Willkommen bei MANIAC.de, der Website von M! Games      Was erwartet mich hier?
Melde Dich an oder erstelle Deinen  I, MANIAC Avatar und kommentiere und diskutiere mit!
I, MANIAC Nick
Passwort (vergessen?)
Home News Tests Blogs Videos Download-Games Podcast Forum Heft & Abo
29.05.2009 18:15 — Michael Herde

Ich bin sauer, der Grund: Die blinden Aktionisten sind wieder unterwegs, weshalb ich mich über einige Meldungen der vergangenen Tage doch sehr wundern muss. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sorgte wieder für Schlagzeilen und stellt seine Unkenntnis erneut unter Beweis. Seit dem Amoklauf in Winnenden war mir der Staatsbedienstete mehrmals unangenehm aufgefallen, weil er Herstellung und Vertrieb von gewalthaltigen Spielen verbieten wollte und noch immer will. "Spiele mit gewaltverherrlichenden und menschenverachtenden Inhalten sind zu verbieten", bekräftigte er dieser Tage seine Position und ignoriert dabei einmal mehr die Tatsache, dass derartige Medien (und damit auch Spiele) laut Paragraph 131 des Strafgesetzbuches in Deutschland bereits verboten sind. Nicht zuletzt deshalb gibt es in unserem Land neben dem weltweit einzigartigen Instrument der Indizierung auch die Möglichkeit der Beschlagnahmung. Weshalb sonst sind Videospiele wie Manhunt oder Condemned hierzulande verboten? Versteht mich nicht falsch: Ich befürworte Jugendschutz, wehre mich aber gegen eine Entmündigung erwachsener Videospieler. Das ist sicherlich eine schwierige Gratwanderung. Um diese zu meistern, bedarf es aber nicht Aufmerksamkeit heischender Polemik, sondern eines sachlichen Diskurses.

Uneinigkeit bei den Christdemokraten

Doch nun regt sich Widerstand in den eigenen Reihen: Der CSU-Nachwuchs der Jungen Union sprach sich unter der Leitung von JU-Chef Stefan Müller gegen ein Verbot von Ego-Shootern aus. Unterstützung erhält Müller dabei vom Bund der deutschen katholischen Jugend (BDJK). "Wir teilen diese Ansicht (Herrmanns, Anmerkung des Autors) nicht" heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Solche Forderungen wie die von Innenminister Herrmann entstünden aus dem "Problemlösungsdruck der Öffentlichkeit". Man wolle nicht eine ganze Personengruppe unter Generalverdacht stellen, sagen JU und BDKJ. Verständlicherweise hat die Öffentlichkeit ein Interesse an schnellen Lösungen, wenn Ereignisse wie in Winnenden die Menschen schockieren. Doch wie unlängst ein Leserbrief auf den Punkt brachte, lassen sich unliebsame Phänomene nicht einfach verbieten, denn die Ursachen liegen tiefer und sind komplexer. Deshalb fordern JU und BDKJ nicht Verbote, sondern konkrete Maßnahmen in der Sozialpolitik: "Bei der Amokprävention muss in den Bereichen angesetzt werden, in denen das soziale Leben der Betroffenen stattfindet: Die Familie und vor allem die Schule. Wir plädieren für die Einrichtung von Krisenteams an Schulen und einen verstärkten Einsatz von Schulsozialarbeitern, die eine Kultur des Hinhörens etablieren sollen. [...] Populistische Forderungen nach dem Verbotsreflex helfen nicht weiter. Wir lehnen ein Herstellungs- und Verbereitungsverbot von Egoshooter-Spielen ab", ist der Erklärung zu entnehmen.

Den Vogel schießt Herrmans Reaktion darauf ab: "Ich gehe zugunsten des BDKJ davon aus, dass er nicht weiß, wie brutal und gewaltverherrlichend solche 'Killerspiele' sind", zitiert heise.de den Minister. Als ob ER es wüsste. Aber halt! Vielleicht ereifere ich mich gerade und ich tue Herrmann unrecht. Am Ende ist er begeisterter Shooter-Fan und kann auf Erfahrungen aus erster Hand zurückgreifen. Nein, irgendwie glaube ich das nicht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Das E-Sport-Debakel

Und es geht munter weiter: Die Intel Friday Night ist eine E-Sport-Veranstaltung, die zunächst in Stuttgart hätte stattfinden sollen. Doch die Schwaben-Metropole liegt zu nah am Unglücksort Winnenden. Deshalb wollte die Stadtregierung nicht geschmacklos sein (oder Wählerstimmen riskieren) und untersagte das Festival der Gewalt (Sarkasmus-Alarm!), bei dem der Veranstalter Turtle Entertainment auch Counter-Strike anbieten wollte. Also wich man nach Nürnberg aus, mit gleichem Ergebnis. Zuletzt war Karlsruhe für das für den 5. Juni anberaumte Großereignis im Gespräch. Dort nämlich hatte Oberbürgermeister Heinz Fenrich die Veranstaltung Anfang Mai 2009 genehmigt. Zwar hält er Presseberichten zufolge selbst nicht viel von Spielen wie Counter-Strike, weiß aber um dessen Altersfreigabe ab 16 Jahren. Gleichzeitig war eine Eltern-LAN anberaumt, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) iniziiert wurde. Doch Fenrich hatte die Rechnung ohne die örtliche CDU-Fraktion gemacht, die der Stadtverwaltung Druck machte, die Veranstaltung abzusagen. "Aufgrund ihres gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakters können solche Spiele Jugendliche zu mehr Gewalt veranlassen", sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz zu KA-News. Auch der Karlsruher CDU-Vorsitzende Ingo Wellenreuther scheint sich ein Stück des stimmträchtigen Wahlkampfkuchens ergattern zu wollen. "Entscheidend ist im konkreten Fall nicht, ob Killerspiele derzeit schon gesetzlich verboten sind, sondern dass nach meiner Auffassung die Stadt Karlsruhe ihre Hallen für Veranstaltungen mit Killerspielen nicht vermieten sollte", ließ er im Rahmen des Streits um die Intel Friday Night verlauten.

Das Ergebnis des Machtkampfes zwischen der CDU-Fraktion im Rathaus und Oberbürgermeister Fenrich: Turtle-Geschäftsführer Ralf Reichert sagte die Veranstaltung ab. Man wolle sich nicht im kommunalen Wahlkampf instrumentalisieren lassen, begründete Turtle Entertainment die Absage. Damit kam das Unternehmen dem Beschluss der Stadtratssitzung zuvor. Reichert weiter: "Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird. In einem abschließenden Gespräch haben wir uns deshalb gestern mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen."

Aktionisten aller Länder vereinigt Euch

Und es gibt noch mehr absurde News: Nach Galeria Kaufhof ist Marktkauf die zweite Handelskette, die künftig keine Spiele 'ab 18' mehr anbieten möchte. Auch jenseits unserer Grenzen treiben Jugendschutzbestrebungen sonderbare Blüten: Der Kantonsrat von Sankt Gallen hat bei der Schweizer Bundesversammlung eine Standesinitiative eingereicht. Damit soll ein Gesetz verabschiedet werden, das Herstellung, Werbung, Einfuhr, Verkauf und Weitergabe von Spielen verbietet, in denen "grausame Gewalttäigkeiten gegen Menschen zum Spielerfolg beitragen." Und in Kalifornien will die von Arnold Schwarzenegger geführte Regierung vor dem Obersten Gerichtshof  für eine Verschärfung des Jugendschutzes kämpfen. "Die Macher von Videospielen nutzen schamlos die Verletzlichkeit von Kindern für ihre Profite", wird der Justizminister Jerry Brown zitiert. Immerhin muss ich zugestehen: Die Jugendschutzbestimmungen in den USA sind um einiges lascher als bei uns.

