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Wario Ware: Do It Yourself (Test)
System DS    Genre Geschicklichkeit    Entwickler Intelligent Systems    Hersteller Nintendo    USK 0

Wieder lädt Griesgram Wario zur Parade der sekundenlangen Winzspiele ein. Mit nur 90 vorgefertigten Aufgaben ist ”Do It Yourself“ schlank ausgefallen, aber diesmal könnt Ihr selbst kreativ werden und eigene Aufgaben basteln. Anfangs entscheidet Ihr Euch für den traditionellen Spielmodus, bei dem Ihr die mitgelieferten Geschicklichkeitstests im gewohnten Reaktionsmarathon absolviert – als Kontrolleinheit kommt nur der Stylus zum Einsatz, abenteuerliche Kamera- oder Mikroexperimente bleiben aus. Wichtiger ist aber, dass Ihr die Schöpfungen im mitgelieferten Editor anschauen und ihre Abläufe analysieren dürft. Anfangs lernt Ihr durch ausführliche sowie leicht verständliche Trainingslektionen die Grundfunktionen und später fortgeschrittene Kniffe der verschiedenen Werkzeuge kennen. Jedes Minispiel besteht aus den Komponenten Hintergrund, Objekte, Musik und KI. Letzteres ist eine simple Mini-Programmiersprache, mit der Ihr via Auslöser-und-Aktion-Verknüpfungen die Abläufe der Aufgabe festlegt. Damit lassen sich überraschend komplexe Vorgänge erstellen, die aber entsprechend viel Aufwand und Planung erfordern. Fertige Werke tauscht Ihr per WLAN oder Wi-Fi, auf Wunsch testet Ihr sie auf dem Wii: Für die große Konsole erscheint ”Do It Yourself“ ebenfalls Ende April als WiiWare-Download, mit dem Ihr Daten austauschen und 72 weitere Winzspiele auf dem DS freischalten könnt.

+ gewohnt witzige Aufmachung
+ leistungsstarker Editor...

- ...der aber viel Einarbeitungszeit braucht
- mitgelieferte Spiele nicht so ideenreich wie bei den Vorgängern

Ulrich meint: Ein neues ”WarioWare“ ist immer gern gesehen, ”Do It Yourself“ opfert aber einen Teil des schrägen Charmes auf dem Altar des ’Baukasten für jedermann’-Prinzips. Die Bastelmöglichkeiten für eigene Winzspiele sind umfassend und durch gewitzte Tutorials gut erklärt, interessante Eigenkreationen kitzelt Ihr trotzdem nur mit einer Menge Geduld, Einarbeitungswillen und etwas künstlerischem Talent heraus. Geht Euch davon eins ab, ist der Rest des Moduls dünner als gewohnt: Die 90 mitgelieferten Spiele fallen im Ideenreichtum gegenüber den Vorgängern ab, durch das eingeschränkte Kontrollspek­trum (alles muss mit dem Stylus funktionieren) fehlt es an Abwechslung. Trotzdem bleibt genug Irrwitz übrig, der kurze Pausen versüßt – längere Unterhaltung bietet ”WarioWare“ diesmal nur, wenn Ihr basteln wollt.

76
M Solide Fortsetzung der durchgeknallten Winzspielsammlung, die Bastlern aber mehr Spaß macht als reinen Konsumenten. M
M!-Rating 76 von 100       Grafik 3 von 10       Sound 6 von 10       Singleplayer 7 von 10       Multiplayer 0 von 10
Jahr 2010      Region PAL      Test erschienen in der M! Games 6 / 2010      Seite 88      Redakteur us
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