Spielefinder

Hallo noob! |
Videospielzeitschriften- Der offizielle Thread
601 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Bild des Benutzers SonicFanNerd
SonicFanNerd
Online
Maniac (Mark III) 4751M!SX
23. Februar 2017 - 20:36

Wer sich die "traditionellen" Video-Game-Mags heute kauft, kauft sich die wegen mehrerlei Aspekten, aber sicher nicht wegen der Aktualität.
Den Anspruch kann ein Mag, welches einmal im Monat erscheint auch nicht erfüllen.
Heute wird eben im Netz aktuelles recherchiert, debattiert, gehyped und geshitstormed.

Übrigens könnte man Seiten wie gamingnerd durchaus auch den Aktualitätspferdefuß vorhalten:
Aktueller als Live-Video-Streaming geht schlicht nicht.
Da hecheln eben die "klassischen" Blogs den Streamern (und teilweise den Youtubern) hinterher.
Und darüber hinaus ist es bei den Millionen von kleinen (kommerziellen) Blogs zum Thema vermutlich recht schwierig, sich als nächster Strohhalm im Haufen zu etablieren.
Von der Problematik, die bereits diverse Male an anderer Stelle angesprochen wurde, der möglichen nicht umfassenden und zu wenig differenzierten Berichterstattung, damit man halbwegs aktuell einen Artikel verfassen kann, mal abgesehen.

Es gibt schlicht und ergreifend Umbrüche in der medialen Landschaft. Die gab es schon immer.

Print ist in bestimmten Bereichen sicherlich in seiner Art gefährdet. Volle Zustimmung.

Aber für ein Magazin, das sich selber eben nicht mehr nur als eine Art Einkaufsführer sehen kann und dieses auch seiner Leserschaft vermittelt, welches aber seine (berechtigte) Nische finden kann, sieht die Zeit nach 5 Jahren vielleicht wieder anders aus. Special Interest.
Viele dieser Art wird es eben nicht geben und noch weniger werden sich am Markt behaupten können.

Aber den Büchern wurde auch der Tod voraus prophezeit.
Meine Erfahrung mit dem Medium Buch bestätigt aber vor allem eines: Totgesagte leben anscheinend wirklich länger. :)



<<< Moderator >>>

Corny
Offline
Anfänger (Level 2) 98M!SX
23. Februar 2017 - 21:04

Ich fänds schöne wenn zum Switch Start nächste Woche ein only Switch Magazin erscheinen würde. Dem würde ich auch ne Chance geben. Aber ich glaub, dass das nur ein Traum bleibt.

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
23. Februar 2017 - 22:25

SonicFanNerd schrieb:

Wer sich die "traditionellen" Video-Game-Mags heute kauft, kauft sich die wegen mehrerlei Aspekten, aber sicher nicht wegen der Aktualität.

Das ist eben eines der Probleme. Gerade weil die Magazine immer unaktueller werden kaufen sie auch immer weniger. Hier werden Entscheidungen wie von Bethesda, Reviewfassungen erst zum Release rauszuhauen auch die gravierendsten Folgen haben, weil die Printhefte dann oft noch viel später dran sein werden. Oder den Test, z.B. bei Bethesdas beliebtem Release 11.11. vllt. noch schnell vor den Druckschluss setzen müssen.

Quote:

Übrigens könnte man Seiten wie gamingnerd durchaus auch den Aktualitätspferdefuß vorhalten:
Aktueller als Live-Video-Streaming geht schlicht nicht.

Alskleine, nur zur Info bisher nichtkommerzielle, Seite bekommen wir Muster z.B. sogar oft erst auf den letzten Drücker. Von vielen erst ab Releasetag. Auch wenn es da Ausnahmen gibt. MS haut z.B. auch an kleine Seiten früher raus und hat bisher das Embargo immer vor dem Release auslaufen lassen, i.d.R. zirka eine Woche vorher. Das heißt für uns aber auch, dass wir auch andere Sachen bieten müssen. Z.B. umfassende Previews zu Indietiteln wenn das geht. Oder eben Reviews die auch bei kleinen Spielen vollen Umfang haben können. Und natürlich, wenn das zeitlich und thematisch hinhaut, auch gerne mal etwas andere Magazinartikel. Btw. auch Brettspieltests.