Ein Lichtblick

So, damit habe ich mir meinen Ärger von der Seele geschrieben. Es ist immer das Gleiche: Kaum passiert etwas Schlimmes, rennen alle wie kopflose Hühner herum, anstatt vernünftige, sachliche und zielführende Gespräche zu führen. Einen Schritt in die richtige Richtung geht der Münchner Verein für Videospielkultur: In der Facebook-Gruppe der Organisation schreibt Hendrik Lesser: "VSK im bayrischen Landtag. Am 17. Juni werden wir zusammen mit dem CAM, dem BIU, Game und der CSU Fraktion den guten bayrischen Landtagsabgeordneten zeigen was es an Spielen gibt. Hoffentlich von Wii Tennis zu Killzone :)"

Viel Erfolg, Leute!

 

Facebook studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace Windows Live Yahoo! Bookmarks del.icio.us Digg Wikio TwitThis Google MisterWong.DE StumbleUpon Technorati Webnews.de Yigg

Kommentare

Bild von Saldek

tja kann man nichts machen. Letztendlich können auch erzkonservative, medienfeindliche Politiker den Siegeszug dieses Mediums nicht aufhalten. Langsam aber sicher wird es alle Gesellschaftsschichten erreichen, egal ob Geschlecht, Alter oder Bildung. Früher war gaming eine Freizeitaktivität für Kinder und Teenager. Heute ist es eine stetig wachsende Megaindustrie mit zum Teil künstlerischem Anspruch und einer lebendigen Kultur (Homebrew, Retro, Esport usw). Und je mehr dieses Medium die Gesellschaft durchdringt, desto unattraktiver wird es für Politiker gegen dieses Medium zu polarisieren.

Denn nichts anderes machen Herr Bosbach, Herr Herrmann & Co. Esport verbieten, Paintball verbieten (fast) ... aber Waffenmessen in direkter Winnenden-Umgebung sind natürlich kein Problem.

Klar ist Jugendschutz wichtig und mal ehrlich, durch den Siegeszug der amerikanischen Gamingkultur sind Spiele tatsächlich brutaler geworden, nicht nur technikbedingt. Man darf (und sollte) sich fragen ob das in einigen Fällen nötig ist. Nur ist unser Jugendschutzsystem im Kern sehr gut. Es sollte in der Praxis nur richtig angewandt werden.

Letztendlich sollte man sich jeden Ärger darüber sparen, da wir aktuell eh nix machen können. Ihr als Redakteure im eingeschränkten Maße schon, da ihr eine öffentliche Plattform seid. Auch wenn Ihr leider nur die betroffene Klientel selber erreicht.

Prinzipiell sollte man einfach davon absehen solchen Parteien seine Stimme zu geben. Auch wenn das Thema gaming vielleicht nicht den höchsten Stellenwert hat. Es zeigt trotzdem wie einseitig und falsch diverse Politiker und Parteien argumentieren.
Möglichkeiten gibt es dieses Jahr genug, zu diversen Kommunalwahlen, Landtagswahlen, Europawahl & Bundestagswahl.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Bild von Feckless

Uah....was hier wieder abgeht.

Mal so gesehen, die Reaktionen heute sind ein Problem das sich in ein paar Jahrzehnten von selbst erledigt haben wird.

Genau wie Pornos, Rock musik, Horror Filme werden Videospiele irgendwann Mainstream sein. Wir sind auf dem besten Weg in diese Richtung (nicht zuletzt auch mal dank an Nintendo hier die gerne mal die Nichtspieler vor die Wii / den DS locken).

Ganz ehrlich..... ich hätte CDU gewählt.... aber wen man meinen Beruf und Hobby mit Kinderpornographie vergleicht.... da wird einem ja regelrecht aufgezwungen nicht sie zu Wählen.
Naja, noch kann sowas gemacht werden, aber lange bleiben diese unaufgeklärten Politiker nicht mehr an der Macht. Next Gen !!!!
Ist euch schonmal aufgefallen wie alt diese Politiker immer sind^^.
Damit haben se halt eine Stimme weniger...

Bild von Segabasti

Das problem ist nicht der Jugendschutz, es ist die Gesellschaft, in der wir leben.
Heut zu Tage ist alles, was einigermaßen Brutal und Blutrünstig ist, cool. Abgehackte Köpfe, Herumrennende, blutende Menschen und Folterfilme werden von Milionen gesehen. und deshalb werden solche Filme/ Spiele ja auch hergestellt, weil man damit Geld machen kann, weil wir immer mehr USA werden, immer weniger Kultur, dafür mehr Mainstream.
Der Herr Politiker hat mit seinen Äußerungen sicher unrecht, er greift sogar völlig daneben. Aber sollte wir uns nicht mal überlegen, ob solche Spiele wie Call of Duty wirklich nötig sind? Krieg haben wir als kleine Kinder im kindergarten gespielt, wer einmal eine Dokumentation über den 2. Weltkrieg gesehen hat, weis, wie furchtbar das alles war. Oder fragt mal eure Groß oder Urgroßeltern.

Videospiele zu verbieten ist nicht der Richtige Weg, vielmehr wird es endlich Zeit, das die Gesellschaft sich ändert, vor 20 Jahren galt es als cool, Super Mario, Pac Man und Co. zu spielen, heute wird all das als Kinderspiele abgetan, nur wo die Fetzen fliegen, Leichenteile und ähnlich abartiges herumliegen, das empfinden die Zocker heut zu Tage als geil. Zeigen (leider) auch die Verkaufszahlen.

Man sollte nicht ALLE Videospiele verbieten, aber Kriegs und Metzelspiele sollten in Amerika bleiben, wenn die das brauchen.

Eins noch, bisher konnte mir niemand, der Shooter- oder ähnliche Titel zockt, wirklich sagen, warum. Meist kam nur: Das ist eben cool, der echte Krieg ist doch gar nicht bei uns...und ähnliches.
Könnt Ihrs erklären?

Und wer behauptet, politiker verstünden nichts von Spielen und würde CDU wählen, dem kann ich nur sagen, der versteht nichts von Politik, wer CDU wählt, wählt Verbote, Abzocke und Ausbeutung, nicht nur in der Spielebranche.

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

Bild von captain carot

@Segabasti: Man sollte als Kulturmensch auch nicht den Fehler machen, und alle Amis über einen Kamm scheren, weil die ja angeblich alle waffenliebende, konservative Patrioten sind, die keinen Schimmer vom Rest der Welt haben.

Wie furchtbar der 2. Weltkrieg war, weiß ich von meinem Opa. Damit brauchst du mir ehrlich nicht zu kommen. Dass Shooter nichts mit echten Waffen zu tun haben, kann ich dir seit meiner Zeit beim Bund sagen.

Letztendlich spiele ich etwa GTA, weil ich mal ein richtiges Schwein sein kann, ohne dass jemandem was passiert, The Darkness, weil es auch mal Spaß macht, die bösen Jungs mit allen Tricks zu killen und FEAR wegen der m.M. genialen Stimmung und weil die K.I. mich manchmal echt fordert.
Und das tolle ist, niemand kommt dabei zu Schaden.

Allerdings spiele ich Kameo, Zelda, Mirror´s Edge (ohne zu ballern), Yoshi´s Island.... mindestens genau so gerne.

Ich mag auch Moulin Rouge und Underworld. Faust und Eragon...

Von daher verstehe ich dein Problem persönlich nicht.

