
Ich mag BioWares Weltbild. Ich mag es, dass es kein Schwarz oder Weiß gibt. Dass man belohnt wird, wenn man versucht, die Welt mithilfe anderer statt im Alleingang zu retten. Dass Konflikte auch durch Dialoge lösbar sind und dass die Welten nicht nur aus Männern bestehen – abgesehen von der heißen Braut, die den Helden am Anfang fertigmacht, dann aber doch von ihm gerettet werden muss. Das alles hat die Sci-Fi-Reihe Mass ÂEffect erfüllt, in der Ihr den Âersten menschlichen Spectre ÂShepard spielt, der die Galaxie vor einer mysteriösen Maschinenrasse, den Reapern, retten muss. Mass Effect brillierte mit einer lebendigen Welt voller bunter, ausgefeilter Rassen und vielschichtiger Charaktere, nicht immer bar jeder Klischees, doch wurden diese meistens klug und konsequent erklärt (z.B. sexy Asari, kriegssüchtige Kroganer).
In dieser Hinsicht macht auch der dritte und finale Teil nichts falsch: Nachdem die Erde von den Reapern attackiert wurde, müsst Ihr versuchen, die anderen Spezies an Eurer Seite zu vereinen. Das ist leichter gesagt als getan: Denn alte Konflikte, wie die Genophage oder die Fehde zwischen Quarianern und Geth, die schon in den Vorgängern thematisiert wurden, flammen auf. Zudem macht Euch Cerberus, jene extremistische Pro-Menschen-OrgaÂnisation das Leben schwer, der sich Shepard in Teil 2 notgedrungen anschloss. Um all diese Wogen zu glätten, bereist Ihr mit Eurem Raumschiff Normandy die Galaxie. Unterstützt werdet Ihr von alten Bekannten (z.B. Joker, Garrus, Liara) und ein paar neuen Gesichtern.
Das Spielprinzip gleicht dem der Vorgänger: Ihr kämpft Euch in Third-Person-Deckungsshooter-Manier mit zwei Crewmitgliedern durch die fesselnde Hauptstory und zum Teil mäßig einfallsreiche ÂNebenmissionen. Dafür stehen Euch ein Arsenal an Schusswaffen und verschiedene klassenspezifische Talente zur Verfügung. Die großen Wummen wie Granatwerfer oder Bogenprojektor aus Teil 2 fehlen im Inventar, dafür kann Shepard alle Waffenarten benutzen – egal, welche Klasse Ihr für Euren Weltenretter gewählt habt. Auf Minispiele beim Türen öffnen oder Hacken wurde verzichtet, auch sonst gibt es in den durchwegs shooterlastigen ÂMissionen nur wenig zu entdecken.
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Kommentare
19.12.2010 - 12:57
vor 6 Stunden 24 Minuten
90 hättens find ich auch getan
13.03.2009 - 17:58
vor 3 Monate 3 Wochen
Als Rollenspiel Fan bin ich schon ein wenig traurig was aus ME geworden ist.
Trotzdem hat meinen seinen Spaß und soooo schlecht ist der Online Modus nicht, nur der Zwang ist eine frechheit. Bin mal gespannt was von BW kommt, wenn die Server zum Online Modus abgeschaltet werden.
Lustig finde ich den letzten Absatz von Seite 3, der vom Ende handelt. Genau so empfand ich und zich andere auch das Ende.
Schlimmer wurde es nur noch, als man sich darüber schlau gemacht hatte, was die anderen bewirken ... nämlich kaum etwas.
Ich glaube das ist auch das Problem am Ende insgesamt. Sie unterscheiden sich so gut wie gar nicht. Ich hoffe daher sehr das der kostenlose DLC ein paar Szenen dazu packt und erklärt was genau der unterschied ist. Auch wenn ich dieses 1,2 oder 3 Prinzip am Ende hasse!
25.09.2009 - 15:36
vor 14 Stunden 22 Minuten
Der Test kommt ein wenig spät.^^
Außerdem steht er schon im Heft.
The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts.
26.08.2010 - 12:31
vor 4 Stunden 44 Minuten
Ich bin enttäuscht von teil 3.... nach dem grandiosen ME2 geht ME3 locker 3 schritte zurück. Zu linear, zu wenig von allem was ME2 so genial gemacht hat und ein erzwungener online mode.... obendrein 'fühlen' sich viele lang erwarteten erklärungen an wie an den haaren herbei gezogen.
Für mich auf keinen fall ne 89 wert.... eher ne 78 oder so. Aber jedem das seine.
07.11.2009 - 11:52
vor 5 Stunden 13 Minuten
Ich finde, insgesamt eine gerechte Wertung. Teil 2 war einfach besser, weil unverbrauchter.
19.03.2012 - 11:23
vor 2 Stunden 14 Minuten
ME1 = 90 %; ME2 = 89% (360) / 90% (PS3). Da kommen auch mir die 89% für Teil drei viel zu viel vor. Angenommen ME2 bekommt 90%, dann reichen 75-79% für ME3 vollkommen aus. Da es wirklich in allen Belangen deutlich schlechter als Teil 2 ist.
12.04.2006 - 18:30
vor 1 Woche 2 Tage
Stimmt...in ALLEN BELANGEN!
Was für ein Blödsinn!
Das erkläre mir doch mal bitte genauer...;)
Die Szenarien sind auf jeden Fall die besten der Trilogy!....Das ist also schonmal auf der ME3-Haben Seite ;)
meine band: www.spinmyfate.de
13.03.2009 - 17:58
vor 3 Monate 3 Wochen
Die Episode mit Mordin gehört zu den besten Szenen. Soviel ich weiß haben daran auch noch alle Autoren daran gearbeitet. Aber die Epis mit Ranoch (Quarianer und Geth) kamen viel zu wenig.
