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Lego Harry Potter (Test)
System Wii    Genre Action-Adventure    Entwickler Traveller's Tales    Hersteller Warner    USK 6

Noch ehe im Herbst ein weiteres Harry Potter-Spiel parallel zum nächsten Kinostreifen erscheint, veröffentlicht Warner den neuesten Streich der Lego-Experten von Traveller’s Tales. Der führt auf allen Systemen die bewährten Stärken der Lego-Abenteuer fort und bietet ein weiteres Mal familientauglichen Sammelspaß, der diesmal jedoch weitgehend auf Kämpfe verzichtet und verstärkt mit kleinen, teils fordernden Rätseln und Suchaufgaben unterhält. Mehr noch als in früheren Lego-Spielen lernt Ihr im Verlauf der vier Schuljahre umfassenden Zaubermär immer neue Fähigkeiten, die für das Aufspüren unzähliger Geheimnisse ebenso unerlässlich sind wie für den Level-Fortschritt. Baut aus Einzelteilen Objekte, entlockt Fackeln kostbare blaue Legoklötzchen und bewegt Gegenstände mittels Wingardium-Leviosa-Zauber durch den Raum.

Serientypisch bestreitet Ihr den umfangreichsten Story-Modus der Lego-Geschichte alleine mit einem erfreulich klugen und hilfreichen KI-Begleiter oder aber zusammen mit einem menschlichen Partner. Jederzeit wechselt Ihr dabei zwischen handlungsrelevanten Charakteren wie Hermine, Ron, Harry oder Hagrid. Nach einmaligem Meistern der Abschnitte kehrt Ihr mit bis zu 150 freispielbaren Charakteren aus dem Potter-Universum zurück und macht Euch auf die Suche nach weiteren Geheimnissen, die sich oftmals nur mit deren individuellen Kräften lüften lassen. Um sämtliche Wappenteile zu finden, von denen drei in jedem Abschnitt verborgen sind, schwingt sich Harry auf seinen Besen, spielt Quidditch, nimmt am Zauberunterricht Teil und erlebt Schlüsselszenen der ersten vier Kinofilme neu – wie gewohnt ohne Sprachausgabe und nur bruchstückhaft erzählt, doch erneut mit ironisch-witzigen Wendungen für so manchen Schmunzler.

+ zahllose Geheimnisse halten lange bei Laune
+ sukzessive neue Spielelemente verfügbar
+ familientauglicher Koop-Spaß für Eltern und Kinder
+ tolle Grafik mit detaillierten Hintergünden,...

– Handlung schwer nachvollziehbar
– Zaubern per Wii-Remote manchmal unpräzise

Michael Herde meint: Das bislang beste Lego-Spiel machte mich zunächst stutzig, denn es verzichtet auf großen Konsolen weitgehend auf gewohnte Kämpfe gegen 08/15-Feindscharen à la Lego Star Wars oder Lego Batman. Dafür muss ich mehr denn je grübeln und die Umgebung erkunden, bis ich den weiteren Weg entdeckt und geebnet habe. Das macht erneut zu zweit am meisten Spaß, zumal diverse Bonus-Zauber gegenseitigen Schabernack erlauben. Leider verstehen Potter-Unkundige von der Story kaum etwas und die Navigation des Zauberstabes klappt nicht immer reibungslos, auch manche Sprünge gehen durch die Spielperspektive in die Hose. Dafür überzeugt der Umfang und die Fülle neuer Spielelemente, allein die Sammelaufgaben beschäftigen Euch wochenlang. Die Wii-Version ist dabei inhaltsgleich zu den HD-Fassungen, gezaubert wird jedoch per Wii-Remote, was nicht immer so präzise und intuitiv klappt, wie ich mir das wünsche – per Analogstick klappt das besser.

82
M Umfangreiches Sammelabenteuer, das mit der Zeit immer neue Fähigkeiten einführt und Groß und Klein begeistert. M
M!-Rating 82 von 100       Grafik 7 von 10       Sound 7 von 10       Singleplayer 7 von 10       Multiplayer 8 von 10
Jahr 2010      Region PAL      Test erschienen in der M! Games 202 / 2010      Seite 68      Redakteur mh
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