Aber mit deinem letzten Satz hast du völlig recht. Ich würde keine Partei wählen, deren Familienministerin Homosexualität für eine Krankheit hält und in der Jugendarbeit nur mit religiösen Gruppen zusammenarbeiten will.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Segabasti

Die hällt Homosexualität für eine krankheit?? oh mann, sicher hab ich etwas stark vom lede rgezogen, aber ich meinte damit, das mich dieser Actionmist einfach an... auch im fernsehen, wo zu Ostern nur Filme kommen, wo einer hinterm maschinengewehr liegt...So wie Herr Ranicki es gesagt hat, im deutschen fernsehehn kommt nur noch ... und ähnlich ist es eben bei den Spielen, wo die Sinnlos Shooter leider immer mehr werden, nur deshalb ein Hobbie und eine sehr große Masse an Menschen in Deutschland als Amokläufer zu verteufeln ist Grundfalsch, es sind keine Amokläufer, sondern sie kriegen keine Alternative, die meisten zumindest nicht, schön das dich noch andere Spiele interessieren.

Übrigens: Warum bringt man nicht mal nen Fantasy Ego Shooter? Bunt, surealistisch und völlig an den haaren herbeigezogen, mal sehehn, ob die Herren Politiker dann auch noch meckern.

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

Bild von buddy4all

Langsam nervt das Thema aber richtig! Hoffentlich trägt das Engagement von Instituten wie dem BIU bald ordentliche Früchte, wäre echt wünschenswert...

Habe grad den Trailer zu MODERN WARFARE 2 gesehen, und muss sagen, dass er Lust auf mehr macht, ist mir nämlich sch**ßegal, was andere von solchen Spielen halten. Wie hoch der Grad der Gewalt dabei ist, spielt für mich aber keine Rolle.

Bild von captain carot

@Segabasti: Für mich ist reale Gewalt, egal ob physisch oder psyschisch nun mal viel schlimmer. Deshalb seh ich im Zweifelsfall lieber die 1000. Wiederholung von irgendeinem Actionmist, als den ganzen Realitysoap und Casting Schund. Da wird echten Menschen, die gar nicht wissen, worauf sie sich einlassen, schlimmster Psychoterror angetan und die meisten merken das erst viel später, wenn die Kamera aus ist und die Sendung vllt. sogar schon gelaufen.

Tatsache ist aber, und in dem Punkt gebe ich dir recht, die Qualität der Gewaltdarstellung heutzutage ist schon heftig. Man sehe sich mal seinerzeit richtig harte Filme wie Dirty Harry oder die ersten beiden Mad Max Filme uncut an (Mad Max ist uncut tatsächlich auf dem Index) und vergleiche das mit Filmen, die heutzutage Freigaben ab 16 bekommen und teils schon um 20:15 laufen. Oder eben indizierte Spiele Anfang der 90er mit freigegebenen Titeln wie Dead Space.

Andererseits war ein verdammt großer teil der Spiele zu 2D Zeiten Ballereien wie Contra oder Hack&Slays a la Golden Axe. Genau so gibt´s heute noch tonnenweise gewaltfreies. Nur sind die Big Budget Produktionen genau wie in Hollywood oft so ausgelegt, dass sie jugendliche und Erwachsene auf möglichst breiter Ebene interessieren. Da spielen Ballereien und Gewalt eben eine ähnlich große Rolle. Bei den letzten Coenfilmen, No Country for old men und Burn After Reading etwa hätte die Gewalt nicht so exzessiv gezeigt werden müssen.

Ja, ich mag auch gewalthaltiges, aber nicht nur. Am PC spiele ich etwa liebend gerne das Freewarespiel Plasma Pong, das im Prinzip eben eine Pongvariante ist, wenn auch eine verdammt geil gemachte. Ich liebe Lemmings und bei Mirrors Edge spiele ich eigentlich immer ohne Waffen.

Aber Verbote würden mir selbst dann sauer aufstoßen, wenn ich keine ab 18 Spiele zocken würde. Und sei es etwa, weil unter anderem sogenannte Anscheinswaffen (Softairpistolen) weiter von Jugendlichen gekauft werden, weil Politiker schlimmste Formen von Polemik und Agitation verwenden, um auf Stimmenfang zu gehen, statt ihrer Aufgabe getreu objektiv und unter Zuhilfenahme von Experten zu handeln und weil Verbote immer auch und gerade die Kultur treffen.

Reale Gewalt ist absolut nicht mein Ding, wenn es nur gewalthaltiges in Filmen und Spielen geben würde, ich würde wohl nicht mehr zocken. Aber mal nen netten Splatter, der blutige Pfad Gottes oder Hitman, mal FEAR oder Fallout uncut, das geht für mich zumindest voll und ganz in Ordnung.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Saldek

hm für mich ist Gewalt kein wichtiges Element in Spielen. Es sei den es wurde von den Entwicklern eingebaut, dann möchte ich's auch nicht zensiert haben. Aber das ist eher eine Prinzipfrage.
Im Gegenteil, Spiele mit ernsthafter Gewaltdarstellung sind ja zu geschätzten 99% Actiontitel. Und dieses simple Interaktionsprinzip langweilt mich.

Für die Publisher sind die Spiele super günstig zu produzieren, für gamer bieten sie einen unkomplizierten Einstieg, schnelles feedback vom Programm und bedienen sich natürlich auch an unserer Faszination für Waffen, Kampf und Militär. Diese militante Grundeinstellung ist uns allen leider anerzogen, mal mehr mal weniger, egal ob in der Realität jetzt Pazifist oder nicht. Vielleicht ist es auch ganz natürlich, wer weiß. Eine dicke Waffe im Anschlag, Machtgefühle beim Snipern, das Spiel vom Jäger und Gejagden. Ich denke darum sind diese Spiele so erfolgreich. Leveldesign, Story, Charaentwicklung usw sind größtenteils unwichtig. Das simple Grundprinzip schafft Kapazitäten für modernste Grafiktechnologie, was natürlich auch wieder verkaufsfördernd ist. Früher wars die JnR-Welle, heute ist's die FPS-Welle.

Ich mag eher Spiele wie Fahrenheit, Ecco, Ico/ SotC, Shenmue, Radiata Stories, Tomb Raider, Okami, Anno, Braid usw. Solche Spiele sind natürlich schwieriger zu designen und programmieren.

Meine Lieblingsshooter sind HL, HL2 und Alien Trilogy. Letzteres wegen der düsteren Atmosphäre & Musik. Die HL-Teile wegen dem göttlichen Spiel- und Leveldesign und der unglaublich guten Atmo.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Bild von buddy4all

@Saldek: "Leveldesign, Story, Charaentwicklung usw sind größtenteils unwichtig." vs. " Die HL-Teile wegen dem göttlichen Spiel- und Leveldesign und der unglaublich guten Atmo."

Ich denke, FPS machen auch mehr als genug Arbeit, fehlendes Leveldesign oder eine nicht vorhandene KI kann man nur den wenigsten Vertretern dieser Sparte nachsagen. Schlechte und simple Spiele gibt's zudem auch in anderen Genres. Zumal Shooter wie CoD von ihrem Mehrspielerpart leben. Und da könnte dann der Hund begraben liegen: Was macht Online Spaß, wo muss ich kein Crack sein, um Erfolgserlebnisse zu verbuchen? Race Driver Grid ist für mich z.b. nicht so motivierend, da ja eigentlich nur die Pole Position zufriedenstellt. Oder bei Street Fighter 4 bin ich schon so oft auf haushoch überlegene Gegner gestoßen, dass es irgendwann frustriert. Bleiben noch die Sportspiele, von denen ich keins zum Vollpreis erwerben würde, ach und die RPG-Zeitfresser, die für zwischendurch eher weniger geeignet sind. Somit bleibt für mich nur die stupide Ego-Action... :-)

Bild von Saldek

jaa ok, ich muss sagen für mich war HL1 und 2 immer eine angenehme Shooter-Ausnahme. Ich will auch nicht prinzipiell alle über einen Kamm scheren.

