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02.08.2009 18:05 — Anonymous

Nach drei Tagen voller Spiele, Premieren und E-Sport-Wettkämpfe endete heute um 18 Uhr die Games Convention Online. Die weltweit erste Messe für Browser, Client und Mobile Games zog zwar insgesamt 43.000 Spieler nach Leipzig, verfehlte aber die Vorgabe der Leipziger Messe AG von 50.000 Besuchern. Trotzdem fällt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe, ein positives Fazit: "90 Prozent der Besucher waren Online-Spieler. Damit haben wir genau die Zielgruppe erreicht, die von der Branche erwartet wurde."

Auf 40.000 Quadratmetern hatten sich insgesamt 74 Aussteller aus acht Ländern präsentiert, darunter die beiden weltweit größten Publisher für Browserspiele, Bigpoint und Gameforge. Im Vorjahr waren es dagegen mit über 500 Ständen sieben-mal mehr Aussteller. Unter den 150 gezeigten Spielen waren zwar 50 Welt- und Europapremieren, dichtes Gedränge wie noch zur Blütezeit der Games Convention war trotzdem Fehlanzeige, auch wenn das Rahmenprogramm stimmte: Live-Bands, Kartbahn, Riesen-Kegelbahn, Strandbar und zahlreiche Verlosungsaktionen mit dem messetypischen Gebrülle ins Mikrofon. Als große Publikumsmesse ist die Games Convention Online dennoch kein allzu großer Erfolg. Immerhin sind viele Spieler weit angereist: Eine Umfrage unter den Besuchern ergab, dass 53 Prozent der Befragten über 100 Kilometer bis nach Leipzig gereist sind und 86 Prozent wollen im kommenden Jahr die GCO erneut besuchen.

Zufriedene Gesichter bei den Ausstellern – 90 Prozent wollen die GCO weiterempfehlen und im nächsten Jahr wieder dabei sein. Die Messeleitung hebt die große Zahl an Geschäftsgesprächen im Business Center hervor, Branchengrößen bestätigen diese Einschätzung.

Heiko Hubertz, Gründer und CEO Bigpoint GmbH: "Die erste Games Convention Online ist klein aber fein. Für uns hat sich der Stand im Business Center auf jeden Fall gelohnt. Unsere Erwartungen wurden erfüllt, und die erste GCO zeigte sich sehr professionell. Die Spezialisierung auf den Online- und Mobile-Spiele- Bereich befürworten wir und sind gespannt auf 2010."

Klaas Kersting, Vorstand der Gameforge AG: "Die Games Convention Online hat gezeigt, dass eine eigene Messe für Onlinespiele längst überfällig war - nicht ohne Grund hat Gameforge von Anfang an das Konzept aktiv unterstützt. Im Businessbereich war die Messe sehr erfolgreich für uns - tatsächlich konnten wir viele neue Kontakte knüpfen und sogar einige Deals direkt abschließen."

Die Games Convention Online 2010 ist von der Leipziger Messe AG bereits bestätigt. Ein genauer Termin steht noch nicht - man will sicherlich schauen, wie sich die gamescom in Köln präsentiert.

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Kommentare

Bild von Goombay Dance Band

Messe primär für Browserspiele finde ich irgendwie schräg. Eine Browsermesse wäre da konsequenter.

Ob alle Besucher wussten, dass die Games Convention gar nicht mehr DIE Games Convention ist?

wenn die vollpreis-titel-hersteller mal solche gewinnmargen einfahren würden wie die browserspielchen-hersteller, dann hätten wir jetzt nicht diese wehklagen der alteingesessenen. spiele browserspiele auch nicht privat, aber der markt ist extrem lukrativ: warum also keine messe hierzu? bigpoint hat mit "poisonville" übrigens ein browser-"gta" in der mache, das mehr als eine millionen euro verschlungen hat. dass da einiges in bewegung ist, erscheint überdeutlich - irgendwann auch in den köpfen der konsolen-zocker.

Bild von Segabasti

Ist das auf dem zweiten Bild nicht Ralph Baer, der Erfinder der ersten Videospielkonsole Odysey? ist doch gut, wenn so eine Messe sich etablieren kann. Jede Art von Spielen hat eine Platform verdient, auf der sie sich präsentieren kann.

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

@ segabasti: Ja richtig, der 87-jährige ist umtriebig. Erst auf dem LARA-Award in Köln, nu auf der GCO in Leipzig.

Bild von captain carot

Einen großen Vorteil haben die meisten Browsergames nunmal: Sie sind eher einfach gehalten, erschließen sich dem Spieler deswegen sehr schnell und eignen sich super für zwischendurch. Wer also nicht stundenlang durch Cyrodiil reisen oder sich mit der Steuerung auseinander setzen will ist dort meist genau richtig.

Dazu kommt, dass viele kostenlos weil werbefinanziert sind.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Ray_Stantz

@Philip - also wenn irgendwer Gewinne meldet, bin ich vorsichtig. Gerade in diesem Markt steckt viel Investment-Kohle aus Gamefonds etc, ob sich das alles auf lange Sicht rechnet, wird man sehen. 10Tacle hat auch einige Jahre totale tolle Zahlen gehabt und Gewinn vermeldet... begleitet von Mega-Messeauftritten... aber im Nachhinein stellte sich dann doch raus, dass das alles nicht sooo lukrativ war.

Bild von Segabasti

Solche Leute, wie Herrn Baer braucht es mehr, immer neuen Trends folgend :-)

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

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