern Warfare 2 beiliegt. Durch ein Missverständnis zwischen Sony und Activision konnten PS3-Besitzer den Titel für wenige Tage auch online für ca. 15 Euro kaufen, doch das Angebot ­verschwand schnell wieder – gegenwärtig soll die Classic-Ballerei nicht einzeln zugänglich gemacht werden, wir spekulieren aber darauf, dass sich dies demnächst ändern wird.

Die Ballerei führt Euch in drei Kampagnen durch den Zweiten Weltkrieg mit Abstechern zum D-Day sowie nach Stalingrad und Berlin. Über weite Strecken kämpft Ihr an der Seite von amerikanischen, russischen oder englischen KI-Kameraden, die Euch durch Schützengräben, Straßenzüge und Bunker geleiten. Damit die Truppen vorankommen, müsst Ihr Schlüsselstellungen angreifen: Schaltet MG-Nester mit dem Scharfschützengewehr aus, zerstört Flak-Geschütze und Panzer. Dazu schleicht Ihr durch Nebengassen und Häuser, um der Wehrmacht in die Flanke zu fallen – dann können die Freunde vorrücken. Der Feind nimmt Euch mitunter geschickt in die Zange, die KI-Freunde erweisen sich zum Glück als zuverlässige Schützen. Der Weg ist oft verschachtelt angelegt, so dass nur gelegentlich das Gefühl aufkommt, einem engen Levelpfad zu folgen. Am Rande der Feuergefechte sorgen Artillerie, Fallschirmspringer und Luftschläge für grandiose Schlachtfeldatmosphäre. Technisch wurde nur Detailarbeit geleistet: Trotz höherer Auflösung steht Ihr manch grober, verwaschener Textur und teils klotzigen Umgebungen gegenüber. Die Filmszenen blieben gleich, deshalb wirken sie auf einem HD-Fernseher grob und unansehnlich.

Neben der Solo-Kampagne lassen sich Online-Gefechte für bis zu acht Freunde veranstalten: Ihr spielt (Team-)Deathmatch, Verteidigung und Survival, kämpft um Fahnen oder Stellungen. Die Schusswechsel gehen flott von der Hand, nur manchmal stiftet ein Netzwerkschluckauf etwas Verwirrung. Erwartet aber keine taktischen Finessen, da Spielerzahl, Deckung und Territorium begrenzt sind – meist tummeln sich alle Spieler auf einem oder zwei Brennpunkten pro Karte. In einem Aspekt blieb sich Infinity Ward treu: Auch hier gewinnt Ihr Trophäen lediglich im Einspieler-Modus. Zudem haben sich die Entwickler eine anständige Online-Lobby gespart, man kann lediglich Spiele erstellen und in zufällige Matches eines Typs einsteigen: Bis Ihr in einem funktionierenden Kampf landet, müsst Ihr in der Praxis schon mal einige Verbindungsversuche starten. Und wenn Ihr Pech habt, sind dann nur drei Spieler vor Ort. Call of Duty Classic ist mehr eine Solo-Reminiszenz, für Online-­Ballereien bleibt Ihr besser bei Modern Warfare 2.

M Technisch kompetent umgesetzte Neuauflage des ersten Infinity-Ward-Shooters. M
360, PS3
8
Gesamtwertung von 1 bis 10 Punkten.
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