Ich bin was games angeht eh ziemlich wählerisch. Unter Shootern und Action verstehe ich die ganzen Call of Duties, Killzone's, Resistance, Socom's usw. Diese ganzen Braun-in-Braun Spiele von der Stange.

HL dagegen hat farbige, stilsichere Grafik, Abwechslung, fantastische Charaktere, es erzählt eine Geschichte und bietet ein makelloses Spieldesign. Von Atmosphäre ganz zu schweigen.

Beim Onlinepart hast du recht, dafür bieten sich diese Spiele einfach an.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Bild von captain carot

@Saldek: Erstmal, gute Shooter, die auch noch einfallsreich sind, sind eher selten, aber das trifft auf jedes Genre zu. Einige FPS Titel sind aber ganz herausragend. Etwa Alien Trilogy, Goldeneye, Timesplitters (weil´s so ganz anders war), Alien vs. Predator 2 (Atmo und Story, intelligentes Spieldesign), Stalker (leider nur PC), FEAR oder auch the Darkness (selten überhaupt bei einem westlichen Spiel so eine gute Story und so viele kleine Details gesehen).
Die größten Titel wie CoD oder Counter Strike leben aber eben vom Online Part, weil man schnell einsteigen und sich trotzdem gewaltig verbessern kann, weil eine Runde schnell gezockt ist und man trotzdem den ganzen Abend Unterhaltung haben kann...

Zum Teil hast du auch mit der Vermutung recht, dass uns das ganze im Blut liegt. Wenn wir auch noch so sehr in einer modernen Hightech Gesellschaft leben, wir sind weder physisch noch psyschisch weiter als Steinzeitmenschen. Unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen sind auch alles andere als friedlich. Also ja, man könnte sagen, dass uns Gewalt zumindest zu einem gewissen Grad im Blut bzw. in den Genen liegt. Das heißt aber nicht, dass man sich selbst nicht unter Kontrolle halten sollte.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Tiuri

Schöne Zusammenfassung der aktuellen Lage Michael. Vor allem die abgesagten eSport-Events geben mir sehr zu denken (auch wenn ich mit sowas nichts am hut habe), da es nicht EINEN vernünftigen Grund gibt solche Veranstaltungen zu canceln. Ich schätze im Ausland lacht man (mal wieder) über uns. Die ESL ist doch soweit ich gelesen hab recht angesehen - warum versuchen inkompetente Politiker das kaputt zu machen!? Als ob wir nicht schon genug Entwicklungsland wären in Sachen Spiele(entwickler). Traurig, das ganze.

Was ich übrigens faszinierend finde: Beim Thema Internetzensur wird ständig von Zensursula und Co. auf's Ausland verwiesen, weil das System da ja so wunderbar funktioniert (*hüstel*). Bei Killerspielen wird das Ausland dagegen nicht erwähnt. Nehmen wir Österreich: Nach der Logik unserer lieben Politiker müssten dort die Menschen dort am laufenden Band Amok laufen, schließlich bekommen sie Filme und Spiele fast alle uncut. Soweit ich weiß ist dem aber nicht so - und nun?

Witzig auch dass man hier und da liest wir Zocker würden zu emotional und nicht objektiv argumentieren, wenn auf der anderen Seite reichlich unverschämte Aussagen z.B. vom CSU-Herrmann kommen, die unter aller Sau sind und eine vernünftige Diskussion quasi unmöglich machen. Ist genau wie bei der Internetzensur-Debatte, wo Ursula voll der Laie teilweise einen Dünnpfiff von sich gibt, das es nicht mehr feierlich ist.

Ich glaube jeder 10-jährige könnte vernünftiger über diese Themen reden als die Politiker. ¬.¬

LG,
Thommy

P.S. @Segabasti:
Ich möchte Dir ja nicht zu nahe treten, aber Du bist mit Deinen Äußerungen nicht viel besser als die Verbotsforderer, wenn Du schreibst "Man sollte nicht ALLE Videospiele verbieten, aber Kriegs und Metzelspiele sollten in Amerika bleiben, wenn die das brauchen." Was soll das? Du setzt also Deinen persönlichen Geschmack als Norm für alle? Erwachsene sollen bitte schön Horror/Splatter-, Kriegs-Spiele ( bzw. -Filme) und andere harte Kost konsumieren können solange sie möchten. Wer gibt Dir oder anderen das Recht ihnen das abzusprechen? DU magst solche Games nicht, fein, dann nehme ich an es zwingt Dich niemand sie zu spielen. Du ärgerst Dich darüber dass es soviele davon gibt (was ich übrigens sofort abstreiten würde, siehe USK-Statistik!), aber so ist das halt: Der Massenmarkt richtet sich nicht nach Deinem persönlichen Geschmack. ;-)

Ich seh das so wie CC, ich zocke supergerne Kriegsshooter wie "Call of Duty", splattere mich mit unheimlich viel Spaß durch Zombiehorden im Vorgänger von "Dead Rising II" (^^) und lynche gerne Leute mit der Klaviersaite ab in "Hitman". Auf der Dreamcast habe ich sehr gerne im Vorgänger von "Soldier of Fortune II" die Gegner gequält und in ihre Einzelteile zerlegt.. hehe..
Aber ich habe Neuigkeiten für alle Killerspiel-Gegner: Zwischen Spiel und Realität besteht ein himmelweiter Unterschied! Ich tue mit dem Zocken solcher Games niemandem weh, also warum sollte ich das nicht mehr dürfen?
Selbstverständlich zocke ich auf der anderen Seite auch sehr gerne "Crash Bandicoot", "Top Spin", "Super Monkey Ball", "Kameo", "Donkey Konga", "Singstar" oder oder oder... Die gesunde Mischung macht's! :-)

Bild von captain carot

@Tiuri: Was wundert dich das denn bei der CSU? Faszinierend finde ich nur, dass es noch krassere Exemplare gibt, etwa die angeblich christlichen Neofaschisten, die alles Homo verbieten wollen, den muslimischen Nachwuchs gerne begrenzen würden, Moscheen und was weiß ich schließen und natürlich ganz nebenbei nicht nur gegen Killerspiele sondern Videospiele sind. Hab den Namen der Partei gerade vergessen, waren´s nun die Bibeltreuen Christen, oder gleich die KKK Partei?

Momentan wird halt ein sicherlich schreckliches Ereignis gnadenlos für den Wahlkampf missbraucht, während ich nicht wissen will, wieviele Menschen in den Wochen seit Winnenden durch Verkehrsunfälle in Zusammenhang mit Alkohol gestorben sind. Redet deswegen irgendjemand davon, dass man zum Wagen starten zukünftig in ein ins Armaturenbrett eingelassenes Röhrchen pusten muss?

Was Frau von der Leyen, ihren Webfilter und ihre Jugendpolitik angeht, davon wollen wir hier gar nicht erst anfangen. Ich findde allerdings, dass eine Frau, die Homosexualität für eine (heilbare) Krankheit hält, die nicht mit Nichtreligiösen Gruppen zusammenarbeiten will und von der ein Familienmitglied Kopf einer Firma ist, die Webfiltertechnik anbietet, als Familienministerin ziemlich verkehrt ist.