Quote:

Es gibt schlicht und ergreifend Umbrüche in der medialen Landschaft. Die gab es schon immer.

Print ist in bestimmten Bereichen sicherlich in seiner Art gefährdet. Volle Zustimmung.

Nur gab es so einen Umbruch wie jetzt eben noch nie. Gerade eben auch Contenterstellung durch Streamer, Youtuber...
Im Prinzip kann das halt 'jeder Depp'. Egal wie belanglos das sein mag, wie gut oder schlecht. Bei gamingnerd.net gibt es z.B. Sachen wie recht deutliche Schwankungen beim Schreibstil. ^^
Wir versuchen halt gleichzeitig, uns bei Korrekturlesen, Aufbau etc. zu verbessern. Es läuft aber halt alles nebenbei. Und ein richtiges Lektorat haben wir z.B. auch nicht.
Sowas in der Art gilt halt für so ziemlich alle kleinen Seiten.
Der Printmarkt für Special Interest wird dabei halt auch nicht endlos wachsen. Eher sogar auch etwas schrumpfen, was halt auch thematisch bedingt ist. Zum Thema Game Design und Entwicklung eignent sich ein Onlineangebot samt Forum z.B. viel besser.
Im BEreich Basteln, Reparatur und Modding eigentlich auch. Ebenfalls weil hier andere mediale Möglichkeiten, interkative Angebote etc. drin sind.

Quote:

Aber den Büchern wurde auch der Tod voraus prophezeit.
Meine Erfahrung mit dem Medium Buch bestätigt aber vor allem eines: Totgesagte leben anscheinend wirklich länger. :)

Sorry, aber als ausgebildeter Buchhändler kann ich dir dazu gleich einen Stapel Dinge sagen.
1. Bestimmte Teile, etwa Fachbuch aber auch DIY und dergleichen, haben in den vergangenen Jahren entweder eine starke Transformation hingelegt oder sind mittlerweile recht tot.
2. Auch solche Sachen wie Karten, war früher in gut sortierten Buchhandlungen Standard, spielen keine Rolle mehr bzw. teils sind die Anbieter weg vom Fenster.
3. Brockhaus, mal einfach so als Begriff in den Raum gestellt.
4. Auf den ersten Blick ist die Belletristik nicht betroffen. Auf den zweiten stimmt aber auch das nicht. Es gab global gesehen in vielen Industrieländern ein starkes Wachstum bei e-Books. In Deutschland u.a. durch die Preisbindung noch nicht so sehr. Es gab genauso den Trend zum Onlinehandel. Und e-Formate sowie Onlinehandel haben hier sehr wohl schon viel verändert, gerade auch selfpublishing.

Die Struktur des Buches macht es ganz allgemein in vielen Bereichen weniger gefährdet. Aber die digitale Revolution hat hier schon längst deutlich mehr Spuren hinterlassen als jedes andere Medium bisher.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers SonicFanNerd
SonicFanNerd
Online
Maniac (Mark III) 4751M!SX
24. Februar 2017 - 10:08

Dachte mir schon, dass du dazu in der Richtung was sagen kannst, da das ja kein Geheimnis ist, dass du gelernter Buchhändler bist. :)

Um es platt zu sagen:
Bücher gibt es immer noch. Und das auch nicht zu knapp.

Im akademischen Betrieb z. B. sind die Dinger bisher immer noch unerlässlich. Natürlich von Fachrichtung zu Fachrichtung auch anders gewichtet.
Und auch dort ist (langsamen Schrittes) die Digitalisierung angekommen.

Die angesprochene Unterhaltungsliteratur gedeiht auch trotzdem weiter.
Natürlich hat sich dort eben auch (wie in anderen Medien wie DVD/BR vs. digitaler Verfügbarkeit) eine Art Tandemlösung etabliert.

Buchmessen laufen hingegen gut (Vermischung von Papier und Digital angenommen). Exemplarisch ohne das weiter recherchiert zu haben: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152190/umfrage/besucher-auf-der-leipziger-buchmesse-seit-2007/
Allerdings herrscht dort vermutlich auch nicht unbedingt Goldgräberstimmung, oder eben nur eingeschränkt auf "aktuell Angesagtes" und alter Wein in neuen Schläuchen.

