Hier sind also die Grenzen der Xbox: Technisch und in der Präsentation gehört “Doom 3” zum Besten, was ich jemals auf Konsole erleben durfte. Zwar wird die üppige Optik mit all ihren Details, Effekten und Lichtspielereien durch niedrige Bildrate erkauft, wirklich gestört hat mich das aber nirgends. Dieser Ego-Shooter punktet nun mal nicht mit Rasanz, sondern durch Atmosphäre, und davon gibt’s wirklich reichlich. “Doom 3” ist gruselig, bietet hinterhältige Schreckmomente und eine bizarre Höllen-Szenerie – Grafik, Sound und Spielfluss sind exakt aufeinander abgestimmt und bescheren packendes Horror-Feeling, das zwischen Abgestoßen- und In-den-Bann-gezogen-Sein oszilliert. Auch der Umfang mit den zur PC-Version leicht abgewandelten Solo-Missionen, dem kurzweiligen Coop-Modus und den amüsanten Deathmatches verdient dickes Lob. Dennoch lässt sich “Doom 3” nicht jedermann uneingeschränkt ans Herz legen: Wer nicht auf Blut und Horror steht und auch nur ein Quäntchen spielerische Abwechslung vom 3D-Gemetzel erwartet, der wird dieses Spiel einfach nur dumm finden – auch wenn ihn die Optik noch so sehr beeindruckt.
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Technisch beinahe perfekter Horror-Shooter für Freunde seichter Action und gewalttätiger Bilder. |