Also liebe Zocker, überlegt euch gut, ob ihr CDU/CSU wählt, oder etwas zukunftsträchtigeres. Übriegns sind nächsten Sonntag Europawahlen.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Tiuri

Hast Du da mal einen Link für mich, eine Quelle, was Ursel und Ihre Einstellung zu Homos angeht? Ich glaub das war mir entgangen, würd's gern mal nachlesen wenn's entsprechende Aussagen gibt. ^^

P.S. Was die Wahlen angeht hab ich einen heißen Tipp:
http://www.youtube.com/watch?v=5MNqH1--CFs

*LOL*

Bild von dmhvader

Ich glaube mittlerweile, dass das auch andere Gründe dahinter stecken, z.B. sollen sich die Kinder und Jugendlichen natürlich in erster Linie um Schule und Ausbildung kümmern und nicht den ganzen Tag vor der Daddel-Kiste hocken! Ein gebildetes und fleißig arbeitendes Volk ist eben wichtig für unsere Gesellschaft, da zählt das Interesse des Einzelnen einfach nicht!
Der Pfeiffer ist doch auch für eine Ganztagsschule in D, so weit ich gehört habe! Dann sollen die sowas hier doch einführen und den Kiddies mehr Zeit zum Lernen aufbrummen!
Aber generell habe ich für mich erkannt, dass der kleine Mann nur dazu da ist, dem Staat die Kohle ranzuschaufeln! Zuviel Spaß darf der moderne Mensch gar nicht haben - das lenkt nur zu stark von der Arbeit ab!
Deswegen bin ich der Meinung, dass auch wir Erwachsenen in die Schranken gewiesen werden sollen, denn D ist nun mal der Zahlmeister und das produktivste Volk der Welt - quasi der Wirtschaftsmotor unseres Planeten! Das würde auch die schärferen Jugend (Spaß-) schutzgesetze hierzulande erklären!
ICH RIECHE DA EINE RIESEN VERSCHWÖRUNG ;o)

My Daddel-History: 1983:Atari2600 • 1985:C64 • 1988:AtariST • 1992:Mega Drive • 1994:MD32X • 1995:Atari Jaguar & PS1 • 1997:N64 • 1999:Dreamcast • 2000:PS2 • 2003:XBox • 2004:Gamecube • 2005:XBox360 • 2006:Wii • 2007:PS3 • 2012: PSVita

Bild von captain carot

@Tiuri: THX. So machen die Spots der Christfaschistischen Mitte doch gleich viel mehr Spaß. Natürlich waren die netten Kollegen auch die, die ich meinte. Trotzdem frag ich mich bei denen manchmal, ob die schon größere Mengen von Kutten mit modischen spitzen, weißen Hüten bestellt haben. ^^

Die Quelle muss ich mal suchen, aber nach der Wahl 2005 wurde von Ursel aus dem Eis eine Studie abgesägt, die die vier mal höhere Suizidrate von homosexuellen Jugendlichen erklären sollte und noch einiges mehr.

@dmhvader: LOL. Die Verschwörungstheorie ist für den Anfang nicht schlecht. Musst mal die Details ausarbeiten.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Segabasti

Hm, es ist eher umgekehrt, möglichst wenig Bildung, damit die Menschen Dumm gehalten werden können, zum Glück kann man sich Wissen auch anders aneignen (Wenn man es will).

Und nein, es ist nicht mein persönlicher Geschmack, der da durchschlägt, ich hab auch schon Counter Strike am PC mit meinem Bro gezockt und fand es ganz unterhaltsam, vor allem Aufgrund der Tatsache, das man sich Strategien erarbeiten musste und nicht nur durch wildes losballern zum Ziel kam.

Es kotzt mich nur diese Gottverdammte Verrohung überall an...
damit steh ich wohl allein da, nix gegen Shooter, aber wenn man den Figuren dann noch Körperteile abtrennen kann, was bitte hat das dann noch mit Kunst (Ja Videospiele sind Kunst und Kreativität für mich) zu tun? Ist eher primitiv, als Kunst.

Sowas wie Shenmue fehlt viel mehr, wo man das ganze Spiel über ohne Waffe auskommt. Oder Zelda, das ja Phantasy also an den Haaren herbeigezogen ist. das sind für mich Videospiele, die mich in eine ANDERE Welt abtauchen lassen, nicht den realen (Kriegs) Alltag der im nahen Osten und vielen anderen Ländern dieser Welt herrscht erleben lassen.

Gegen Leute, die gern solche Spiele spielen hab ich nichts, schließlich ist es "nur" ein Spiel.
MadWorld zum Bleistift ist auch gar nicht mein Ding, wohingegen ich Probotector wieder klasse finde. Warum entwickeln die Entwickler nicht mehr 2-D Shooter, das wär cool.

Vielleicht drücke ich mich auch nicht richtig aus: ICH VERABSCHEUE WAHLKAMPF MIT DEM THEMA KILLERSPIELE. Die Politiker, die das zu instrumentalisieren versuchen, sind in diesem (und auch anderen) Themen inkompetent.
Es sollte denen echt mal jemand ne Einladung zur Gamescom oder E3 schicken und sie die Spiele spielen lassen. Ich wette, danach ändern die Ihre Meinung.

vieleicht bin ich aber auf dem Holzweg, vieleicht sind genannte Spiele doch Kunst (es gibt ja auch Ausstellungen mit echtten Leichen (kotz))

Der Massenmarkt richtet sich nach den "angesagten" Sachen. was sich verkauft, wird produziert, aber zum Glück nicht nur. Nur ist es so, das Schüler schon ausgelacht und Teilweise gemobbt werden, wenn sie lieber Super Mario, Klonoa und Pokemon als Call of Duty , GTA oder Fifa spielen. DAS muss sich ändern, das fast Jeder, der den Massengeschmack nicht mitgeht, gleich Aussenseiter ist.
"Was, Du hast Saw nicht gesehen? Da kannst Du ja gar nicht mitreden."
Klar, das man dann ins Kino rennt, nur um sich diesen Blödsinn anzugucken. "Du hast dir echt Harry potter angesehen? Bist du Schwul oder Pädofil?" Sowas durfte ich mit zum beispiel in der Berufsschule zu filmen anhören. Beis Spielen das geliche, Sonic und Mario und sogar Zelda galten als Schwuchtel und Kinderspiele, Cool waren nur GTA, Fifa und überhaupt nur die PS 3.

Aber ich denke, das das überall ein bisschen anders ist. Leider aber meistens nicht. Die Politiker müssen komplett umdenken, wir müssen nur mal kurz nachdenken: Ist jemand ein Außenseiter, weil er lieber Pokemon als GTA spielt? ich sage NEIN!

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

Bild von chief wiggum

Wieso wird hier immer wieder behauptet, die Politiker seien beim Thema Viedeospiele inkompetent? Woher nehmt ihr diese Vermutung? Nur weil sie anderer Meinung sind? Weil sie die Spiele weniger spielen als die Gamer? Sind Sie nicht vllt deshalb weit weniger befangen?
Und wieso wird hier immer wieder betont, dass Killerspiele ja niemandem weh tun und Spaß machen können, im nächsten Satz aber sofort die Rechtfertigung kommt:... ich spiele aber auch anderes...
Wäre sicher interessant zu sehen, wie sich die Politiker in einem Forum über die Gamer auslassen. Nur haben die wohl wichtigeres zu tun...

Ihr solltet mal den Perspektivwechsel probieren und euch überlegen, wie ihr mit entsprechender Verantwortung handeln würdet. Es gibt nun mal wichtigeres als Computerspiele auf der Welt: nämlich das Wohl der Menschen. Wenn man nun den Verdacht hat, dass das eine das andere einschränken könnte, ist es doch nur vernünftig auf Nummer sicher zu gehen. Oder wer will sich schon vorwerfen lassen, nach einem Amoklauf nicht frühzeitig gehandelt zu haben? Da verprellt man doch lieber ein paar Gamer.

Der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter!

@ chief wiggum

genau!

einfach alles mal auf verdacht verbieten!

das wohl aller zählt, darum schränken wir das individum ein!

scheiß drauf!

wir sichern alles ab, auch das internet!

du wärst in DDR bestimmt blockwart geworden, du bist der staatsbürger nummer eins!

