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Toy Story 3 (Test)
System PS3    System 360    Genre Jump'n'Run    Entwickler Avalanche    Hersteller Disney    USK 12

Versoftungen von Computertrickfilmen haben keinen guten Ruf bei Zockern: Meist liefern deren Entwickler lieblos und rasch zusammengezimmerte Hüpfereien ab, die nur davon profitieren, dass die Kinovorlagen arglose Käufer anlocken. Auch den Pixar-Portierungen der Vergangenheit ging es oft so, doch nun hat Disney die Rechte dazu wieder ins eigene Haus geholt – und prompt überrascht uns Toy Story 3 mit unerwarteten Qualitäten. Ganz von den gängigen Konven­tionen löst sich das Abenteuer aber nicht: So rennt und springt Ihr mit Woody, Buzz und Jessie durch acht Levels, die teils Schlüsselszenen des Films nachahmen, teils neu erfunden sind oder auf die Vorgänger zurückgreifen – so spielt Ihr etwa Buzz Lightyears Videospiel aus Teil 2 nach. Diese Abschnitte weichen wenig von Genre­standards ab, sind aber allesamt technisch gelungen in Szene gesetzt und mit abwechslungsreichen Einfällen versehen. Zusätzlich bekommt Ihr mit dem Spielzeugkisten-Modus einen launigen und kindertauglichen GTA-Klon: In einer Westernstadt stellt Ihr Gebäude auf, erkundet die Umgebung nach versteckten Geschenkpaketen und erledigt weit über 100 Aufgaben für die Bewohner. Damit verdient Ihr Geld, von dem weitere Areale und Vehikel erworben werden – so stehen bald u.a. ein Gruselschloss oder eine Weltraumstation ebenso zur Verfügung wie Stuntrennstrecken. Zwar sind die Aufträge nicht immer eindeutig erklärt, doch in puncto Abwechslung gibt es hier nichts zu klagen: Selbst ältere ­Pixar-Fans werden vom durchdachten und technisch ansprechenden Toy Story 3-Doppelpack prima unterhalten.

+ Grafik bringt das Film-Flair prima rüber
+ unterschiedliche Charaktere bringen auch spielerisch Abwechslung rein
+ Levels erzählen eigene Geschichte mit witzigen Einfällen
+ Spielzeugkisten-Modus bietet originelles und länger motivierendes Betätigungsfeld

- Story-Modus ist etwas kurz
- Zurg nur in der PS3-Fassung

Ulrich meint: Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Pixarspiel einmal so fesseln würde wie Toy Story 3: Die normale Jump’n’Run-Kampagne ist gut, aber nicht weltbewegend, auch optisch gibt es nichts zu klagen. Doch so richtig hat es mir die Spielzeugkiste angetan: In der gibt es einfach so viel zu tun, zu erleben und zu basteln, dass einem als Fan der Filme warm ums Herz wird. Da stören kleine Ungereimtheiten bei einigen der Editor-Funk­tionen nicht weiter. Auf der PS3 gibt es übrigens auch Zurg als spielbaren Charakter: Der entpuppt sich als zwar netter, aber letztlich unerheblicher Bonus.

78
M Fast zwei Spiele in einem: Neben der kurzen Standard-Filmhüpferei sorgt ein Open-World-Abenteuer für Laune. M
M!-Rating 78 von 100       Grafik 7 von 10       Sound 7 von 10       Singleplayer 8 von 10       Multiplayer 8 von 10
Jahr 2010      Region PAL      Test erschienen in der M! Games 10 / 2010      Seite 69      Redakteur us
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Kommentare

Bild von Segabasti

Scheint ja mal ne gute Filmumsetzung zu sein, ich selbst nenne das erste Toy Story Game für den mega Drive mein eigen, das war auch gut, aber schön trashig ^^

Atari brought Videogames to Life, Nintendo brought them back from hell and Sony Killed them.

Bild von Paul

@ Segabasti Mega Drive war sowieso geil besonders Superprobotector zu 2 un shining force 2

Bild von Piotr_Rhodanov

Habe es eben für meinen Neffen ausgeliehen,aber der muss erstma warten :D

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