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Test - Oliver Ehrle
21. Mai 2012 - 10:15

Captain Morgane and the Golden Turtle

System PS3     Genre Adventure     Hersteller dtp     USK 6

Teaser: 
Rätsel sollten logisch sein...

Baphomets Fluch-Autor Steve Ince beglückt Point’n’Click-Fans mit einem Karibik­abenteuer: Ihr spielt das Mädchen Morgane Castillo, die eine Piratencrew anheuert und dann fünf geheimnisvolle Inseln ansteuert. Nach klassischer Adventure-Manier gilt es, in den 50 Schauplätzen allerhand Gegenstände zu sammeln, diese zu kombinieren und so die zahlreichen Rätsel zu lösen. Dabei kann man mit dem Cursor alle interaktiven Elemente der Umgebung durch­klicken bzw. diese mit Glitzersternen markieren. So lassen sich die Aufgaben und Möglichkeiten zwar leicht entdecken, das starre Skript erlaubt jedoch keinerlei Variationen bei der Lösung. Deshalb muss man für einfache Handgriffe oft umständlich denken: Ein Tuch lässt sich etwa nicht am Brunnen befeuchten, man muss das Wasser in einen Topf füllen und diesen in einen Eimer leeren – erst dann klappt’s! Die Inszenierung ist spaßig und die gemalte Grafik sympathisch, allerdings zieht sich das Abenteuer unnötig in die Länge: Man muss laufend ins störrische Itemmenü wechseln und Ladepausen abwarten, zumal die Charaktere nur abwechselnd gestikulieren und sprechen – besonders mit dem Joypad geht es träge voran. Für etwas Schwung sorgen eingestreute Action-Animationen und Minispiele, die aber spielerisch nur die ganz kleinen Abenteurer fordern. Ältere Piraten sollten im Hauptmenü die englischen Dialoge aktivieren, die deutlich besser gelungen sind als das deutschsprachige Gegenstück.

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