Bild von chief wiggum

@Brot

Naja ist schon krass wie wir das Individuum einschränken, wenn es sich grünes statt rotes Blut ansehen muss, oder wenn die Leichen im Spiel nicht liegenbleiben... Da nehmen wir doch lieber ein paar tote Schulkinder in Kauf....

scheiß drauf!

Jetzt hab ich mich doch hinleiten lassen und mich durch den Sarkasmus auf dein Niveau begeben.

Du solltest die Chancen und Risiken neu gewichten! Damit meine ich nicht, dass du deine Meinung ändern sollst, sondern nur zu verstehen versuchen, dass und vllt auch warum andere Menschen anderer Meinung sind. Und dann wenn dir das gelungen ist (oder auch nicht) solltest du Feindseligkeit und Sarkasmus (ich fasse mir da an die eigene Nase, wollte aber sicher gehen dass du es verstehst) in deinen Antworten vermeiden.

Der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter!

Bild von chief wiggum

Wenn man Realität so versteht, dass sie in gewisser Beziehung zum wahrnehmenden Subjekt steht, dann lässt dieser Tatbestand keine Rückschlüsse auf die Welt an sich zu. Für den Menschen existiert nur, was für ihn erkennbar ist. Jeder andere Rückschluss ist spekulative Metaphysik. Die Sinne des Menschen werden affiziert (ob nun entsprechend der atomistischen Assoziationspsychologie oder der Gestaltpsychologie ist dabei unerheblich) und es entsteht ein Umwandlungsprozess, der zu den Erscheinungen im menschlichen Bewusstsein führt (Kant oder Kuhn, bei letzterem heißen die Affizierungen Stimuli). Diese Erscheinungen, die ja in Beziehung zum wahrnehmenden Subjekt stehen sind also genauso vielfältig wie die Menschen selbst.
Wie kann man also behaupten, dass die Wahrnehmung und die daraus entstehende Realität (in Bezug auf gewaltdarstellende Videospiele) bei jedem Kind dieselben wären, bzw. Erklärungsversuche nach dem Motto: "...ich bin ja auch kein Amokläufer nur weil ich die Spiele spiele..." zu starten?

Der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter!

Bild von Saldek

@chief:

leider sind die meisten Politiker wirklich inkompetent in dieser Beziehung. Wie komme ich darauf? Da gibt es viele Gründe. Zum einen wird diese Debatte nicht sachlich geführt... 30 Minuten nach einem Amoklauf kommen die ersten Spieleverbotsforderungen, bevor auch nur annähernd alle Fakten auf dem Tisch liegen. Es gibt Vergleiche zur Kinderpornografie und nicht selten geradezu abstruse und beleidigende Diffamierungen von Gamern.

Dazu kommt das die meisten Politiker nie Spiele gespielt haben. Mir fällt da bspw. die "hartaberfair" Talkshow vor einigen Wochen ein, als Herr Bosbach einem Gesprächspartner wütend vorwarf er würde gar nicht wissen was für perverse Inhalte unsere Kinder konsumieren würden. Redete von "Foltermaschinen" mit denen man Frauen verstümmeln müsste und Spiele wo es Punkte gäbe für das Vergewaltigen von Frauen usw. Absolut schockierend.
Als der (etwas zu ruhige) Gesprächspartner fragte, ob er denn so ein Spiel je gesehen oder gar gespielt habe, reagierte Bosbach entrüstet "ja muss ich denn Baum sein um den Urwald zu schützen?".

Auch unser Ritter gegen neue Medien, Herr Prof. Pfeiffer, sagte ja selbst das er nur gelegentlich Schach am PC zocken würde. Nicht nur das er den weltfremden Hassbrief, den "Kölner Aufruf" zu verantworten hat... er wirft ständig mit seltsamen Studien um sich, bezeichnet aber die noch häufiger vorhandenen Studien anderer angesehener Wissenschaftler alle als "von der Industrie erkauft". So darf ein sachlicher, lösungsbezogener Diskurs nicht aussehen.

Mir gefällt auch die einseitige Betrachtung dieser Leute nicht. Einem Spiel zuzuschauen ist immer etwas anderers als selber zu spielen. Besonders kritisch wird es, wenn ein konservativer, 60 jähriger Politiker die Zuschauerrolle übernimmt, der nie Kontakt mit diesem Medium hatte (was du als "unbefangen" bezeichnest). Er sieht nur wie virtuell Menschen getötet werden. Und er sieht einen konzentrierten, abwesenden Spieler der offensichtlich Spaß daran hat.
Für den Spieler hingegen ist dieses Gewaltelement für sich genommen oft kaum relevant. Er legt Wert auf die Spannung im Gefecht, da bspw. hinter der Ecke ein Scharfschütze lauert, er erfreut sich am intelligenten Leveldesign oder der intensiven Mittedrin-Atmosphäre (z.B. HL2) oder legt beim CS-Duell Wert auf Team-Strategie und Reaktionsgeschwindigkeit.

Diese Aspekte werden nicht berücksichtigt und können es ohne Spieleerfahrung auch nicht.

Ich kann auch nicht an einer philosophischen Diskussionsrunde über Kants Kritik der reinen Vernunft teilnehmen, wenn ich dieses Werk nie gelesen habe. Geschweige denn verstanden.

Ich könnte hier noch unzählige Beispiele nennen, das Missverständnis über Ursache und Wirkung des Konsums gewalthaltiger Spiele ausführen usw. Aber der Beitrag ist eh schon zu lang.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Bild von chief wiggum

@ saldek
Dass für den Spieler die Gewaltelemente für sich genommen kaum relevant sind fällt mir schwer zu glauben, wenn man sich die Anzahl der Spiele anschaut, die eben solche Gewaltelemente als Verkausargument nutzen. Oder wenn Mitschüler ihre Klassenkameraden hänseln weil diese Pokemon statt GTA spielen (wie hier irgendwo geschrieben steht).
Ich verstehe aber was du meinst und finde auch das viele Spiele mehr bieten als nur virtuell Gewalt ausüben zu können.
Aber ich gehe davon aus, dass auch den Politikern klar ist, dass die Spiele vielen Menschen Spaß machen. Nur das ist nicht der Punkt.

Du schilderst einen konservativen 60 jährigen Politiker der sich als Zuschauer eine Meinung bilden will und da er nur sieht wie virtuell Menschen erschossen werden, bekommt er ein falsches Bild, da er die Spannung u.s.w. im Spiel nicht unmittelbar erfährt. (so habe ich dich verstanden). Nun finde ich, dass dieser 60 jährige Mensch, vorrausgesetzt er ist unvoreingenommen, durchaus in der Lage ist sich eine Meinung zu bilden (auch ohne selbst gespielt zu haben). [Der kleine Bruder der seinem Größeren beim Spielen zuschaut, tut das übrigens auch.] Schließlich sieht der Zuschauer das Spiel, und den Spieler bzw. dessen Emotionen oder Handeln. Für den Spieler selbst ist es doch viel schwieriger, sich selbst zu hinterfragen und zum Anschauungsobjekt zu machen.

Kann sein dass der Vergleich unpassend ist, aber ich bringe ihn trotzdem:
Wenn man die Wirkung von Drogen auf die Gesellschaft erfassen will, fängt man nicht an selbst welche zu nehmen.
Na gut das gabs auch schon, aber das ist auf jeden Fall nicht der erfolgversprechendste Weg.

Der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter!

