
Die Medienberichte zum Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden schlagen hohe Wellen, die nun auch die deutsche E-Sport-Szene erreichen. Die Stadt Stuttgart hat die “Intel Friday Night Game“ der Electronic Sports League (ESL) verboten, weil der Veranstalter beharrlich auf die Austragung der Disziplinen Warcraft sowie Counter-Strike 1.6 und Counter-Strike: Source pochte – und nicht auf andere Spiele auswich.
"Die E-Sportler in Deutschland sind entsetzt über die Taten von Winnenden, aber ein Zusammenhang zum professionellen E-Sport besteht in keinster Weise. Deshalb wird die Saison wie geplant stattfinden,“ so Ibrahim Mazari, der Public-Relations-Verantwortliche und Jugendschutzbeauftragte des Veranstalters Turtle Entertainment.
Das sieht die Stadt Stuttgart jedoch anders, weshalb man Turtle Entertainment dazu bewegen wollte, andere Spiele zu verwenden. Der Veranstalter bestand allerdings auf Warcraft und den beiden Counter-Strike-Versionen, denn bei diesen Spielen gehe es primär um "Taktik und strategisches Denken“. Daher kam es nie in Frage, die ESL Pro Series abzusagen, so Mazari.
Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) zog daraufhin die Reißleine und sagte kurzerhand die für diesen Freitag angesetzte Veranstaltung ab. "Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren,“ so die Begründung.
Die Electronic Sports League ist mit über 900.000 registrierten Mitgliedern eine der größten europäischen E-Sport-Ligen. Rund 80 Spiele aus jedem bekannten Genre sind in professionellen Ligen organisiert. Die ESL Pro Series ist dabei die "Königsklasse" der ESL und das E-Sport-Pendant zur Fußball-Bundesliga. Das Gesamtpreisgeld in diesem Jahr beträgt allein für die ESL Pro Series 130.000 Euro.
Kommentare
Tja, so ist das bei uns im Lande! Es ist immer ein anderer schuld, nur nicht die hohen Herrschaften selbst!
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Wird wenigstens auch irgendwo ein Schützenfest abgesagt oder dürfen auf der Kirmes etwa immer noch die bösen auf unschuldige Rosen schießen? Echte Schußwaffen sind ja sowas von harmlos...
Hinweis für Allergiker: Der Beitrag enthält Spuren von Ironie.
My place http://redmakersplace.wordpress.com/
Ja, meinen Avatar hab ich mit der Gameboy Camera gemacht. Weil ich's kann.
Ich bin überzeugt davon, dass Spiele Menschen töten können. Man müsste die Datenträger nur ausreichend beschleunigen.
Und mit SNES Modulen kann man wahrscheinlich jemandem den Schädel einlagen.
Ironie off: Langsam reicht's. Als ob wir alle potentielle Killer wären. Das ist völlig überzogen und bescheuert. Millionen Menschen spielen Shooter und MMORPGs, das spricht in meinen Augen nicht gerade für eine Verrohung der Gesellschaft. Genau wie die zurückgehende Jugendgewalt.
Da könnten wir genau so gut anfangen, Japaner zu essen, um die Wale zu retten. Wenn jeder deutsche statt Schwein Japaner isst, wird es in nur anderthalb Jahren keine Japaner mehr geben, die Wale jagen.
Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.
Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.
Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen
Ne ne. Ich frag mich doch echt, wann einige Menschen aufhören, hinter dem Mond zu leben?!
@captain carot hehehe sehr gut!
aber ich bin mal gespannt wann die stadt stuttgart das nächste bundesligaspiel des VFB absagt! da bin ich nämlich auch manches mal schockiert was für gewaltszenen sich rund um dieses sportereigniss abspielen. da werden gegnerische fans geschlagen, hass-lieder im stadion gesungen in denen dem gegner "hass und tod" gewünscht wird und in italien sterben jährlich sogar ein paar fans bei ausschreitungen nach dem spiel! aber HALT das geht ja nicht denn im gegensatz zu videospielen ist fussball ja ein kultutgut der deutschen und da sieht man dann gern mal über horende summen für polizeieinsätze, alkoholismus im stadion und fangewalt hinweg! armes deutschland!
Das Leben ist ein Spiel! Ein scheiss Spiel....................aber geile Grafik!
