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Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn (Test)
System PS3    Genre Action-Adventure    Entwickler Headstrong Games    Hersteller Warner    USK 12

Im ersten Spiel zur frisch von EA übernommenen ”Herr der Ringe“-Filmlizenz versetzt Euch Warner Bros. Interactive in den kindgerecht simplifizierten Körper des Waldläufers Aragorn. Eingebettet in eine Rahmenhandlung, die nach dem Ende von Buch und Filmtrilogie angesiedelt wurde, erlebt Ihr den Ringkrieg aus der Perspektive des späteren Königs von Mittelerde. Als Hauptlevel fungiert dabei eine Festvorbereitung in Hobbingen, bei der Ihr als Sohn von Sam und Rosie mit Spielzeugwaffen jene Angriffstechniken übt, die später in den als Erzählung gestalteten Storykapiteln gebraucht werden: Schwerthiebe und Bogenschüsse per Move-Controller, Blocken per Schultertaste und später sogar ­Reiten.
Gedacht als Action-Adventure für die ganze Familie, präsentiert sich Mittelerde in einer cartoonesken Pastellgrafik. Die PS3-Fassung sieht lieblo aus und wird zudem von üblem Tearing gebeutelt. Spielmechanisch sind Aragorns Abenteuer ein passables, aber glanzloses ­Action-Adventure. Unterbrochen von Prügeleien mit Orks, Wargen und Spinnen, folgt Ihr der Wegmarkierung zum nächsten Quest-Ziel, sucht Wildnisspuren zu Nebenaufgaben oder sammelt Gefährten-Abzeichen, welche die Attribute von Aragorn und seinen Mitstreitern verbessern. Umgebungen wie Bree, die Totensümpfe oder Hulsten bieten Raum für Erkundungen und zeigen sich von einer atmosphärisch ansprechenden Seite. Storymissionen wie die Suche nach Athelas-Kraut für den verwundeten Frodo oder rasante Reiter­gefechte überraschen dabei mit seltenem Spielwitz.
Auf Wunsch können ein Kumpel oder der Papa als Gandalf ins Spiel einsteigen. Kommt es zu Boss­duellen, müsst Ihr Schlagkombinationen gemäß der eingeblendeten Richtungssymbole ausführen, um Trolle, den Wächter im See oder einen Balrog zu eliminieren. Die PS3-­Portierung der Wii-Fassung muss sich mit mangelnder Exaktheit der Move-­Abfrage und zahlreichen kleineren Bugs herumschlagen.

+ teilweise Originalsprecher
+ fast jederzeit aktivierbarer Koop-Modus

- Tearing
- keine exakte Move-Abfrage

Max Wldgruber meint: Trotz familientauglichen Anstrichs weiß ich nicht, wem ich Die Abenteuer von Aragorn eigentlich empfehlen soll. Für ein Casual Game ist es fast zu anspruchsvoll, Bosskämpfe und Eskortmissionen mit Zeitlimit überfordern Kinder und Gelegenheitsspieler. Action-Adventure-Profis vergleichen die insgesamt zu generische Spielwelt dagegen mit Hyrule und weinen. Auch PlayStation-Move-Fans kann ich den ursprünglich für Wii entwickelten Titel nicht ans Herz legen, die Portierung wäre selbst Gollum zu garstig. Lediglich die nette Rahmenhandlung, die fast durchgängig verfügbare Koop-Option und einige Originalsprecher (Aragorn) gefallen mir.

58
M Kindgerechtes Action-Adventure mit Bewegungssteuerung und ”Herr der Ringe”-Flair, aber ohne Esprit und Sorgfalt. M
M!-Rating 58 von 100       Grafik 3 von 10       Sound 7 von 10       Singleplayer 5 von 10       Multiplayer 5 von 10
Region PAL      Test erschienen in der M! Games 12 / 2010      Seite 72      Redakteur mw
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Kommentare

Bild von SoAD_fanatX

Im Ernst, das is doch die die Wii-Version auf HD hochskaliert oder?

Deathcore ist eine Musikrichtung, die sich anhört als schlüge man ein sterbendes Schwein mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf eine Mülltonne.

Bild von Max Snake

Und dann müssen die Hersteller auch noch Werbung machen für die PS 3, bähh. :-P

Spielfreak? Wo ist das Problem?

Ich will lieber in ein Spiel Punkte bekommen als beim einem echten Verkehr.

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