Bild von Tiuri

Da gab's doch neulich wieder Stress als (anscheinend vorweigend minderjährige) Fußballfans betrunken auf Polizisten losgegangen sind. Interessant: Gefordert wird u.a. mal wieder ein Killerspielverbot - wo bleiben die Forderungen Fußball und Alkohol zu verbieten? Läge ja wohl viel näher.. ;)

@Segabasti:
"damit steh ich wohl allein da, nix gegen Shooter, aber wenn man den Figuren dann noch Körperteile abtrennen kann, was bitte hat das dann noch mit Kunst (Ja Videospiele sind Kunst und Kreativität für mich) zu tun? Ist eher primitiv, als Kunst."
--> Mag sein, aber die Hauptsache ist es macht Spaß. Und bei dem erwähnten Dreamcast-Shooter hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht die Gegner in ihre Einzelteile zu zerlegen. Und wieder sind wir beim Thema: DIR gefällt das nicht (selbstverständlich geht es hier um persönlichen Geschmack!), aber deswegen spricht doch nichts dagegen dass es solche Spiele gibt. Auch wenn manche es gerne so hinstellen als gäbe es NUR ultrabrutale Videospiele: Dem ist nicht so. Es gibt haufenweise Alternativen (bei uns sogar noch mehr als in anderen Ländern - ich sag nur "deutsche Version" ^^) - where is the problem?

Irgendwie erinnert michd ass immer an den armen Quentin Tarantino, der sich immer und immer wieder die gleichen öden Anfeindungen gefallen lassen muss für seine Filme. ;)

"das sind für mich Videospiele, die mich in eine ANDERE Welt abtauchen lassen, nicht den realen (Kriegs) Alltag der im nahen Osten und vielen anderen Ländern dieser Welt herrscht erleben lassen."
--> Für mich ist letzteres auch eine "andere Welt" in die ich abtauche. Jedenfalls habe ICH persönlich - zum Glück - noch keinen Krieg mitgemacht. Und nochmal: Ein Kriegsspiel ist eben NICHT real, es geht hier nur um eine Anhäufung von Pixeln. Komisch dass man das immer wieder erwähnen muss..

"Nur ist es so, das Schüler schon ausgelacht und Teilweise gemobbt werden, wenn sie lieber Super Mario, Klonoa und Pokemon als Call of Duty , GTA oder Fifa spielen. DAS muss sich ändern, das fast Jeder, der den Massengeschmack nicht mitgeht, gleich Aussenseiter ist."
--> Nun gut, da kann ich wieder nicht mitreden, da ich - wie an anderer Stelle schon erwähnt - so etwas noch nie erlebt/mitbekommen habe. In meinem Umfeld war es immer so dass jeder das mögen darf was er will - erschreckend zu lesen dass es auch anders sein kann. Wobei Schüler in diesem pubertären Alter (ich nehme mal an um den Zeitraum geht es) CoD und GTA eh nicht spielen dürfen, oder irre ich mich? ^^

Zu den anderen Beispielen: Ich kann mir gar nicht vorstellen dass erwachsene Menschen derart hohl und primitiv sein können. Für mich wären solche Sprüche allerdings erst recht ein Grund besagte Filme/Spiele zu konsumieren - denn auf Hirnlose die solche Sprüche ablassen kann doch niemand ernsthaft hören!?

"Ist jemand ein Außenseiter, weil er lieber Pokemon als GTA spielt? ich sage NEIN!"
--> Das kann man so nicht sagen. Wenn in einer Gruppe (Schulklasse, Freundes-Clique) sagen wir 14 Leute GTA spielen und nur einer Pokemon, dann ist dieser logischerweise der Außenseiter was diesen Punkt angeht. Aber ein Problem sehe ich darin nicht, ist halt nur schade weil der Pokemon-Spieler sich mit seinen Kollegen nicht austauschen kann über's Spiel.
"Außenseiter" ist für mich übrigens nicht zwingend negativ behaftet. Wenn andere sich auf Partys die Kante geben und ich keinen Alkohol trinke bin ich wahnsinnig gerne der Außenseiter. Wenn andere sich zupaffen und um den Verstand kiffen und ich als Nichtraucher "nein danke" sage LIEBE ich es geradezu ein Außenseiter zu sein. :-))

@Chief Wiggum:
Warum wir Politiker als inkompetent bezeichnen? Weil sie tagtäglich beweisen dass sie es nun mal sind. Du schreibst sie hätten wichtigeres zu tun, da stimme ich gerne zu. Daher ist es auch wichtig dass sie sich kompetent von Experten beraten lassen, und das findet ja scheinbar viel zu wenig statt bzw. greift man lieber zu einem Herrn Pfeifer oder anderen Pfeifen wie ihm, die durch alles glänzen, nur nicht durch Seriösitat und Sachverstand. ^^
Dass Politiker im Wahlkampf Themen wie "Killerspiele" oder auch 2Kinderpornographie" schamlos für ihren Stimmenfang instrumentalisieren ist in höchstem Maße traurig und ärgerlich zugleich. Dass ständig irgendwelche Lügen verbreitet werden und mit billiger Polemik gearbeitet wird macht es nicht gerade besser. Da fordern sie zum Beispiel andauernd das Verbot gewaltverherrlichender Games, obwohl es dieses Verbot bereits GIBT. Wie kompetent ist das denn bitte schön? Median werden schamlos instrumentalisiert, mit Übertreibungen und einseitigen Betrachtungsweisen wird ein völlig falsches Bild der Spiele rübergebracht, Szenen aus Versionen die in Deutschland gar keine Freigabe erhalten haben , indiziert sind oder schlimmeres, werden den Leuten als das verkauft, was der sohnemann öffentlich im Media Markt kaufen kann. Dass mittlerweile ein Großteil der Erwachsenenspiele gar nicht mehr hier erscheint oder wenn dann nur geschnitten eine 18er Freigabe erhält wird einfach nicht erwähnt, dass in Österreich nicht täglich Menschen Amok laufen auch nicht. Dort müsste ja nach der Logik unserer denkresistenten Politiker Mord und Totschlag an der Tagesordnung stehen.
Darüber hinaus ist es doch sehr offensichtlich dass immer wieder auf Neue Medien eingedroschen wird, das ist ja kein neues Phänomen und das Vorgehen gegen die bösen Spiele und die Freiheit im Internet zeugen schlicht von Unfähigkeit Neue Medien zu akzeptieren.

Dass man keinerlei Interesse daran zeigt Ursachen für Amokläufe tatsächlich zu ergründen und dort anzusetzen (was nicht leicht wäre und nur langwierig und kostspielig anzugehen wäre), stattdessen die breite Masse mit sinnlosen Verboten in Sicherheit wiegen möchte, ist zu guter letzt der beste Beweis für die grenzenlose Inkompetenz der Politiker.

Ich könnte ewig so weitermachen, schließe aber lieber nur noch an: Wenn die Politikverdrossenheit unter jungen Menschen immer weiter wächst, wundert mich das kein Stück. Ich kann nur hoffen dass wahlberechtigte junge Leute dieses Jahr fleißig wählen gehen und dabei vor allem der CDU/CSU zeigen was sie von deren unmöglichem Einstellungen halten...

Gruß,
Thommy

Bild von captain carot

Um mich kurz zu halten: Sehr viele Politiker sind (teilweise ganz besonders in ihren Fachgebieten) absolut inkompetent. Einfach, weil viele von ihnen in bstimmten Bereichen vor Regierungsantritt keine Erfahrung hatten. Deshalb verlassen sich Politiker oft auf die Expertenausschüsse, in denen die genau, Experten sitzen.

