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02.02.2010 21:07 — Anonymous

Nach Nintendo hat jetzt auch Capcom seine Zahlen vom laufenden Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach sind die japanischen Spielhallen nach wie vor das Sorgenkind des Konzerns. Und weil Capcom Toptitel wie Lost Planet 2 oder Monster Hunter Tri verschoben hat, rechnet das Unternehmen mit stark sinkenden Einnahmen für das laufende Geschäftsjahr und einem Umsatz von bis zu 515 Millionen Euro. Das würde einen Rückgang von beinah 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.

Doch mit einem bisherigen Gesamtgewinn von 38,2 Millionen Euro - 84,3 Prozent mehr als im Vorjahr - kann Capcom trotzdem sehr zufrieden sein. Bis zum Stichtag im März soll der operative Unternehmensgewinn ca. 47,6 Millionen Euro erreichen. Der Nettogewinn soll schätzungsweise 15,8 Millionen Euro betragen.

Nachfolgend die einzelnen Unternehmensbereiche im Detail:

Home Video Games

Der Umsatz der Sparte 'Home Video Games' stieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 25,2 Prozent auf etwa 264,9 Millionen Euro an. Als Cashcows können die Monster Hunter-Serie und Resident Evil 5 bezeichnet werden. Der operative Abteilungsgewinn erreichte etwa 55,4 Mio. Euro.

Arcade Operations

Weil immer weniger Japaner in den Spielhallen des Konzerns zocken, gilt die Sparte 'Arcade Operations' als Capcoms Sorgenkind. Der Umsatz sank weiter um 11 Prozent auf etwa 70,8 Millionen Euro. Doch aufgrund von Sparmaßnahmen stieg der operative Gewinn um 295,9 Prozent auf ca. 3,5 Millionen Euro an.

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Kommentare

Bild von captain carot

So leid es mir tut, das sagen zu müssen, die Arcades sind Geschichte. Langsam wird es wohl Zeit, ein Stück Videospielgeschichte sterben zu lassen.
Monster Hunter Tri und Lost Planet 2 dagegen bedeuten, dass das Heimgeschäft im nächsten Fiskaljahr um so dicker wird. Finden die ANALysten und Ratingagenturen vllt. nicht so prickelnd, aber unternehmerisch ist´s wohl kein Beinbruch.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von tak

70 Millionen Umsatz allein bei Capcom (da erscheinen die 265 Mio der Konsolensparte gar nicht mehr so groß), Sega und Namco setzen auch ein paar Millionchen um.

Arcades sind in Japan lange nicht tot, ja sie haben große Probleme und verlieren massiv an Spielern und der Gewinn und nicht Umsatz zählen, aber durch Einsparungen usw. könnten die verkleinerten Arcades in Japan noch lange existieren.

Bild von captain carot

3,5 Mio operativer Gewinn ist aber nicht mehr üppig. Wenn ich mir das aktuell anschaue lohnt es sich bei Beat em Ups anscheinend ehr dafür, das Balancing der Konsolenversionen zu perfektionieren. o_O
Dazu kommt, während in Japan die Arcades noch halbwegs fit sind, sind sie woanders tot. Ich glaube einfach nicht, dass das noch länger als 5-6 Jahre gut geht.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

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