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Ivy the Kiwi (Test)
System DS    Genre Jump'n'Run    Entwickler Prope    Hersteller Namco   

Wer Kirby Power Paintbrush, HALs innovatives DS-Jump’n’Run von 2005, gezockt hat, weiß, wie der Vogel läuft: Auch Ivy sprintet automatisch von links nach rechts durch die Levels, mittels Stylus-Strich oder Remote-Zeiger malt Ihr Ranken auf den Schirm, die Wege, Brücken und Treppen für Euren Helden bilden. Das klappt per DS-Stylus eine Nuance präziser, aber auch die Pointer-­Variante auf Wii ermög­licht ein flottes Jump’n’Run-Erlebnis. Während­ Ivy durch die Levels trabt, ebnen wir ihm den Weg – bauen Brücken über Stachelgruben und lotsen ihn auf sichere Pfade, vorbei an tödlichen Wassertropfen, Ratten und Vögeln. Der Steuer-Kniff, der dem ­Titel seine Dynamik verleiht und dazu führt, dass Euer Können nach der Lernphase aufblüht, ist folgender: Das Ende der Ranke, die Ihr gerade zeichnet, bleibt beweglich – je nach aktuellem Bedarf bewegt Ihr es nach unten, oben, links oder rechts; das verleiht Ivy mehr Tempo, bremst ihn ab oder lässt ihn hopsen.

Maximal vier Ranken bleiben gleichzeitig auf dem Schirm – das reicht aus, um auch knifflige Parcours zu meistern; etwas nervig ist das Fehlen einer Lösch-Funktion. Habt Ihr Ivy aus Versehen den Weg verbaut, malt Ihr rasch vier neue Mini-Ranken an den Rand, ­damit die alten gelöscht werden und Ivy wieder freikommt. Im Verlauf des Abenteuers
(der Vogelknirps sucht nach seiner Mama) weisen Euch wenige Tutorials auf Kniffe hin: Ihr könnt gezeichnete Ranken spannen (und dann loslassen), um Ivy durchs Level zu schießen – so schaltet er Feinde aus und bohrt sich durch Wände. Zudem liegen in manchen Stages Felsbrocken umher, die Ivy als Schutzschild oder Rammbock missbrauchen kann.

Nach 50 grafisch eintönigen Levels, die keine vier Stunden an die Konsole fesseln, ist der Spuk schon wieder vorbei. Zwar schaltet Ihr einen neuen Modus frei, in dem alle Stages in marginal veränderter Form plus verstecktem Schlüssel warten – knifflige Zusatz­levels wären uns aber lieber gewesen; denn die Schwierigkeit ist unterm Strich zu gering. Den Mehrspieler-Modus könnt Ihr übrigens vergessen – hier eilen bis zu vier Kiwi-Kommandanten zum Ziel. Weil Ihr mit Euren Ranken im Spielbereich der anderen Kiwis herumpfuschen könnt, steht wüstes Gewusel statt kontrolliertem  Wettstreit an. Schlussendlich hat uns die Wii-­Fassung der besseren Übersicht und hübscheren Hintergründe wegen  mehr Spaß bereitet; dafür fehlt ihr die praktische DS-Karte. Ivy the Kiwi wird im Herbst in die USA und nach Deutschland watscheln – weil das japanische Spiel aber tadellos spielbar ist, steht einem Import nichts im Wege. Oder doch? Eine Sache wurmt uns: Ivy mutet von vorn bis hinten wie ein (gelungener) Download-Titel an – dafür sind 40 Euro ganz schön happig.

 

+ klasse funktionierende Steuerung

+ flottes, andersartiges Jump'n'Run-Erlebnis

+ sympathischer Held

+ auf DS gibt's ne praktische Karte
+ schöner Zeichenstil,...

- ...der aber grafisch zu eintönig ist

- wirkt irgendwie wie ein Download-Spiel

- Levels zu kantig, kaum organisch-runde Elemente

71
M Sympathisch und kurzweilig: pfiffiges Jump’n’Run mit eintöniger Grafik – wäre aber auch im Download-Sektor gut aufgehoben. M
M!-Rating 71 von 100       Grafik 4 von 10       Sound 6 von 10       Singleplayer 7 von 10       Multiplayer 3 von 10
Region Import      Test erschienen in der M! Games 08 / 2010      Seite 89     
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