Leider sind Themen, die eine (vermeintliche) Randgruppe treffen oft gut zum Stimmenfang geeignet. Es gibt etwa keine seriöse Studie, die bei Erwachsenen überhaupt dauerhafte Störungen durch gewalthaltige Inhalte belegen konnte. Von Politikern wurde aber genau das behauptet. Es gibt kein Spiel, in dem man Frauen vergewaltigt und zerstückelt, von Politkern wurde aber genau das behauptet. Und selbst die Pfeifferstudie hat damals nur belegt, dass typische ab 18 Spiele nicht in Kinderhände gehören.

An andere Themen, wie Alkohol, Zigaretten etc. trauen sich viele lustiger Weise nur auf Druck der EU. Damit macht man sich nun mal nicht unbedingt Freunde.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Würde unseren "lieben" ,von Spielen keine Ahnung habenden,Politikern mal jemand ein Pad in die Hand geben?!Vielleicht würden die Damen und Herren,die so laut nach Verboten schreien,dann eventuell mal kapieren,dass nicht Spiele Menschen zu Gewalttätern machen,sondern Probleme die sich nicht so einfach per Gesetz verbieten lassen, wie z.B. Diskriminierung verschiedenster Art (Mobbing),Eltern die mit der Erziehung überfordert sind und keine Lust oder Zeit haben sich mit den Problemen ihrer Kinder auseinander zu setzen,soziale Ungerechtigkeit,etc..Das sind in meinen Augen die wahren Gründe die zum "Ausrasten" diverser Amokläufer geführt haben.Kein Spiel befiehlt dir,dass du töten sollst.Es gibt nunmal leider keine Welt in der es keine Probleme gibt - wird es wohl auch nie.Anstatt Menschen mordend durch die Gegend zu rennen und Familien ins Unglück zu stürzen,sollten potenzielle Täter sich mal die Frage stellen,ob ein Gespräch mit einer Vertrauensperson oder professionelle Hilfe seitens eines Psychologen nicht die bessere Alternative wären.
Was mich nur jedesmal maßlos aufregt,wenn es mal wieder zu einem solchen tragischen Vorfall kommt,ist die Tatsache,dass mal wieder die Spiele als Sündenbock herhalten müssen,sowie eine riesige Fangemeinschaft - von den Herstellern mal ganz zu schweigen.Was wäre,wenn keine Spiele,Deathmetal-CD's,Horrorvideos,etc. bei den Tätern gefunden worden wären - wer oder was wäre dann "der Schuldige"???
Diese Frage sollten sich mal all diejenigen stellen,welche lauthals immer gleich nach Verboten schreien,nur um sich nicht mit den wahren Gründen dieser Problematik auseinander setzen zu müssen.Wie viele Gewaltverbrechen und teils tödliche Verkehrsunfälle geschehen täglich unter Alkoholeinfluss?Da kommt auch keiner auf die Idee Alkohol abzuschaffen.Wieso auch - ist er doch 'ne prima Geldquelle - und die paar Tote,was soll's?!
Ein Wort noch zum Schluss: Wer denkt,mit Verboten etwas erreichen zu können,der irrt.Die tatsächliche Ursache des Problems erkennen,eine realistische Lösung finden,das sind die Mittel zum Erfolg - keine Verbote aufgrund unzureichenden Wissens.

@chief

wow, jetzt hast mir aber mit deinen fachwörtern imponiert.

vielleicht melde ich mich mal auf dem gleichen hochbegabten seminar an wie du :)

solche leute scheinen immer alles zu verstehen und besser zu wissen, als der primitive pöbel.

nur seltsam das man solche leute nie in der öffentlichkeit agieren sieht, bzw. aktiv die gesellschaft umgestalten wollen.

meist reicht es eben zu nichts besserem als im maniac forum seine weisheit zu verbreiten.

amen.

ich sehe schon den standpunkt der politiker und es ist auch richtig kritisch die videospiele und deren wirkung auf den einzelnen zu überprüfen.

aber du stellst ja schon wieder eine verbindung zwischen "killerspielen" und toten schulkindern her.

das reicht mir schon wenn du so einen käse von dir gibst und dann noch von einem "verbot auf verdacht redest".

videospiele bringen keine leute um, sicher übertreiben es manche mit dem zocken (aber das macht sie nicht zu mördern und verlieten sie auch nicht dazu), das tun aber auch viele mit dem alkohol, was aber nicht heist das es nur säufer gibt. wenn man nur auf die extreme schaut vergisst man schnell das normale mittel.

wer seine freiheit aufgibt um sicherheit zu erlangen wird am ende beides verlieren!

einfacher und kluger spruch, der einprägsamer und wichtiger ist als dein pseudo intelektuelles fachgeschwafel.

Bild von captain carot

@Superbrot: Nicht mal Waffen bringen Menschen um, das tuen Menschen. Aber du hast tatsächlich recht. Bei Waffen ist die Beweisführung einfach und linear. Sie machen das Töten einer Person einfacher und vermitteln dem Waffenbenutzer oft sogar ein Allmachtsgefühl.
Mal ein paar Fakten zur Verrohung unserer Gesellschaft:
So ziemlich sämtliche Verbrechensstatistiken, die nichts mit dem I-net zu tun haben, zeigen stagnierende oder sinkende Verbrechenszahlen, egal on Mord, Diebstahl, Totschlag, Vergewaltigung oder sonst was. Und im Internet handelt es sich meist um das neueste Spielzeug des organisierten Verbrechens, nicht um wilde Teenies.
Mobbing gab´s auch schon früher. Heute muss man CoD zocken, früher musste man mindestens einen Gesichter des Todes gesehen haben. Was davon ist schlimmer?
Amokläufe sind auch nicht neu. Die gab´s schon Anfang des 20. Jahrhunderts, davor sicher auch schon. Aber seitdem sind sie nachgewiesen.
Jugendliche haben auch i.d.R. immer noch ihr erstes Mal mit 16 bis 17, nicht mit 11.
Die jugendarbeit, die es heute überall an Schulen gibt, gab´s in den frühen neunzigern so gut wie nirgends, also konnten viele Probleme nicht erkannt werden.
Und Alk, Drogen und Kippen hat man zur Schulzeit meines Bruders schon genommen, genau so wie zu meiner. in der zehnten gab´s bei uns sogar einen "Dealeraustausch". Einer von unserer Schule weg, der mit Dope erwischt worden war, und dafür haben wir von einer anderen Schule einen bekommen, der mit etwa hundert E´s kassiert worden ist. Das war 1996.

Was wirklich neu ist, ist die Tatsache, dass Mobbingopfer oft gefilmt werden und Jugendliche im I-Net so leicht an Pornos und co. kommen. Aber ich bin ehrlich gesagt sicher, hätten die Teenies der Neunziger die Möglichkeiten schon gehabt, sie hätten sie genau so genutzt.

Das einzige, was ich ganz sicher sagen kann ist, dass heutige ab 18 Titel wegen der Qualität des dargestellten viel weniger in Kinderhände gehören als Mortal Kombat, Doom oder Duke Neukem 3D seinerzeit.
Warum Erwachsene soetwas nicht spielen sollten, dafür sehe ich keinen Grund. Man sieht nur mal wieder, dass unserer Gesellschaft zur zeit ein Konzept für dringendst benötigte Medienerziehung (auch für Politiker) fehlt.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Saldek

man darf Politiker aber auch nicht alle über einen Kamm scheren, so viele tausende wie es in Deutschland gibt. Und darunter sind auch viele aufgeschlossene und liberale Leute, die auch mit unüberlegten Verbotsforderungen ihre Probleme haben.

Ich habe z.B. ein MdL in meiner Verwandschaft der nicht selten mit seinen Kids gezockt hat.

Aber gerade die Gegner, die Populisten schreien eben besonders laut.

Oh! Ein Eichhörnchen!

Kontakt | Anzeigen-Kontakt | Impressum | Team | Radio
Copyright 2012, Cybermedia GmbH und TURBO D3 GmbH