Dass Zeitschriften/Magazine/Hefte je nach Themengebiete gefährdeter sind vermute ich auch.

Wie lange sich das staubige alte Buch die nächsten paar Jahrzehnte wird halten können (als Medium an sich) bis es fast völlig ausgestorben ist, vermag ich nicht zu orakeln, habe aber die starke Vermutung, dass uns das Buch an sich noch überleben könnte.

Zuletzt editiert am: 24. Februar 2017 - 10:13



<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers ChrisKong
ChrisKong
Offline
Epic Maniac 38739M!SX
24. Februar 2017 - 10:12

Müssen wirklich weiter Bäume für Bücher sterben? Hä?

ID ChrisKong79

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
24. Februar 2017 - 11:22

Das ist eine Transformation auf eine höhere Ebene. Transzendenz für Grünzeug...

@Sonic:
Erster ganz großer Irrtum: Fachbuch in Papierform unerlässlich. Hier gibt es zwar regionale Unterschiede, aber kaum irgendwo wiegen die Vorteile von 'nicht auf Papier' bei Büchern so gravierend. Einen e-Reader oder Tablet mithaben und z.B. sich automatisch aktualisierende Gesetzestexte hat nunmal ganz krasse Vorteile.

Je stärker der Aktualitätsdruck, desto eher geht es weg von Print. Alles in allem ist die Entwicklung der bei Zeitschriften also nicht mal sooo konträr.
Oder eben auch Lexika. In Printform mausetot. Ich arbeite mittlerweile eh nicht mehr in meinem Ausbildungsjob. Aber die letzte Brockhaus Enzyklopädie die ich verkauft hab (also die großen) war 2007. Bei jüngeren Menschen war der Brockhaus da schon eher unpopulär. Mittlerweile ist er das bis in gehobene Altersklassen.

Es wird in bestimmten Bereichen auch in 100 Jahren ziemlich sicher noch gedruckte Bücher geben. In anderen wohl dann gar nicht mehr.

Und auch der Zeitschriftenmarkt entwickelt sich nicht linear. Es gibt Bereiche die immer noch super dastehen während andere halt den Bach runtergehen, wobei eben u.a. die Demographie der Leserschaft eine Rolle spielt, das Thema und auch der Aktualitätsdruck.
Bei IT allgemein und Videospielen im Besonderen ist dieser Aktualitätsdruck, neben anderen Faktoren, sehr hoch. Es ist definitiv auch so, dass man sich online viel leichter und günstiger mehrere Meinungen einholen kann.
Was heißt das in der Praxis?
Beispiel Gamepro,
Auflage (verkauft) Q4 2005: 72.319
Q3 2016 (für Q4 keine Zahlen mehr): 12.007
Rückgang: 83,4%

CB Spiele
Q4 2002: 763.077
Q4 2016: 40.664
Rückgang: 94,7%

PC Games:
Bis ausgelistet ebenfalls deutlich über 90% Rückgang

GameStar hat 'nur' gute 85% weniger als zu besten Zeiten.

Anders ausgedrückt, Video- und Computerspielmagazine haben früher mal grob siebenfache bis zwanzigfache Abverkäufe gehabt.
Sich beim IVW austragen zu lassen hatte vor allem damit zu tun, dass kaum mehr Werbekunden da wären die das interessiert.
Momentan leben viele Magazine noch durch Querfinanzierung. Hier leidet aber gleichzeitig oft die Heftqualität.

Auf der Gegenseite gründen Branchenurgesteine wie Petra Fröhlich (früher Maueröder) was? Richtig, neue Websites. In ihrem Fall Gameswirtschaft.de

P.S.: Zitat von Petra Fröhlich:

Quote:
Das liegt nahe, indes glaube ich nicht, dass die Welt ein weiteres News-Test-Tipps-Trailer-Angebot benötigt, genauso wenig wie einen weiteren Games-Youtube-Kanal. Und erst recht keine App oder ein neues Zeitschriften-Projekt. Mit Print bin ich durch.

Die Aussage kommt wohlgemerkt von einer Person die länger dabei war als jeder aktuelle M! Games Redakteur.

