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Test - Tobias Kujawa - 14. April 2011 - 17:09

Yakuza 4

System PS3     Genre Action-Adventure     Hersteller SEGA     USK 18

Teaser: 
Die komplexe Geschichte rund um die japanische Mafia geht in die vierte Runde

Vom Obdachlosen zum Geldhai – diese steile Karriere ermöglichte dem findigen Akiyama Shun bis jetzt ein sorgenloses Leben. Doch nach einer folgenreichen Schlägerei steht ein Bandenkrieg zwischen den Yakuza-Klans Tojo und Ueno Seiwa-kai an. Zudem verdreht ihm eine Schönheit, die sich von ihm Geld leihen will, den Kopf. Schlechter ergeht es Knastbruder Saejima Taiga, der wegen eines Blutbads zum Tode verurteilt wurde: Vor 25 Jahren tötete er 18 Yakuza. Nach dem Ausbruch aus dem Knast wird er an einen Strand vor einem Waisenhaus angeschwemmt. Waisenhaus? Ja, genau das aus Teil 3, welches der Yakuza-Hauptfigur Kiryu Kazuma gehört. Und das ist erst der Anfang der Geschichte – denn neben diesen dreien übernehmt Ihr die Kontrolle über den ­korrupten Cop Tanimura Masayoshi, der sich im Untergrund zuhause fühlt. Er untersucht noch immer Sae­jimas undurchsichtigen Amoklauf, kam doch während der Ermittlungen in diesem Fall sein eigener Vater ums Leben. Das klingt kompliziert und erweist sich storytechnisch als überaus komplexes Machwerk, das sogar Yakuza 3 übertrifft.
Trotz frischer Darsteller bleibt Kamurocho der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Das bel(i)ebte Rotlichtviertel – angelehnt an den Tokioter Stadtteil Kabukicho – bietet den altbekannten Aufbau: Die Häuserfronten beherbergen Karaoke-Tempel, Kabarett-Clubs, Pachinko-Paläste, Bowling-Bahnen oder Spielhallen (Filialen des Club Sega). In Letzteren vergnügt Ihr Euch mit Ufo-Catchern und dem dynamischen Shoot’Em-Up ”Boxcelios 2”.
Doch hinter der schillernden Fassade steckt mehr, kennen die Charaktere des Spiels doch so manch unbekannte Ecke im Viertel. Unterirdische Einkaufspassagen und die Kanalisation besucht Ihr ebenso wie Tiefgaragen oder verschlungene Hintergassen. Diese führen den Polizisten Tanimura zu den Bruchbuden asiatischer Einwanderer, während Akiyama die Dächer Kamurochos entdeckt. Ortskundige sind im Vorteil, denn bei Verfolgungsjagden mit flüchtigen Schlüsselfiguren sind schnelle Reaktionen gefragt: Nehmt die Beine in die Hand und verfolgt die Burschen im Shenmue-Stil über Planken, Müll­eimer und Fahrräder.
Da sich die Charaktere immer tiefer in den Angelegenheiten der Yakuza-Klans verstricken, sind handfeste Auseinandersetzungen unumgänglich. Die blutigen Faustkämpfe gegen meist mehrere Gegner erfordern wie gewohnt auch den Einsatz herumliegender Gegenstände wie Flaggenmaste oder Möbel. Gelungene Angriffe füllen die ­Heat-Leiste auf, dann packt Ihr besondere Kampfaktionen aus – vorausgesetzt die wurden bereits gelernt. Neben ­Erfahrungspunkten erhaltet Ihr auch ’Soul-Points’, die für neue Kampf­attacken ausgegeben werden. Weitere Spezial­techniken lernt Ihr via Handy: Fotografiert zufällige (meist absurd witzige) Ereignisse in der Umgebung und lernt die passende Anwendung für den Kampf. Zudem dürfen aus Schrott und Elektronikteilen neue Waffen gebastelt werden.
Die fünf Kapitel erweitern Euer Einsatzgebiet Stück für Stück, wie in Teil 3 gibt es japanische Sprachaus­gabe mit englischen Untertiteln.

+ 4 spielbare Charaktere
+ Story der Vorgänger in Videos zusammengefasst
+ in Deutschland fast ungeschnitten
+ unzählige Beschäftigungsmöglichkeiten

- einige grob modellierte Nebencharaktere
- recht kleiner begehbarer Stadtteil

Thomas Stuchlik meint: Altbewährtes Konzept in aufgepeppter Verpackung: Dank tiefgründiger Charaktere und vertrackter Story kommen Fans der Vorgänger auch an diesem Teil nicht vorbei. Neulinge wundern sich dagegen über die undurchsichtigen Zusammenhänge und überlangen Dialoge. Die virtuelle Umsetzung des Tokioter Stadtteils entfaltet viel Fernost-Flair, ist aber wegen des kleineren Einsatzgebiets nicht so vielfältig wie die Städte der GTA-Reihe. Zum Ausgleich legt Yakuza 4 im Vergleich zum Vorgänger optisch eine Schippe drauf: Hauptdarsteller und Szenarios überzeugen mit vielen Details und passenden Mimiken. Lediglich manch grob modellierter Nebencharakter wirkt hier deplatziert. Auch Yakuza 4 lebt von seinen teils skurrilen Nebenbeschäftigungen wie Tischtennis, Karaoke, Fischen und dem Besuch von Badehäusern oder Hostessenbars.  Wer sich nur auf die Hauptstory konzentriert, verpasst einiges!

M Die Fortsetzung der traditionsreichen ”Yakuza”-Saga besticht mit einer lebendigen Stadt und facettenreichen Charakteren. M
PS3
86
Singleplayer 8 / 10
Grafik 8 / 10
Sound 7 / 10
Gesamtwertung von 1 bis 100 Punkten.
Region PAL      Test erschienen in der M! 5 / 2011      Seite 58      Redakteur ts
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Kommentare

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APT
Offline
Maniac (Mark II) 3110M!SX
14. April 2011 - 17:41

Für mich waren die 4 spielbaren charactere eher ein dickes MINUS! Auch die story finde ich diesmal etwas schwach....

Ein gutes spiel, aber für mich persönlich war Teil 3 klar besser!

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ChondrinEnigma
Offline
Anfänger (Level 2) 88M!SX
14. April 2011 - 21:54

Mein persönliches Game Of The Year soweit!

Der einzige nachteil vllt war,das es deutlich leichter als Yakuza 3 ist,zudem fehlt mir ein bisschen das Waisenhaus.

Aber sonst wirklich großartiges Spiel!

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mr.jailer
Offline
Anfänger (Level 2) 54M!SX
15. April 2011 - 14:22

und wieder so ein 86% spiel,ich hab keine zeit mehr für mittelmäßige spiele!
der unterschied zwischen 86% und 90% ist zu extrem bei euren bewertunge, die 90+ spiele kann mann echt blind kaufen aber ich hab leider viel scheiß um die 85!!

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MrToast9595
Offline
Anfänger (Level 1) 29M!SX
17. April 2011 - 11:40

@mr.jailer

das heißt du bezeichnest Crysis 2 ( 86%) und Killzone 3 ( 87%) als mittelmäßige Spiele??

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Bravopunk
Online
Maniac 2033M!SX
17. April 2011 - 20:01

Es sind die 80ger Spiele, welche man trotz und vor allem wegen ihrer Ecken und Kanten in guter Erinnerung hält! ;)

Mir fällt grad aber echt auf, dass ich so gut wie nichts hab, was über die...sagen wir mal 87 hinaus geht. Alles was drüber ist, ist doch meist viel zu glatt poliert und Mainstream^^.

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