
Vor rund zwei Wochen gab David Cage, Macher von Heavy Rain und Fahrenheit, ein Interview, in dem er von der Industrie mehr Mut zur Innovation forderte (wir berichteten). In die gleiche Kerbe schlägt nun Viktor Antonov, Visual Design Director bei ZeniMax, in einem Gepräch mit Eurogamer. Darin bezeichnet er die letzten fünf Videospiel-Jahre in Bezug auf neuartige Erzählansätze als "armselig".
Antonov ist grundsätzlich der Meinung, dass es zuviele Sequels und etablierte Marken gebe. Die meisten davon wären Kriegsspiele, die durchaus großartige Projekte seien und gelungenes Entertainment böten, aber letztlich sei es doch zu einheitlich. Ein Vergleich mit dem Western-Genre in den 40er Jahren könne dafür in etwa herangezogen werden. Abseits von BioShock und Dishonored gebe es keine Titel, die einen historisch realistischen Platz simulierten, er sei hingegen davon ausgegangen, dass in diesem Zeitraum mindestens 20 erscheinen würden.
Er möchte sich jetzt sicher nicht als Oberkritiker aufspielen, aber es sei unbestreitbar, dass die technischen Möglichkeiten von Konsolen immer weiter zunähmen, was aber nicht proportional zu der dargebotenen Welt geschehe. Vor zehn Jahren habe es dafür vielleicht technische Gründe gegeben, aber heute zähle dieses Argument für ihn nicht mehr.
Abschließend bringt Antonov nochmal seine Forderungen auf den Punkt: "Lasst uns in Richtung Intensität und Qualität schreiten"
Kommentare
04.01.2011 - 18:51
vor 8 Stunden 26 Minuten
Und die Industrie antwortet mit schallendem Gelächter, während sie in den Millionen baden, die sie mit SpielXY Teil 100 gemacht haben.
Star Wars war gut, als es noch Krieg der Sterne hieß
03.05.2012 - 16:16
vor 4 Tage 19 Stunden
warum sehen mittlerweile fast alle shooter gleich aus. ganz logisch, weil wir sie kaufen. solange wir sie kaufen, wird es diese art von spielen auch geben. darum will auch niemand was neues machen. sie haben mit den jetzigen spielen soviel erfolg. alles andere wäre ein finanzielles risiko.
14.04.2010 - 15:35
vor 15 Minuten 28 Sekunden
Und genug Qualitätsspiele werden von den Gamern ignoriert und verschwinden im Nichts, weil sich aus mir unverständlichen Gründen Medal of Duty 75.3 um Vieles besser verkauft.
Das will mir nicht in den Kopf.
Trust me
I'm the Doctor.
15.10.2008 - 13:47
vor 6 Tage 52 Minuten
An erster Stelle steht für mich immer noch der Spielspaß und solange der stimmt, störe ich mich nicht an Fortsetzungen. "Innovativ" heißt eben nicht automatisch auch "spaßig". Und interaktiven Filmen mit gelegentlichem Knöpfchendrücken kann ich sowieso nichts abgewinnen.
Das Leben ist zu kurz für Casual Games.
Spielt gerade New Super Mario Bros. U, Skyward Sword, Dark Souls, Battlefield 3
24.01.2009 - 15:16
vor 17 Stunden 25 Minuten
@Gwydion
Ich stimme zu 100% zu. Dieser David Cage preist seine Spiele immer als so innovativ an. Um deine Worte zu benutzen " interaktive Filmchen mit gelegentlichem Knöpfchendrücken"!!!
Wenn das so neu und innovativ ist, dann frage ich mich ob der Herr Cage schon mal was von Dragons Lair gehört hat!!
Das kam 1983 raus, also vor fast 30 Jahren, und bot im Endeffekt eine fast zu 100% identische Spielweise.
Die Erzählstruktur des Herrn Cage ist gut und auch seine Charactere sind gut ausgearbeitet, aber vom Gameplay her bietet kaum eines seiner Spiele die wirklich großen Innovationen!!!
;-)
;-)
http://www.youtube.com/user/FortunatoLukrezi/videos
16.10.2009 - 14:32
vor 1 Stunde 1 Minute
Diese Generation ist geprägt von Shootern, die nächste halt von einem anderem Genre, abwarten und Wodka saufen sage ich nur.
19.07.2012 - 10:10
vor 3 Stunden 36 Minuten
Warum muss ich da direkt an das arme Brütal Legends denken? Das Game war wirklich sehr cool und hat sich etwas von der Masse abgehoben aber leider leider komplett ohne Erfolg :-(
06.02.2010 - 06:27
vor 14 Minuten 15 Sekunden
@ TheBoredHero
Brütal Legend war nicht nur sehr cool, ich persönlich fand es absolut grandios.
Man, habe ich das Spiel gefeiert : )
09.04.2011 - 11:27
vor 6 Stunden 44 Minuten
Das Problem liegt auch daran das diejenigen, die Spiele machen auf Geldverdienen aus sind. Arbeit sollte Spaß machen. Wäre ich ein Entwickler, würd ich bestimmt kein Shooter machen. Natürlich wäre der Absatz der verkauften Spiele gering, aber darum sollte es nunmal nicht primär gehn.