Zuletzt editiert am: 24. Februar 2017 - 11:30

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers ghostdog83
ghostdog83
Online
Epic Maniac 10976M!SX
24. Februar 2017 - 11:38

Für manche scheint das Thema eine Herzensangelegenheit zu sein.

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
24. Februar 2017 - 11:44

Vllt. ist es auch einfach interessanter als 'meine Konsole ist toll und deine voll doof'.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers ChrisKong
ChrisKong
Offline
Epic Maniac 38739M!SX
24. Februar 2017 - 11:55

In schwierigen Zeiten erinnert man sich gerne an Sachen, die sowas wie einen sicheren Wert darstellen. Von daher ist das Wegsterben von Print durchaus ein Angriff auf eben so einen sicheren Wert.
Ähnlich ist der Trend zu digital zu beobachten. Nur rein von der Logik bietet Retail kaum noch Vorteile gegenüber digital. Trotzdem schwört ein Grossteil drauf.
Die Haptik löst da durchaus Assoziationen mit schönen Erlebnissen in der Vergangenheit aus.
Darum machts mir auch Spass in alten Zeitschriften zu blättern. Wegen des Infogehalts mach ich das ja nicht. Aber etwas Instant-Zeitreise fühlt sich einfach gut an.

ID ChrisKong79

Bild des Benutzers ghostdog83
ghostdog83
Online
Epic Maniac 10976M!SX
24. Februar 2017 - 12:06

captain carot schrieb:

Vllt. ist es auch einfach interessanter als 'meine Konsole ist toll und deine voll doof'.

Unterschätzte den Unterhaltungswert der Nintendo Threads nicht. :D

Bild des Benutzers SonicFanNerd
SonicFanNerd
Online
Maniac (Mark III) 4751M!SX
24. Februar 2017 - 12:17

@cap
Also den "Irrtum" sehe ich nicht als pauschal gegeben.
Fachbuch ist nicht gleichzusetzen mit Büchern, die man eben im akademischen Betrieb benötigt.
Da geht es (unter anderem) z. B. auch mal um Quellenmaterial, welches eben nicht digitalisiert ist oder wird. :)

Zuletzt editiert am: 24. Februar 2017 - 12:19



<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
24. Februar 2017 - 14:29

Das mit dem nicht digitalisiert (ist in Textform dank diverser Projekte mittlerweile aber extrem vieles) ist natürlich ein tolles Argument.
In der Praxis sieht das so aus, von diversen Kölner Fachbuchhandlungen (Unistadt) die ich mal kannte exisiterte beim letzten Besuch der Innenstadt vor ein paar Jahren noch eine. Weil die Fachliteratur eben entweder im Netz oder gleich volldigital gekauft wird.

@ChrisKong:
Dann vergleiche mal folgendes. Singles und Alben bei Musik. Filmverleih und Filmverkauf. PC-Spiele und Konsole. Oder Appverkauf und Retailsoftware. Das große Missverständnis ist eben, von linearen Verhältnissen auszugehen.
Das ist aber so ziemlich nirgends der Fall. Der Singlemarkt ist in vielen Ländern schon lange rein digital, Alben verkaufen sich aber bis heute ganz passabel auf Tonträgern. Videoverleih ist mittlerweile auch fest in digitaler Hand. Es existieren zwar noch Videotheken, die sind aber überall auf dem Rückzug.
Digital vs. Retail bei Software und Videospielen:
Hier muss man definitiv trennen. Ein Mal über alles gesehen und ein Mal eben rein für Konsolen. Über alles sieht es nämlich für Datenträger extrem schlecht aus. Im PC-Lager spielen sie egal ob Anwendungssoftware oder Spiel eine völlig untergeordnete Rollte, im Bereich Smartphone und Tablet ohnehin gar keine.
So gesehen sind Videospiele auf Handheld und Konsole die letzt Festung. Und die wird immer schwächer.
Die Anzahl der USK Einstufungen fällt z.B. während die IARC Ratings auch für Konsolen steigen>Es kommt immer weniger überhaupt auf Disc und immer mehr rein digital. Die Downloadquoten für Retailspiele steigen auch immer weiter. Klar, gerade diese Generation sind dank Zwangsinstallation etc. Retailspiele auch nicht mehr praktischer.
Andererseits könnte man hier aber die riesigen Downloadgrößen entgegen halten. Die machen für viele den Download immer noch etwas unpraktisch.
Insofern könnte man hier prima für und wider ausdiskutieren. In der Praxis dürfte das Preisverhältnis eine große Rolle dabei spielen, dass Konsolenspiele auf Disc überhaupt noch besser laufen. Denn die Retailfassung ist bisher meist günstiger.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers SonicFanNerd
SonicFanNerd
Online
Maniac (Mark III) 4751M!SX
24. Februar 2017 - 15:13

Dem Wegsterben des lokalen Handels (übrigens branchenübergreifend) widerspreche ich keineswegs.