@funatic: Da fragt man sich fast, was jetzt nun das "Killerspiel" ist.
Ich bin kein Fußbalfan, gehe aber mal davon aus, dass gewaltbereite Vollidioten eigentlich die klare Minderheit unter den Fußballfans sind, immerhin sehen Millionen Menschen von zu Hause aus zu und nur ein kleiner Teil im Stadion ist gewaltbereit. Überhaupt sehe ich es als Witz an, dass man schön medienwirksam mit dem Finger auf angebliche tötungssimulationen zu zeigen, aber bei so vielen anderen Dingen nach Möglichkeit wegschaut. Soweit man nachlesen kann, sterben erheblich mehr Menschen durch legale Drogen, überhöhte Geschwindigkeit, ...
Im Prinzip kannst du aber nichts anderes von einer regierung erwarten, die China am einen Tag ein wenig tadelt, weil man sich in Tibet ja besser benehmen könnte und vielleicht die Menschrechte gelegentlich achten sollte, am nächsten aber wieder lustig Milliardenschwere Handelsabkommen und Technologietransfers abschliesst und einen der größten Handfeuerwaffenhersteller der Welt fast überall hin liefern lässt.
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Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen
@captain carot ich bin grosser fussball-fan und gehe auch regelmässig ins stadion! klar sind die gewaltbereiten idioten in der minderheit aber im gegensatz zu videospielen kann man dort schon sehr deutlich einen zusammenhang zwischen spiel und gewalt erkennen. wenn leute die du als liebenswürdige mitmenschen kennst plötzlich ausrasten lautstark dem schiri den tod wünschen oder dann wirklich stark angetrunken und frustriert anhand einer niederlage in den gästeblock stürmen und dort gegnerische fans "aufmischen" frag ich mich halt wirklich warum ich mir anhören muss das computerspiele eventuell zur gewaltbereitschaft beitragen und deshalb verboten werden müssen während sich in deutschen stadion woche für woche solche szenen abspielen!
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Mal ehrlich, die Frage ist doch was der Veranstalter mit diesem Verbot nun erreicht hat? Spieler ( im wahrsten Sinne des WORTES ) stehen doch jetzt als völlig kompromisslos da! Ich glaube es hätte niemenadem geschadet diese 3 Spiele für ein mal auszusetzten... die Veranstaltung hätte stattfinden können und die Spielergemeinschaft hätte u.U. medienwirksam zeigen können wie friedfertig und mit wie viel Spass das ganze gehen kann...ohne den Anschein zu erwecken das es sich dabei um potenzielle Amokläufer handelt...
Was den Veranstaltern hier gefehlt hat, ist nur ein kleines bisschen Fingerspitzengefühl...und um auf das Thema Fussbal zurückzukommen: Am vergangenden UEFA-Cup Spieltag hat jede Partie mit einer Schweigeminute begonnen und damit Beileid und zugleich Meinung gezeigt...Nicht einamal dazu waren die Veranstalter bereit...
So langsam wird die Lage echt bedenklich. Nun wird friedfertigen Pro Gamern die Möglichkeit genommen sich zu treffen und ZUSAMMEN zu spielen.
Vor was haben sie Angst? Einem Massenamoklauf? Oder werden in Zukunft Metalldetektoren am Eingang eingesetzt?
In was für einer Welt leben wir eigentlich?
@dr. nick das kann nicht wirklich dein ernst sein oder? du kannst doch nicht nem counterstrike-spieler der sein spiel beherrscht und voll im training steht sagen "du wir zocken jetzt halt mal pro evolution soccer das kannst du doch sicher auch"! ich mein ein klitschko spielt doch auch nicht plötzlich handball nur weil boxen zu brutal ist. nene also das kann nicht wirklich der sinn der sache sein!
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@Funatic
Doch das ist mein Ernst. Auch wenn ich mit CS und WoW nix am Hut habe kann ich mir gut vorstellen wie hart die Leute trainieren um dort mitzumachen und sie haben es sich auch sicher alle mehr als verdient...Nur glaube ich, dass wenn ich als Spieler betroffen wäre von mir aus sagen würde, dass es zu "diesem Zeitpunkt" eher unangemessen wäre. Was haben die Leute davon wenn es zum Verbot kommen muss? Gar nichts...
