
Der "erwachsenste" Titel im von Sony in Köln enthüllten Neuheiten-Trio für die PS3 ist Until Dawn, das die Entwickler kompakt und bemerkenswert zutreffend als "spielbaren Teenie-Horror" bezeichnen. Im Mittelpunkt steht ein Trupp von acht jungen und natürlich gutaussehenden sowie nicht gerade klügsten jungen Leuten,die sich für ein wildes Winter-Wochende auf eine isoliert liegenden Berghütte begeben - Klischees sind hier explizit gerne gesehen. Bei unserer Vorführung begleiten wir ein lüsternes Pärchen, das sich im Dunklen auf den Weg zu einem Schuppen macht, um dort seine Triebe auszuleben. Dabei wechselt ja nach Situation, wen von beiden wir aus der Ego-Ansicht steuern. Kontrolliert wird das Geschehen ausschließlich per Move-Controller, mit dem wir eine Taschenlampe leuchten, die Laufrichtung vorgeben und kleine Aktionen wie das Öffnen von Türen und das Bewegen von Hebeln ausführen. Komplex ist das natürlich nicht, scheint aber ordentlich zu funktionieren. Das relativ freie Erkunden der Umgebung ist ebenso möglich wie das Überleben der Situation - obwohl beide Teenies bei der Vorführung das Zeitliche segnen, muss das nicht zwingend so sein.
Die Inszenierung von Until Dawn ist das größte Plus des Titels, so hörten sich die englischen Dialoge professionell an, technisch konnten sich Charaktermodelle und verschneite Umgebung durchaus sehen lassen und die geschickt platzierten Schockeffekte erzielten die gewünschte Wirkung. Letztlich dürfte die Qualität der Story enscheiden, ob Until Dawn seine hoch gesteckten Ziele erfüllen und das Move-Stigma überwinden kann, aber nach dem gezeigten Kapitel sind wir auf jeden Fall neugierig darauf, mehr vom 2013 erscheinenden Spiel zu sehen - und das ist schonmal was.
Kommentare
18.08.2009 - 12:09
vor 2 Stunden 38 Minuten
Hört sich gut an, aber wirklich Move-only??
29.09.2008 - 14:20
vor 4 Minuten 4 Sekunden
Jepp.