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22.12.2008 14:00 — Oliver Schultes

Neulich in der Redaktion: Kollege und Rennspiel-Experte Thomas Stuchlik hockt gedankenversunken vor der HD-Glotze und dreht virtuelle Runden bei Ataris Race Pro. Ich setze mich zu ihm auf die Couch und gucke gespannt auf den TV – schließlich handelt es sich um das erste Konsolenspiel der GTR-Macher Simbin, die einen exzellenten Ruf bei Simulations-Fans genießen.

Die Optik ist nicht gerade der Hammer, hier und da ruckelt es. Hmm... alles 'echte' Rennstrecken, schon tausendmal gesehen, denke ich mir und tue meinen von Race Pro unabhängigen Unmut über diese Tatsache kund.

"Wieso bekomme ich immer wieder die gleichen mehr oder weniger spannenden und mehr oder weniger akkurat umgesetzten Kurse serviert? Ich bin's mittlerweile leid: Racer, die ausschließlich auf realen Rennstrecken basieren, kommen mir nicht mehr ins Laufwerk.
Warum nicht mal wieder bis auf den letzten Zentimeter ausgefeilte Fantasie-Kurse wie in Daytona USA (die Canyon-Strecke ist immer noch ein Knaller) oder Sega Rally (die Bergstrecke durch das Dorf wird einfach nicht langweilig)? Und wenn es schon auf reale Strecken hinauslaufen muss: Wieso nicht mal coole Landstraßen als Alternativen einbauen? Mir fallen aus meinem Autofahrerleben dutzende von fahrenswerten Etappen ein!"

In der Redaktion hat mein lautstarker Diskurs mittlerweile Schaulustige angezogen. Kollege Matthias Schmid schlägt sich auf meine Seite, während Thomas die zeitlose Eleganz der realen Rennstrecken verteidigt.

Wie denkt Ihr darüber: Braust Ihr lieber über reale oder Fantasie-Kurse? Welche Strecken aus Videospielen sind Euch in besonderer Erinnerung geblieben?

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Kommentare

Ich finde reale Strecken langweilen einfach irgendwann. Vor allem richtige Rennstrecken kommen halt auch meist ohne irgendwelche Randbauten aus, so dass man nur ständig an irgendwelchen Tribünen vorbeibraust. Ich bin da auch eher der Fan von schönen Fantasiekursen die auch optisch was hergeben.

Bild von Ray_Stantz

IMHO ist nicht die Frage ob Fantasie-Kurs oder realer Kurs. Sondern eher: wie ist der Kurs? Ein NASCAR-Nudeltopf ist zweifesohne öder als öde, aber ein Laguna Seca mit der Korkenzieherpassage ist immer nett.

Ich denke mal es geht weniger um die Streckenführung sondern ums Drumherum. Meine lieblingsstrecken sind fast allesamt aus Gran Turismo 1 und rein fiktiv. Nix geht über ne Fahrt auf Deep Forest,dem Grand Vally oder den Nachtfarhrten durch die Stadt. WIe die Strecke jetzt genau heißt weiß ich nicht mehr, aber rein von der Optik würde ich jede Piste aus GT 1 ner Grünen Hölle vorziehen =)

Bild von Kalas

Weiß noch, wie ich zum ersten Mal bei F1 Championchip fürs N64 die EauRouge in Spa-Francorchamps gefahren. Heute, 10 Jahre später, bin ich schon sooooo oft durch diese Kurve gebrettert, dass ist echt nichts besonderes mehtr. Nur besser aussehen reist es da auch nicht mehr raus imo.

Bild von Trondyard

Pfui Teufel, hört mir bloß auf, die realen Strecken zu versauen. Ich bin absolut kein Fan von Fantasiestrecken und bevorzuge den Realismus. Ist schon schlimm genug, dass es kaum noch echte Rennsimulationen gibt (gibt's für Konsole überhaupt eine Simulation?), Need for Speed, Burnout & Co. gibt es dagegen zuhauf. Also: Daumen hoch für die nüchterne Realität, die mir aber maximalen Fahrspaß bringt.

Bild von generalraam

Ich steh ja eher darauf bei 400km/h mit der Handbremse durch die Gegend zu ballern.Fahrzeugmodell interesieren mich kaum.Nach dem 900.SLK ist der Wow Effekt weg.Ridge Racer 4 ist mein absolutes Lieblinggame!

Lol, bei der Überschrift dachte ich eben zuerst, es geht darum, dass Nazis jetzt Rennspiele programmieren :D

Zum Thema: Mir gefallen Fantasie Kurse meist besser, wobei ich auch die realen Kurse der F1 Games gut finde, Fantasie Strecken in Simulationen von echten Rennserien würden sich ja auch nicht so gut machen.

Bild von Lofwyr

Ich mag beides aber die echten Rennstrecken haben halt den Nachteil, dass sie etwas öde anzusehen sind. GRID hat da eine schöne Mischung. Okutama ist z. B. eine wirklich schöne Strecke. Ansonsten können sich die Programmierer bei Fantasiestrecken halt richtig austoben ohne das die Erbsenzähler gleich rumplärren.