<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
24. Februar 2017 - 15:20

Das ist halt der Witz. Im stationären Buchhandel sind es vor allem die ganz großen und die ganz spezialisierten, die Probleme haben.

Mit Blick auf Zeitschriften ist es halt einfach so, dass der ganze Computerkram und eben auch Videospielzeitschriften ganz massiv Federn lassen müssten. Und auch immer noch müssen. Der Trend hält ja ungebrochen an. Und keine Zeitschrift profitiert hier davon wenn ein Konkurrenzheft eingestellt wird.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers SonicFanNerd
SonicFanNerd
Online
Maniac (Mark III) 4751M!SX
24. Februar 2017 - 15:30

Bestreitet ja auch niemand.
Die Frage ist halt, was passiert nachdem der Markt sich zwangsweise "gesundgeschrumpft" hat?
Werden eben wenige, spezialisierte und fachlich kompetente Nischenmagazine laufen?
Wird es zu einem späteren Zeitpunkt eine Renaissance (in kleinem Rahmen) der Magazin-Szene geben?
Fast alles was eingeht begegnet uns später auf die ein oder andere Art wieder. Dann halt, weil es wieder "Hipp" und "en vouge" ist.
Denk mal an die Leggings. ^^ Dachte die wären zusammen mit den 80ern gestorben. :) Aber auch da war es nur eine Wiederauferstehung.



<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers ChrisKong
ChrisKong
Offline
Epic Maniac 38739M!SX
24. Februar 2017 - 15:57

Seh grad, dass ich das wohl zu allgemein gehalten geschrieben habe. Das mit digital bezog sich auf Videospiele. Weil vergleichen tu ich da gar nichts, Aussage war nur, dass da eine ähnliche Motivation dahinter steckt, wenn man eben was fürs Regal will.
DeFacto wird beispw. von der Retailerfraktion gerne angeführt, dass man ein Retail Spiel ja wiederverkaufen kann. Das ist aber genau bei der Fraktion kaum ein Argument, weil Sammler eben nicht horten, um dann zu verkaufen, zumindest in der Regel.
Zumal man heute sowieso sagen muss, dass man als Sammler oft nur noch hingeschluderte Sachen kriegt. Wirds irgendwann nur noch digital geben, seh ich allein schon wegen der Preispolitik schwarz. Denn obwohl mit digital die Vertriebskosten auf ein Minimum gesenkt werden, sind digitale Spiele, wie oben bereits erwähnt, oftmals lange teuer, bis sie irgendwann in einem Sale sind.

Persönlich werd ich Retail unterstützen, solange es das gibt. Aber Illusionen mach ich mir da keine. Sobald die Ü30er hier Nische sind, wird irgendwann die rein digitale Konsole aufschlagen. Die Jugendlichen werden dann damit aufwachsen und nichts anderes kennen.

Mehr Sorge macht mir, dass vieles für immer verschwinden könnte, wenn es nicht digitalisiert wird und verfügbar gemacht wird. Die Industrie braucht sich mMn nicht ständig an ihrem Backlog gesundstossen, sondern sollte gewisse Titel einfach nach einer gewissen Zeit frei verfügbar machen.

ID ChrisKong79

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
24. Februar 2017 - 16:22

@Sonic: Genau da ist das Problem. Print stirbt. Aber nicht zwingend die Magazine an sich. Teils bekommen die den Wechsel zu digital eben hin. Teils aber auch nicht. Und dazu sind halt auch neue Onlinemagazine entstanden.
Die Papierzeitschrift ist zumindest in dem Segment zum Untergang verdammt. Aber eben nicht Videospielmagazine allgemein.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers Lofwyr
Lofwyr
Offline
Gold Maniac 9655M!SX
24. Februar 2017 - 17:18

Ich kauf mir weiterhin jeden Monat die M!Games. Mir egal was der Rest macht. Tod den Bäumen.