Hätten die Leute auf die Spiele verzichtet hätte man im Rahmen der Veranstaltung (die dann wohl stattgefunden hätte) doch den Dialog mit den Medien suchen könne und deutlich machen können das man aus Anstand auf einige Titel verzichtet, der Amoklauf aber ganz andere viel kompliziertere Gründe hatte als nur das Spielen von CS und WoW...
Was das Boxen angeht, so unterstellt wirklich niemand, dass es da nicht brutal zu geht, ich meine die hauen sich dort blutig und das wird als Sport anerkannt...Leider kann man das von der ESL noch nicht behaupten...und ohne eine solche Veranstaltug wird man die Leute erst gar nicht überzeugen können...
@ dr.nick soll ich dir sagen wie es von den medien aufgenommen würde wenn man auf cs verzichtet hätte? als schuldeingeständniss der gamer! sag mir doch einen grund warum man auf dieses spiel verzichten sollte? es gibt doch überhaupt keine beweise das der besitz von cs irgendetwas mit der steigerung der gewaltbereitschaft und schon gar nicht mit dem amoklauf zu tun hat. wenn man eine komplette liste des inhalts seines zimmer aufführen würde würde man dort sicher auch dvd`s wie james bond oder bourne identität oder cd`s von slipknot oder eninem finden. weil in so nem alter einfach 80% der kids auf so zeug stehen und es haben...................genau wie eben cs! soll ich mir jetzt ein jahr lang keinen bond mehr anschauen und keinen metal oder hiphop hören weil ein mensch der völlig durchgedreht ist das zufällig auch mal gehört bzw. gesehen hat? ich denke doch mal eher nicht!
im übrigen hatte er soweit ich das mitbekommen hab mit WOW gar nix am hut will heissen er hat das spiel nicht besessen. hauptsache irgendwelche verbote aussprechen um sich im wahljahr ins gespräch zu bringen! *kotz*
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Leute, ich hab im Web ne ganz kranke Seite entdeckt, die aber immerhin beweist, dass es Amokläufe in der Art schon viel früher gab: http://www.spreekillers.org/
Richtig krass ist da auch der Amoklauf von Walter Seiffert 1964 (Pl. 33), der u.a. mit einem selbstgebauten Flammenwerfer eine Schule terrorisiert hat! Und der Mann war schon etwas älter!
Was die also in Stuttgart machen, ist purer Bullshit!
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@Funatic
Ich dachte ich hätte mich da klar ausgedrückt: Ich sehe das doch genauso wie Du. Na klar, gibt es keinen Beweis dafür, dass CS etwas mit einem realen Amoklauf zu tun hat und ich kann diese Killerspieledisskusion und Suche nach Schuldigen auch nicht mehr hören. Das ist für Polemiker nun mal die einfachste und offentsichtlichste Erklärung und zeigt wie leicht die Leute gestrickt sind.
Nur weiß ich nicht, was der Verzicht mit einem Zugeständniss zu tun haben soll? Der klügere gibt nach und nutzt "die Gunst der Stunde"...genau das haben die Leute nicht gemacht. Ausserdem wissen wir doch alle wie Politik funktioniert: Da veröffentlicht jemand ne Studie in der es heißt WOW macht süchtig (was leider oft zutrifft) und im Wahljahr profiliert sich ein Bürgermeister mit dem passendem Verbot (obwohl das Spiel in der Tat wohl noch am wenigsten damit zu tun hatte)...
Worauf ich hinaus will ist doch nur, dass viele hier glauben, dass Spiele und dementsprechend solche Veranstaltungen in der Gesellschafft bereits absolute Akzeptanz gefunden haben. Vielleicht ist es aber noch nicht so weit? Mir geht es nicht um die die Akzeptanz angeblicher "Killerspiele", sondern um die prinzipielle Akzeptanz gegenüber Spielen. In Zeiten wo Spiele offiziell als Kulturgut gelten ist ein solcher Schritt (der aus völliger Kompromisslosigkeit rührt) einer nach hinten und nicht nach vorn...
Neue Info: Laut Computerbase.de hat der Veranstalter sehr wohl versucht, mit der Stadt zu reden, welche dem Veranstalter abgesagt hat, ohne Alternativen anzubieten.
