Popkornkino zum Mitspielen: Ich könnte jetzt über die nicht vorhandene Story, die optisch identischen Gegner und das immer gleiche Spielprinzip ablästern. Aber Criterions Brachial-Shooter macht einfach zu viel Spaß. ”Black” will keine tiefgehende Spielerfahrung anbieten, sondern schnell und unkomplizert unterhalten – und das auf spektakuläre Art und Weise. Davon zeugt besonders die Steuerung, die sich nicht mit unnützen Funktionen belastet, sondern mit minimaler Padbelegung auskommt. Anspruchslos ist die Ego-Knallerei deswegen noch lange nicht: Clevere und robuste Gegner halten Euch auf Trab und sorgen für die richtige Herausforderung. Durch die spärlich gesetzten Checkpoints und den generell hohen Schwierigkeitsgrad ist ”Black” allerdings nicht für Ego-Anfänger geeignet. Profis kommen aber voll auf ihre Kosten, schon allein weil Ihr in bester Rambo-Manier die Levels Stück für Stück auseinander nehmen könnt. Nach acht Abschnitten und fünf bis sieben Stunden Spielzeit ist jedoch Schluss. Eine Fortsetzung scheint allerdings wahrscheinlich, und so freuen wir uns auf ein zweites ”Burnout” mit Waffen.