Wenn ich mein Ding durchziehe und nicht irgendwelche Kompromisse eingehe nur um der Allgemeinheit zu gefallen, dann werd ich auch mehr oder weniger erfolgreich sein.
Bestes Beispiel war (find ich) Dead Space, nicht das Inovationswunder aber trotzdem mal was anderes. Das Spiel hatte seinen eigenen Flair, seine eigene Atmophäre. Statt dies weiter auszubauen, verlagert man die Entwicklung wieder auf die Geldschiene.
Mir wäre es als Entwickler wichtiger sagen zu können, "ich hab an Zelda mitgearbeitet", "wir haben Limbo gemacht", "Cell war meine Idee" anstatt nur zu sagen "ich hab an einem Shooter gearbeitet der sich gut verkauft hat"
Leben ist wertvoll und vergänglich
11.03.2009 - 10:26
vor 17 Stunden 1 Minute
Als bsp. möchte ich hier spec ops the line anführen. Hab mir gestern mal die Demo gezogen und finde es durchaus ansprechend. Grafik schön, Steuerung flüssig...leider ist es wieder nur so ein Deckungsshooter wie viele andere. Ich würde es zwar kaufen, aber wohl nicht zum Vollpreis. Und das ist der Punkt, wenn ich schon ein Spiel zum Vollpreis kaufe dann muss es mir auch ein mindestmass an Inovation bieten. Es kann von mir aus 1000 gleiche shooter geben, aber dann müssen sie auch billiger sein damit ich sie kaufe. Ich spiele zb auch gerne Fear, aber da weiss ich schon beim erscheinen das es nach 2 Monaten nur noch die Hälfte kostet. Irgendwie müssen die Fearspiele ja auch rentabel sein für die Hersteller, auch wenn sie so gut wie keiner zum Vollpreis kauft.
"I come in peace - But you go in pieces" ;)
29.10.2008 - 19:26
vor 18 Minuten 37 Sekunden
@napalus
Naja in Sachen Storytelling ist David Cage schon sehr innovativ.
Klar von der Spielmechanik nicht aber das komplette Erlebnis eines Heavy Rains mit solch gut gezeichneten Charakteren gibt es einfach sonst nicht.
06.04.2010 - 14:40
vor 1 Minute 33 Sekunden
Und gerade Zenimax (Bethesda) bringt mit Elder Scrolls Online eine auf Massenmarkt gestreamte und glattgebügelte Version ihrer Erfolgsreihe, das in dieser Form kein Fan will, weil es gerade so "in" zu sein scheint.
Meine Spiele-Blog: http://rpcg.blogspot.com/
11.03.2009 - 10:26
vor 17 Stunden 1 Minute
Also gegen ein elder scrolls onlione gamespricht eigentlich nichts. Wenn die bewährte Spielbarkeit erhalten bleibt. Und vor allem stell dir mal vor, du hast eine riesige Spielwelt wie Tamriel in der alle Dinge enthalten sind der bisherigen Spielreihe. Ich für meinen Teil freue mich schon darauf endlich durch Vvardenfell HD zu laufen...
"I come in peace - But you go in pieces" ;)
24.01.2009 - 15:16
vor 17 Stunden 25 Minuten
@beeberman
Sagte das die Erzählstruktur echt gut ist. Damit ist ja auch das Storytelling gemeint.
;-)
;-)
http://www.youtube.com/user/FortunatoLukrezi/videos
07.12.2008 - 21:58
vor 1 Stunde 29 Minuten
Wenn ich das richtig im Kopf hab ist Antonov nicht Design Director bei Zenimax als ganzes sondern bei Arkane für Dishonored un DMoMM, allerdings als freier Mitarbeiter..
Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand und er hat es warm für den Rest seines Lebens.
Lesen ist eine intelligente Methode, sich selbst das Denken zu ersparen.
Commander Jeffer: Ich scheiß mir gleich Hosen
16.11.2010 - 16:39
vor 15 Stunden 50 Sekunden
@tetsuo: spec ops gibts diese Woche für. ~18€ bei Play asia im weekly Special. Unbedingt zugreifen. Was Story und gezeigte Bilder angeht würde ich es als sehr mutig bezeichnen. Mein Geheimtipp des Jahres.
03.05.2012 - 16:16
vor 4 Tage 19 Stunden
@barbarez
aber die deutsche sprachausgabe ist nicht erhalten. schade. ich hätte sofort zugeschlagen.
28.02.2010 - 14:31
vor 7 Monate 4 Wochen
Sequels und etablierte Marken sind nicht das Problem. Das sind alles nur Etiketten.
Auf den Inhalt kommt es an!
Gründer der Initiativen
ZERO STORY -- Denn das Spiel ist die Story!
RETRO IST RÜCKSCHRITT -- Denn Retro ist Opium fuer den Coregamer!