Wie der Vorgänger setzt auch Super Scribblenauts auf die ungewöhnliche Idee, via Notizblock ein riesiges Sammelsurium an Kreaturen und Gegenständen ins Spiel zu holen, um Knobel- und Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen. Die Fortsetzung erweitert das Konzept um ein Adjektiv-System, mit dem Ihr die Beschaffenheit Eurer Objekte festlegt. So beschwört Ihr teuflische Götter, halbe Hunde oder gesprenkelte Tomaten, um in 120 Missionen jeweils einen Stern zu finden. Darunter befinden sich spezifische Adjektiv-Missionen, in denen Ihr die Eigenschaften angezeigter Personen oder Objekte erkennen und neu kombinieren müsst, um die teils mehrstufigen Rätsel zu knacken.
Dabei enttäuscht, dass im Verlauf der Entwicklung 5th Cell wohl die Ideen ausgingen, denn sowohl die aufgesetzten Adjektiv-Knobeleien als auch die übrigen Aufgaben wirken häufig limitiert und lassen die Stärke des Vorgängers vermissen, auf vielfältige, fantasievolle Weise zum Ziel zu gelangen. Einige der Aufgaben sind weniger geistreich und anspruchsvoll als im Vorgänger, zumal ein neues Hilfesystem, das von Eurem virtuellen Geldbeutel zehrt, auf Wunsch weiterhilft – mitunter verrät es aber nur, was Ihr ohnehin längst wisst!
Besonders kreative Spieler basteln zudem im umfangreichen Editor eigene Aufgaben samt Skriptverwaltung für Aktionen oder gehen auf Achievement-Jagd.
+ gewohnt reizvolles Spielkonzept
+ unzählige Begriffe aufrufbar
+ Editor für eigene Aufgaben
+ rundum gelungene Steuerung
– Adjektiv-System aufgesetzt und fade integriert
– Aufgaben oftmals mit arg limitiertem Lösungsspektrum
– einige Levels ähneln sich spürbar
Michael Herde meint: Trotz mieser Steuerung und einer verhunzten Spielphysik habe ich Scribblenauts geliebt, der Nachfolger hingegen lässt mich ziemlich kalt. Zwar funktioniert die Steuerung einwandfrei und die Physik ist besser, doch zu viele gleichförmige und oft uninspirierte Knobelaufgaben langweilen schnell, zumal das Lösungsspektrum eingeschränkt ist: Soll ich etwas Süßes in einen Zaubertrank werfen, gilt zwar der offensichtliche Zucker, Sirup oder Honig sind unzulässig – witzlos! Das Adjektiv-System hat nicht durchweg sichtbare Konsequenzen und ist spielerisch eher unbedeutend. Die deutsche Anpassung mit Grammatikfehlern und nicht dargestelltem "ß" irritiert jüngere Spieler. Die Eingabehilfe für häufig benötigte Umlaute wurde dummerweise versteckt. Abseits der Mängel lockt das Spielprinzip aber immer noch mit lustigen Einfällen, die Euren Einfallsreichtum fordern.
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Stärkere Steuerung, schwächere Rätsel: Maxwells zweite Knobelsammlung regt die Fantasie an, hält sie dann aber im Zaum. |
Kommentare
Ich bin voll und ganz deiner Meinung Michael! Schade drum...
Eigentlich war Super Scribblenauts fest eingeplant in unseren winterlichen Zockerplan, aber nach der Rezension habe ich doch Abstand davon genommen: Was nutzt die bessere Steuerung, wenn dafür Kreativität und sprachliche Genauigkeit geopfert wurden?
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Ich hatte es bei Amazon vorbestellt und dafür haben wir jetzt wenigstens eine Maxwell-Figur ;-)
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Ich finde, dass "Super Scribblenauts" eine sehr gute Fortsetzung ist. Wem bereits der erste Teil Spaß gemacht hat, wird vom Nachfolger sicher nicht enttäuscht sein. Witzigerweise benutze ich aber nach wie vor die Touchpen-Steuerung, um Maxwell durch die Level zu bewegen.
Selten habt ihr mich verstanden, selten auch verstand ich euch.
Nur wenn wir im Kot uns fanden, so verstanden wir uns gleich.