@dmhvader: Direkt hinter Tim K. ein Ernst August Wagner, der 1913, also sogar vor dem ersten Weltkrieg Amok gelaufen ist. Offensichtlich würde selbst ein generelles Waffenverbot nicht viel bringen, wie Flammenwerfer, Axt und Messer in dieser Liste kranker Weise zeigen. Meine Theorie: Es gibt heutzutage mehr Amokläufe, weil es erheblich viel mehr menschen gibt, die auf engerem Raum leben und unsere Gesellschaft nebenbei ziemlich rücksichtslos ist.
Seit 1950 hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht, die gesellschaft ist immer Leistungsorientierter geworden...
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Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen
Blinder Aktionismus! "Seht her, wir haben was getan!"
Solange Politiker und vor allem ein Großteil ihrer Wähler von Computer- und Videospielen oder Computern und dem Internet keinen Schimmer, sondern im Gegenteil Mißtrauen und Angst haben, wird sich nicht viel ändern. Dann kann man sich mit solchen populistischen Aktionen sogar noch profilieren. Sind dort eigentlich bald Wahlen?
@ captaincarot: Kurioserweise ist Wagner laut Wikipedia in Winnenden gestorben! Also, wer jetzt an Seelenwanderung glaubt...
Auf jeden Fall hast Du vollkommen recht: Es liegt an unserer Gesellschaft! Wer Probleme hat, sich da zu integrieren, dazu noch seelisch labil ist und Zugang zu Waffen hat, könnte wohl das Zeug zum Amokläufer mit der Zeit entwickeln!
Auf jeden Fall liegt es nicht an den Ballergames!
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Also, auch wenn ich Michael Moore nur in geringem Maße vertraue hinsichtlich Authenzität seiner Reportagen, so finde ich trotzdem dass man zu diesem Thema den Film "Bowling For Columbine" als Beispiel hinzu ziehen kann... (bescheuerter Satz, sorry!)
Laut Reportage hielt die NRA (US amerikanische Waffenorganisation) eine Veranstaltung in oder in der Nähe von Littleton ab, und das nur Tage nach dem Amoklauf in der Stadt. Ziemlich pietätlos fanden die Angehörigen, die Waffennarren fanden aber keinen Grund abzusagen, warum auch, Waffen töten ja keinen, Menschen tun das. Und genau das ist meiner Meinung nach nun auch das Problem in Stuttgart. Das Thema gewalttätiger Videospiele (ja, auch CS ist eins) ist in aller Munde. Und nun soll ausgerechnet in der Nähe des Amoklaufs eine Veranstaltung stattfinden, die diese Spiele zelebriert. Und wieder die zwei Lager: Betroffene, die meinen die Spiele sind schuld und die Spieler die sagen, Spiele töten niemanden (ist ja nun wirklich so), Menschen tun das. Natürlich sind solche Veranstaltungen lange vorher geplant und somit ist das alles ärgerlich... und so.
@captain carot
Ich glaube nicht, dass die Anzahl der Amokläufe unbedingt angestiegen ist. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es im Allgemeinen viel friedlicher ist als vor 50 Jahren. Nur die Berichterstattung (auch da hat "Bowling For Columbine" ein gutes Beispiel) ist in den letzten 50 Jahren enorm angestiegen. Dinge werden unverhältnismäßig aufgebauscht und jeder Furz kommt in die Medien.
Was wir jetzt alle tun können um den Videospielen zu helfen? Weiter motzen und protestieren bis sie gesellschaftlich angenommen sind. So wie die kugelförmige Erde,das Telefon, das Radio, das Fernsehen, Bikinis, Rockmusik, Horrorfilme und Pornographie... in 10 Jahren kräht kein Hahn mehr danach.
@Esorb Red: Dinge kommen nur dann in die Medien, wenn sie die Menschen interessieren. Um den Sudan, Myanmar (Burma) usw. schert sich doch eh keiner. Genau wie um die Toten, die legale und illegale Drogen, rücksichtslose Autofahrer usw. auf dem Gewissen haben.
Aber so ein Amoklauf ist ja was Besonderes, viel "wichtiger" als immer die gleichen Leichen.
Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich finde das ganze Ereignis auch tragisch, aber alleine in meinem Kreis haben sich letztes Jahr zum Beispiel 3 junge Leute nach dem Discobesuch platt gefahren, zwei davon haben noch andere im Auto gehabt, die natürlich auch tot sind.
Davon abgesehen hast du zumindest für die meisten europäischen Länder inklusive Deutschland recht. Kapitalverbrechen (auch Morde) sind auf dem Rückgang, nur wird in den spektakulären Fällen gleich überall darüber berichtet.
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@dr. nick im grossen und ganzen sind wir ja einer meinung nur in einem punkt kann ich dir halt überhaupt nicht zustimmen. soll ich dir mal sagen was aus meiner sicht am nächsten tag in der bild gestanden hätte wenn der veranstallter freiwillig auf die besagten spiele verzichtet hätte:
am gestrigen abend wurde bekannt das du ESL (computerspieleliga) bei einem event in stuttgart auf das killerspiel counterstrike verzichtet. bild berichtete das besagtes spiel auf dem rechner des amokläufers tim k. gefunden wurde und schon länger in der kritik steht. aufgrund unserer berichte und massiver kritik von seiten der politik und der öffentlichkeit haben sich die veranstallter dem druck gebäugt und killerspiele aus der ESL verbannt. das ist ein erster schritt in dir richtige richtung und könnte beispiel und vorbild für andere ligen und öffentliche events sein!
so oder so ähnlich würde das nämlich lauten weil die presse im moment nicht objektiv berichtet sondern einfach auf draufhaut wenn sich irgendwo ein joypad rührt! sorry aber das wäre meiner meinung nach eher ein einknicken als ein kluger schritt!
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@Funatic
Ich bin am Ende mit meinem Latein ;-) Ich könnte Dir jetzt meine Bild-Schlagzeile schreiben, aber vielleicht könen wir uns ja darauf einigen das beide Lösungen nicht ideal sind...am besten wäre es ja gewesen wenn die Veranstaltung ohne Einschränkungen stattgefunden hätte...
Bleibt nur zu sagen dass wir alle hoffen sollten, dass solche Killerspieldiskussionen irgendwann der Verhgangenheit angehören werden...bis dahin, befürchte ich, wird es aber noch ein langer Weg sein...
darauf können wir uns 100% verständigen! :-)
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@Bild: Liebe Rdakteure der Bildzeitung, Beugen schreibt man mit E.
;-)
Davon abgesehen hat Funatic, was die Öffentlichkeit betrifft, prinzipiell recht. Der bildzeitung wurde bei kleinen Morden unter Schülern sogar bekannt, dass die lieben kleinen vorher Final Fantasy gezockt hatten.
Das regt natürlich ungemein zu Gewalttaten an.
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Meine Lieben,
Ich kann die Entscheidung der Stadt Stuttgart nur begrüßen. Es mangelt den Veranstaltern solcher eSport-Events wirklich an Sensibilität. Mit meiner Heimatstadt Siegen stehe ich gerade im Dialog, um bei uns zumindest für die nächste Zeit generell das Autofahren zu verbieten. Kürzlich kam es zu einem schweren Unfall und bedauerlicherweise einigen Toten. Ich halte es für pietätlos den Angehörigen der Opfer gegenüber, wenn wir nun weiter mit den Killerfahrzeugen auf unseren Straßen unterwegs sind.
Da es Anzeichen gibt dass einer der in den Unfall involvierten Fahrer unter Alkoholeinfluss stand, werden unsere ortsansässigen Supermärkte darüber hinaus ein positives Zeichen setzen und ab dem 1. April sämtliche alkoholischen Getränke aus dem Sortiment nehmen. Ferner wurde im Stadtrat ein Eilantrag eingereicht dass auch das Importieren von Killergetränken aus umliegenden Städten unter Haftstrafe gesetzt wird.
Ich freue mich dass bei uns die Probleme der Gesellschaft so besonnen und zielgerichtet angegangen werden, darf aber ergänzend hinzufügen dass, nach den jüngsten Ausschreitungen von sogenannten Fußballfans, ein Verbot dieses bösen Killersports ebenfalls angedacht werden sollte.