Die Schauplätze huschten an einem einfach so vorbei. Sehr schade und traurig, da dadurch viel zu viel Atmossphähre fehlte. Ich hätte es geiler gefunden, wenn man z.B. wieder ein apaar Probleme seiner Crew lösen würde. So hätte man für oder mit Garrus nach seiner Familie auf Palavan suchen können.
Und wie schon im Test gesagt, dass die Dialoge fast nur noch automatisch ablaufen, macht ME 3 ziemlich langweilig.
Als Shooter mit Story ist ME 3 genial.
Aber als Rollenspiel mit guten Shootereinlagen ist ME 3 fast unter durchschnitt. Sehr traurig.
19.03.2012 - 11:23
vor 2 Stunden 14 Minuten
"Stimmt...in ALLEN BELANGEN!
Was für ein Blödsinn!
Das erkläre mir doch mal bitte genauer...;)"
-der Rollenspielanteil ist kaum noch verhanden
-das Spiel ist kürzer
-das Spiel ist linearer
-die Charaktäre sind nur oberflächlich dargestellt (z.B. war es in Teil 2 richtig gut mehr über die Charaktäre zu erfahren (Stichwort: Loyalitäts-Missionen)
-nur ein neuer Gefährte (ohne DLC)
-es gibt keine Möglichkeit mehr die Stroy zu beeinflussen (es ist scheiß egal, ob ich das "dicke, fiese Alien-Vieh" befreie oder nicht, es passiert exakt das Gleiche)
-die Gespräche wirken überflüssig, da es Wumpe ist, in welche Richtung sie verlaufen (Stichwort: Vorbild- und Abtrünnigerfunktion)
-kaum Nebenmissionen
-der Nachspann ist unvollständig (das kommt davon, wenn der Autor gegangen wird und durch die Putzfrau ersetzt werden muss)
-es gibt nur noch einen Planeten, der außerhalb der Missionen bereist werden kann (also nur noch die Citadel)
-nervige Nachlade Sequenz im Raumschiff (der wahrscheinlich überflüssigste Ganzkörper-Scan der Menschheitsgeschichte)
-keine Minispiele (Memory und Hacking)
-keine Mineralien für Upgrades
-Planeten werden nur dürftig gescannt (und selbst das wird im Prinzip nicht gebraucht)
-es ist einfach Wumpe, wieviele aktive Kriegsposten zum letzten Gefecht geschickt werden (bei Teil zwei war es wichtig, welcher Charakter was macht, genauso wie die Loyaltät)
-ich persönlich finde die 5 Lebensernergie Balken total albern, aber das kommt davon, wenn man die Spielschwierigkeit (auf Wahnsinn) erhöhen will ohne die Gegner "klüger" zu machen
-die "Laufanimationen" der Charaktere wirken noch schlechter als im 2. Teil
-die Optik soll "düsterer" sein, wirkt aber oft deplaziert
-die Third-Person-Shooter Mechanik ist schlechter als im zweiten Teil, da einerseits die Kämpfe unübersichtlicher wurden und die Trefferrückmeldung manchmal recht fragwürdig ist (meiner Meinung nach)
-weniger Taktik bei Shooter-Passagen nötig
-die Stroy (auch ohne Epilog) wirkt viel uninteressanter als die der beiden Vorgänger (e la "was interessiert mich das Universum, ich muss es ja nur retten)
"Stichwort: Alle Belange"
Also irgendwie fiel mir dazu kaum was ein. Ist doch ein verdienter 89%-Titel. :-D
13.03.2009 - 17:58
vor 3 Monate 3 Wochen
@ Sauerland
verdammt, wo ist hier der "gefällt mir" Button? xD
Aber die Bewertung ist halt schwierig, da ich nicht genau sehe, als was sich ME 3 verkaufen will. Als Shooter oder Rollenspiel?
Ich finde es jedenfalls verdammt doof, das fast alle Spiele, die mit EA zu tun haben, zu einem Call of Duty Schema umfunktioniert werden.
Wenn man ein Spiel als Rollenspiel plant und herausbringt und auch noch sagt, es soll eine Trilogie werden, dann sollten man auch auf dem Rollenspiel-Trip bleiben!
19.03.2012 - 11:23
vor 2 Stunden 14 Minuten
@Cloud
Das musst du die M!-Crew fragen, vielleicht wird der Like-Button dann eingeführt. :-D
Also ich finde das Spiel auch nicht total beschissen, es hat mir definitiv 25 Stunden Spaß gemacht, aber es ist gegenüber Teil 2 einfach viel schwächer. Mir geht es auch nicht darum, ob es jetzt 70, 75 oder 79% kriegen sollte, aber da die Punkte von 89 bzw. 90 suggerieren, dass es gleich gut wie der Vorgänger ist, finde ich die Bewertung sehr fragwürdig.
Was will es sein?! Ein durchschnittlicher Shooter, der im vorherigen Leben mal ein Rollenspiel war trifft am ehesten zu. Auch wenn die Story trotzdem noch auf einem sehr hohen Niveau angesidelt ist, kann dieses Spiel seine vielen Defizite nicht verbergen.
Was den CoD Vergleich angeht:
Vielleicht stellt EA eines Tages fest, dass sich Mario Kart noch besser verkauft als CoD und wir bewerfen die Reaper mit roten Schildkrötenpanzern und müssen den Inhalt der Fragezeichenfelder/-blöcke als DLC nachkaufen. Der aktuelle Horde-Modus lässt grüßen.