Bild des Benutzers Red XIII
Red XIII
Offline
Maniac 2375M!SX
6. März 2017 - 2:18

Es ist mal wieder Zeit für eine Printwerbung aus vergangenen Zeit(-schrift)en.
Unser heutiger Kandidat: Fighting Force; das Spiel mit der Hackfresse.
Soll das etwa wie im Text beschrieben Wut darstellen? Oder ist es doch eher Verstopfung?
Gefunden in der Video Games 01-1998.

"Ihr alle! Später!" "Ja. Später!"
ERAU QSSI DLRO WEHT

Bild des Benutzers geohound
geohound
Offline
Profi (Level 1) 588M!SX
6. März 2017 - 15:24

Er ist wütend weil er Verstopfung hat :-).

Bild des Benutzers rvn
rvn
Offline
Gold Maniac 5575M!SX
6. März 2017 - 16:37

Ist das Ron Jeremy?


Man kann Nudeln machen warm, man kann Nudeln machen kalt!
<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers MontyRunner
MontyRunner
Online
Gold Maniac 5066M!SX
6. März 2017 - 16:48

Das ist sein Blick, bevor er mit der Arbeit beginnt. Arme girls.

Bild des Benutzers rvn
rvn
Offline
Gold Maniac 5575M!SX
6. März 2017 - 18:21

Ein Held. Dicht gefolgt von Conny Dachs.


Man kann Nudeln machen warm, man kann Nudeln machen kalt!
<<< Moderator >>>

Bild des Benutzers MontyRunner
MontyRunner
Online
Gold Maniac 5066M!SX
7. März 2017 - 8:35

Ja, geil, Conny kenne ich auch. Mit dem gab es auf Sky Go einen zusammengeschnittenen Porno. Wir haben gut gelacht.

Aber: Hieße es Ron vs. Conny würde Letzterer gnadenlos aus dem Schmuddelset gepeitscht werden.

Bild des Benutzers captain carot
captain carot
Offline
MODERATOR 34398M!SX
13. März 2017 - 10:30

Nicht ganz uninteressantes Interview. Wobei gamesbusiness.de zu Computec gehört.
Zeigt aber (auch wieder) wo die MArschrichtung mittlerweile einfach liegt.

Quote:
Rainer Rosenbusch: Das soll insbesondere auch die Bezeichnung „Computec Media Group“ verdeutlichen. Zur Computec-Gruppe gehören mittlerweile eine Vielzahl von Unternehmen und unterschiedlichen Aktivitäten an unterschiedlichen Standorten. 2009 war der Print-Anteil am Umsatz bei rund 88 %, genau diese verbliebenen Print-Aktivitäten repräsentieren heute nur noch rund 31 % des Gesamtumsatzes, den wir übrigens seit 2014 Jahr für Jahr steigern konnten.

D.h. als Umsatzbringer steht Print für die Verlage/Mediengruppen einfach auf verlorenem Posten. Und das heißt dann letztlich eben auch, solange Zeitschriften nicht extrem gewinnbringend verkuaft werden (was leider nicht der Fall ist) ist das Ende vorprogrammiert.

Quote:
Entfernt sich Computec Media Group dadurch nicht mehr und mehr von seinen Ursprüngen?

Rainer Rosenbusch: Ja, genauso ist es. Das wollen wir auch mit dem neuen Außenauftritt dokumentieren. Es ist aber nicht so, dass wir uns bewusst von unseren Ursprüngen entfernen wollen, weil wir damit ein Problem haben, sondern weil diese Evolution einfach zu einem modernen Medienunternehmen gehört.

Hans Ippisch: Viele unserer Wettbewerber hat die Entwicklung der vergangenen Jahre überrollt und sie sind verschwunden. Wer als Medienunternehmen nicht jeden Tag sein Portfolio hinterfragt, aktiv die Entwicklung neuer Produkte und Angebote in unterschiedlichen Segmenten vorantreibt und Ausschau nach potenziellen Übernahmekandidaten hält, sondern nur bestehende Aktivitäten unverändert weiterführen will, der wird zwangsläufig massive Probleme bekommen. Und dadurch haben wir uns automatisch von unseren Ursprüngen entfernt.

