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Test - Ulrich Steppberger
23. April 2012 - 16:46

Summer Stars 2012

System Wii     Genre Sport     Entwickler 49 Games     Hersteller Deep Silver     USK 0

Teaser: 
Auch Nintendo-Sportler dürfen sich verausgaben – wie gut das auf ihrer Konsole klappt, zeigt der Test.

Wer es nicht mehr erwarten kann, bis Segas offizielles Olympia-Spiel erscheint, greift zur Alternative aus heimischen Landen – und die Summer Stars 2012 der Sportspiel-Spezialisten 49Games aus Hamburg machen eine gute Figur. Xbox-360-Athleten können dabei erleichtert aufatmen: Anders als die letztjährigen Wintersport-Kollegen werden sie nicht auf die Kinect-Steue­rung festgenagelt, sondern können ganz traditionell mit einem Pad um Zeiten und Weiten kämpfen. Wer sich den Spaß bewahren will, sollte Microsofts Bewegungssensor ignorieren, denn völlig überladene Gestenkommandos sorgen nur für Frust. Auf der PS3 fällt die Move-Einbindung besser aus, doch auch hier gilt: Wer klassisch sportelt, hat mehr vom Spiel. Wii-Besitzern bleibt  keine Wahl, werden aber zumindest mit vereinfachten Zappel-Vorgaben bedient.

Mit 18 Disziplinen ist der Umfang zwar nicht rekordverdächtig, dafür gibt es keine echten Durchhänger: Die Leichtathletik ist durch zehn Wettkämpfe am stärksten vertreten und kostet Euch am meisten Energie, denn zum Laufen wird natürlich kräftig am Joystick gerüttelt – für Sprünge und Würfe ist dagegen gutes Timing gefragt. Auch den anderen Sportarten wie Bogenschießen, Schwimmen, Trampolin oder Fechten wurde eine verständliche und unkomplizierte, aber gut zur Disziplin passende Steuerung verpasst – lediglich die Mountain-Bike-Rennen hätten ein handlicheres Tricksystem vertragen können.

Neben Einzelwettkämpfen und Meisterschaften, an denen bis zu vier Sportler via Splitscreen (jedoch nicht online) antreten können, wartet eine umfangreiche Kampagne, die weitgehend auf dröge Storyschnipsel verzichtet. Hier absolviert Ihr zusätzlich zum normalen Betrieb auch Herausforderungen gegen einzelne Rivalen oder erfüllt teils ku­riose Aufgaben: Beim Turmspringen etwa ist es schon mal das Ziel, einen Konkurrenten per Wasserpistoleneinsatz aus dem Konzept zu bringen. Durch gute Ergebnisse steigert Ihr das Können Eurer Sportler und erwerbt ’Fähigkeiten’, die quasi als legales Doping einzelne Leistungs­aspekte steigern oder es leichter machen, z.B. einen perfekten Start hinzulegen.

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