Bild von Tiuri

Da bin ich eindeutig für tolle Fantasie-Strecken! Früher gab man sich da richtig Mühe, wenn ich z.B. an NfS 3+4 denke (auch "Hot Pursuit II" noch) oder "Vanishing Point" oder so. Diese ewig gleichen Rennstrecken mit kaum oder wenn dann stinklangweiliger Randbebauung, blöder Bandenwerbung und Zuschauertribünen hauen mich echt nicht vom Hocker.

Bild von captain carot

Hängt auch von der Strecke ab. Die Nordschleife ist nun mal grafisch öde, aber weil sie so schwer ist macht´s Spaß.
Dass aber gute Fantasiestrecken a la Ridge Racer, Daytona oder auch die Gran Turismo Strecken nicht nur besser aussehen, sondern auch fahrerisch locker echten Kursen ebenbürtig sind, ist für mich gar keine Frage.
Originalstrecken sind halt meist todlangweilig.

Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.

Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.

Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Hmmmm....ich glaub,da hat einer das falsche Spiel gesehen......

Du wolle Landstraße,kaufe PGR.
Du wolle hirnlos rase,kaufe NfS.

Du wolle real Rennfahrer spiele,du kaufe RacePro.

Warum?

Weils auf Konsolen bisher ne dmal ne Handvoll Simulationen gab......

Dreamcast irgendwann um 98 rum : Ferrari Challenge!
Playstation 2 so um 2005 rum : Enthusia Professional Racing

Beides Spiele,die in der Gunst der "Casual Gamer" einfach durchfielen.Und warum?Weil sie zu realistisch sind,weil die Lernkurve zu extrem ist und so wirds auch mit RacePro sein und GENAU AUS DEM GRUND werd ichs mir kaufen!

Greetz

Cap

Bild von Trondyard

Da kann ich meinem Vor"redner" nur beipflichten, und falls er eine XBOX360 sein Eigen nennt, wird man sich dort wohl auf den "RacePro"-Strecken begegnen, denn ich werd's mir auch bestimmt holen. Ehrlich gesagt kann ich diesen ganzen Arcade-Rennspiel-Mist auf den Konsolen kaum noch ertragen, das neue Need for Speed setzt dem ganzen da die Krone auf. Und so sehr ich mich freue, dass Sony endlich nicht mehr die Formel 1 softwaremäßig vergewaltigen darf, so sehr habe ich doch auch Sorge, wenn ich mir vorstelle, was da von Codemasters kommen mag. Ein Blick auf deren Umsetzung von Formel-Boliden in GRID lässt mich schaudern...schlechter kann man's kaum noch machen...und ein kleiner Blick auf die GRAND PRIX-Serie (PC) lässt doch so schön erkennen, wie perfekt man es machen kann. Was treibt Geoff Crammond eigentlich, weiß das jemand (hallo, MAN!AC's) !??

Bild von Trondyard

Upps, ich vergaß, "RacePro" kommt ja nur für die XBOX360, na, da wird man sich wohl auf jeden Fall treffen!? =)

Bild von captain carot

Ich mag Arcade Raser manchmal. Nur sind NFS und Co. für mich nix halbes und nix ganzes.
Ferarri Challenge war mir damals zu träge, GT4 kann schon fahrerisch recht anspruchsvoll sein, gerade die Regenrennen im Rallybereich sind nicht übel, aber leider fehlt ein Schadensmodell. Race Pro werd ich mir definitv mal ansehen.
Mir geht es aber mehr ums Streckendesign, und da machen Trial Mountain und El Capitan genau so wie die Ridge Racer oder Daytona Kurse echt was her, während Nordschleife, Siverstone, Fuji Speedway, Laguna Seca etc. grafisch eigentlich nur öde sind.
Deswegen hab ich persönlich am liebsten realitätsnahen Fahrverhalten mit Fantasiestrecken.

P.S.: Wer bei Gran Turismo alle Fahrhilfen, also ESP, Taraktionskontrolle etc. ausstellt, hat sehr realistisches Handling. Da lohnen sich dann auch beim Einser GTI ein paar Kilo Zusatzgewicht auf der Hinterachse.

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Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen

Bild von Trondyard

Um meinen abschließenden Senf zu diesem Thema beizutragen, noch Folgendes: Falls sich ein Rennspiel an einer realen Rennserie orientiert (z.B. Formel 1, DTM, etc.), sollte es natürlich auch nur die echten Rennstrecken beinhalten, das verlangt - finde ich - schon der Realismus (haha, anymaniac: Das ist ein Grieselfilter, der hebt den Realismus! Göttlich!=). Was man ansonsten bei Gran Turismo und Co. fährt, ist mir dann auch schnuppe. Davon ab finde ich nicht, dass Strecken wie Spa, Silverstone oder Monaco langweilig aussehen. Und es sind echte Klassiker der Renngeschichte, ist doch super, wenn man das immer realistischer am heimischen (HD)TV zocken kann... Daumen hoch für Realismus, Need for Speed & Co.-DVD's würden mir höchstens als Bierdeckelersatz dienen...wenn ich denn Bier trinken würde ;=) In dem Sinne: Don't drink & dríve und auf wiederlesen...

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