Klartext:
Im Prinzip sind die klassischen Hefte für die Geschäftsleitung ein Auslaufmodell. Generell sieht man bei Computec wohl eh kein Wachstum mehr im Consumersegment, völlig verständlich. Allerdings hat Computec eben noch einen großen Consumerbereich, der aber immer mehr Richtung reines Digitalangebot wandert.

Xbox Live: Captain Carot
Nintendo Network: Captain_Carot

Bild des Benutzers Vreen
Vreen
Offline
Gold Maniac 5984M!SX
13. März 2017 - 10:44

Den tatsächlichen Wert den Video oder Computerzeitschriften für mich darstellen, lässt sich eigentlich nur in Bezugnahme auf Nostalgie und persönlichem Bezug definieren. Ich finde die m! games nach wie vor gut, aber meistens überfliege ich den Inhalt größtenteils und bleibe auf einem halben Dutzend Artikeln tatsächlich hängen und lese sie durch. Meistens bin ich nach nichtmal einer Stunde fertig mit dem Heft, und habe auch wenig Anlaß erneut reinzugucken.

Auf der anderen Seite habe ich mir letztens eine asm von 92 ersteigert, bei der ich über Wochen immer wieder reingeguckt habe, im im Endeffekt fast jeden Artikel teilweise und rund die Hälfte ganz gelesen habe.

Von meinem persönlichen Standpunkt aus: es wird für printmedien nahezu unmöglich neue Käufer anzusprechen. Kein Mensch wartet für eine Kaufentscheidung 2 Wochen auf ein Magazin, um einen test zu lesen, was früher ja der Sinn solcher Magazine war.

-Einer der unheilvollen Fünf...

Bild des Benutzers bitt0r
bitt0r
Offline
Epic Maniac 12715M!SX
13. März 2017 - 10:49

rvn schrieb:

Conny Dachs.

letztens mal ein interview mit dem gelesen. dem war zu entnehmen das es der pornobranche seit dem internet auch nicht mehr so gut geht.


feel the HEAT!
Bild des Benutzers ChrisKong
ChrisKong
Offline
Epic Maniac 38739M!SX
13. März 2017 - 12:14

Der wurde vermutlich von einem Honigdachs gefickt.

ID ChrisKong79

Bild des Benutzers Vreen
Vreen
Offline
Gold Maniac 5984M!SX
13. März 2017 - 12:31

bitt0r schrieb:
rvn schrieb:

Conny Dachs.

letztens mal ein interview mit dem gelesen. dem war zu entnehmen das es der pornobranche seit dem internet auch nicht mehr so gut geht.

Ja, das merkt man leider. Es gibt kaum noch Filme mit Handlung, einer Laufzeit über 20 Minuten und vernünftigem produktionsaufwand. Früher haben Leute wie andrew blake auf 35 mm gedreht. Heute hat man nur noch kalte, anorganische digitalbilder.

Dafür laden täglich hunderttausend schlecht bezahlte semiprofessionelle sexarbeiter und abermillionen Freaks täglich ihre fickvideos hoch. Man hat kostenlosen Zugang zu mehr pornos als es Atome im menschlichen Körper gibt. Und genau soviel sind die Dinger auch wert.

-Einer der unheilvollen Fünf...

Bild des Benutzers Red XIII
Red XIII
Offline
Maniac 2375M!SX
14. März 2017 - 18:02

bitt0r schrieb:
rvn schrieb:

Conny Dachs.

letztens mal ein interview mit dem gelesen. dem war zu entnehmen das es der pornobranche seit dem internet auch nicht mehr so gut geht.

Ja, Spielezeitschriften und Pornos haben eben vieles gemeinsam.
Früher ging man in den Laden, um sich das Produkt seiner begierde zu besorgen, heute genügt
ein Mausklick, um mehr oder weniger gutes Material im Dutzend billiger zu bekommen.

"Ihr alle! Später!" "Ja. Später!"
ERAU QSSI DLRO WEHT

Seiten

Du bist nicht angemeldet!

Die M!-App für Android und iOS!