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Test - Michael Herde
23. April 2012 - 10:29

Street Fighter X Tekken

System 360     Genre Beat'em-Up     Entwickler Capcom     Hersteller Capcom     USK 12

Teaser: 
Prügeleien auf der Xbox 360 – für Steuerkreuz-Fetischisten immer eine heikle Sache. Unser Test klärt auf, wie die Capcom- und Namco-Kämpfer sich diesmal schlagen.

Jeweils 19 Kämpfer aus den Lagern Street Fighter und Tekken treten auf PS3 und Xbox 360 an, um ein für allemal zu klären, wem der Prügelthron gebührt – die PS Vita wird erst im Herbst beglückt, dann aber mit zwölf zusätzlichen Kämpfern, die sich auch als geplanter Zusatzinhalt bereits auf den Discs der Konsolenversionen befinden.

Bei der Implementierung der bereits enthaltenen Tekken-Charaktere leistete Capcom ganze Arbeit, schließlich sind diese combo­lastiger und besitzen nur selten Projektilfähigkeiten, wie sie bei Ryu, Ken und ihren Konsorten hingegen üblich sind. Daher besitzt Namcos Schlägertrupp hier nun ein größeres Spektrum an Normal-Moves sowie mehr charakterspezifische Unique-Angriffe. Meist basieren diese Combo-Manöver auf Schlag- und Trittfolgen, die hervorragend in das Sechs-Knopf-Steuerungsschema der Street Fighter-Reihe übertragen wurden. Dennoch sind die Besonderheiten der Tekken-Kämpfer nicht so schnell zu erlernen wie die meisten des Capcom-Lagers, deren Spezial­attacken oft ähnlich auszuführen und für Street Fighter-Erprobte schnell verinnerlicht sind. 

Doch selbst Street Fighter-Champs müssen umdenken, denn ­Spielgefühl und -dynamik der neuen Episode haben mit dem optisch sehr ähnlichen Street Fighter IV nicht viel gemeinsam. Jeder Spieler bestimmt ein Zweier-Tag-Team, das spielerisch als Einheit zu betrachten ist – wird einer besiegt, endet der Kampf. Wesentliches Element der Matches ist daher kluges Wechseln und damit einhergehend das optimale Verknüpfen der Moves zu ellenlangen Team-Combos, bei denen der Feind in der Luft gehalten wird. Das erinnert eher an Tekken Tag Tournament und Marvel vs. Capcom denn an Street Fighter IV. Das Eingabetiming vieler Manöver ist hierbei recht großzügig bemessen, manche Schlagfolgen sind mit Standard-Pad aber nur schwer zu schaffen.

Deshalb bietet Street Fighter X Tekken eine löbliche Auswahl an Spielmodi, in denen Ihr trainieren könnt – offline und sogar online! Im Tutorial lernt Ihr die Move-Palette kennen, im Trainingsraum verfeinert Ihr das Timing. Geübte Spieler meis­tern charakterspezifische Herausforderungen. Anschließend gebt Ihr Eurem Lieblingskämpfer einen individuellen Anstrich, denn Kostümfarben werden nicht mehr freigespielt, sondern im Editor angepasst – die Auswahl ist leider mager. Abgesehen von einem umständlichen Menü zur Tastenbelegung bleiben hinsichtlich der Optionsvielfalt keine Wünsche offen, auch technisch macht Street Fighter X Tekken eine klasse Figur, zumindest, solange offline ­gespielt wird. Mit 60 ­Bildern pro Sekunde und unterlegt von flotten, mit­unter aber nervigen Techno-Melodien flitzen die Kämpfer elegant durch elf verschiedene Stages, was ebenfalls ein mageres Angebot ist – obwohl im Hintergrund viel ­Lustiges geboten wird und ­manche Arenen sogar mehrere Ebenen umfassen.

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