Lasst uns alle mitwirken bei der Schaffung eines gewalt- und sorgenfreien Landes. Wobei ich darauf dränge dass wir den Begriff "frei" durch einen anderen ersetzen sollten, er könnte unsere wenigen verbliebenen kritisch denkenden Mitbürger noch auf dumme Gedanken bringen.
Vielen Dank,
Thomas Wirth
Sehr geehrter Herr Wirth,
diesen Worten habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Außer eventuell dem Punkt, generell direkt das Reden zu verbieten, da Killerreden direkt zu Handgreiflichkeiten führen könnten. Den Begriff frei könnte man durch das Wort los ersetzen, so dass wir nicht nur alle Sorgen und alle Gewalt los wären, sondern auch alle Freiheiten.
Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass deine eigentlich vor Ironie triefenden Worte nur allzu sehr aufzeigen, wie scheinheilig unsere Gesellschaft doch ist Tiuri.
Ach ja, wieder eine Bombe im Irak, ein Anschlag in Israel, 40 Verkehrstote in Deutschland, ein abgestürztes Flugzeug in Brasilien und eine gekenterte Fähre in Bangladesch. Die Drogentoten sind ja eh selber schuld, und die Verfolgten in Darfur sollen sich bloß im Sudan niedermetzeln und wenn es Frauen sind auch gern vergewaltigen lassen, aber bloß keinen Asylantrag stellen.
Oh Gott, wieder so ein Killerspiele spielender Amokläufer, der 16 Jugendliche umgebracht hat. Nein, zum Schutz der Gesellschaft erstmal alles verbieten, ach ja, der Exportauftrag für Heckler und Koch (größter deutscher Schusswaffenhersteller), der geht natürlich in Ordnung.
Dabei kennen doch so ziemlich alle hier die Opfer genau so gut wie irgendwelche Iraker. Aber hey, sind doch Deutsche, damit kann man ja Wahlkampf, Quote und Auflage machen.
Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich finde diesen ganzen Amoklauf entsetzlich. Aber eben nicht schlimmer als Selbstmordattentäter im Irak, mörderische Autofahrer und vieles mehr. Und die extreme Ausschlachtung dieser ganzen Angelegenheit ist geradezu widerlich. Sind in Stuttgart dieses Jahr eigentlich Kommunalwahlen?
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Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen
Du sagst es, ich möchte auch nochmal betonen wie unnötig ich es finde jetzt bei jeder Furz-Veranstaltung unbedingt eine Schweigeminute einlegen zu müssen. Hat mich damals schon aufgeregt, als ich wenige Tage nach 9/11 im Kino war und die mir da tatsächlich mit Schweigeminute kamen im Saal. Ähm, hallo?? Es ist genauso wie Du schon richtig bemerkst Carot, JEDEN Tag sterben auf der Welt unzählige Menschen einen sinnlosen Tag, so gesehen kämen wir aus den Schweigeminuten gar nicht mehr raus! Aber so hart es auch klingt, irgendwie wird's halt nur gemacht wenn's grad "in" ist, wenn die Medien einem vorkauen dass man's zu machen hat. Sowas widert mich eher an, sorry.
Um nochmal was zu der abgesagten eSport-Veranstaltung zu sagen: Ich fände es schlimm wenn die CS und WoW von der Liste der Spiele gestrichen hätten, weil es nun mal vollkommen absurd und lächerlich wäre. Und eine verordnete Schweigeminute muss auch nicht sein, absoluter Käse sowas. Ich kann nur hoffen dass die Stadt Stuttgart wenigstens ordentlich zahlen muss, würde mich mal interessieren was der Vertrag dazu sagt...
Tja der Sündenbock ist halt am besten Jemand der sich nicht wehrt.
Die Waffenausstellung wenige Tage nach der Tat hat man ja auch nicht abgesagt oder den Veranstalter gebeten alle Waffen aus der Ausstellung zu entfernen, es wurden während der Azusstellung sogar ein paar Waffen gestohlen.
Mit der Waffenlobby anlegen... lieber nicht, aber auf die Videospieler einschlagen, da simmer dabei.
Komischerweise sind die meisten der Leute die öffentlich gegen Videospiele wettern in irgendeiner Weise in Schützenvereinen involviert.
Wehe dem der hier einen Interessenkonflikt vermutet.