L.A. Noire – im Klassik-Test (PS3)

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M! macht den Zeitsprung und bringt die Tests aus alten MAN!ACs- und M!-Ausgaben nun online – dieser hier stammt aus der M! 07/11:

Bei Rockstar Games wird seit mehr als einem Jahrzehnt die Attitüde gepflegt, dass Klasse nicht in Masse existieren kann: Deshalb konzentriert sich die GTA-Schmiede auf wenige Titel – was angesichts der recht zahlreichen hauseigenen Entwicklungsstudios umso mehr erstaunt – und lässt diesen reichlich Zeit zum Reifen. Diese Strategie bescherte uns in den letzten Jahren einige Hochkaräter (sowie den kuriosen Musikbaukasten-Seitensprung Beaterator für PSP), denen man höchstens eines ankreiden kann: Innovationsbollwerke oder besonders riskant waren Open-World-Epen wie GTA IV oder Red Dead Redemption nicht.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, ist L.A. Noire deshalb gleich in doppelter Hinsicht ein Wagnis: Zum einen weicht das Detektiv-Abenteuer mit seinem Fokus auf mehr Dialog und Detektivarbeit anstelle von Action durchaus vom etablierten Erfolgsrezept ab, zum anderen wurde die Entwicklung federführend von einem unabhängigen Studio geleitet. Dem australischen Team Bondi steht zwar mit Brendan McNamara ein Veteran vor, der einschlägige Genre-Erfahrung durch The Getaway vorweisen kann, doch das ist lange her…

L.A. Noire pflegt sein ganz eigenes Flair: Denn eigentlich ist die Metropole der heimliche Star des Spiels – das Los Angeles von 1947 wurde mit viel Akribie detailverliebt in Szene gesetzt und gibt Hollywood-Glamour ebenso eine Bühne wie dreckigeren Aspekten. Eine gewichtige Rolle spielen dabei die Einwohner, mit denen Ihr zu tun bekommt: Nahezu alle Charaktere haben dunkle Punkte in ihrer Vergangenheit oder etwas zu verbergen – Ihr blickt in viele seelische Abgründe und bekommt so ein beeindruckendes Bild einer Stadt gezeichnet, hinter deren Glanz sich viele Dramen abspielen. Die grafische Umsetzung ist zweischneidig: Die als wegweisend angepriesene Mimik der virtuellen Schauspieler erfüllt in der Tat die Erwartungen. Bei Unterhaltungen rückt die Kamera in der Regel nahe an die Gesichter heran und fängt dann selbst kleinste Bewegungen wie nervöses Zucken oder wandernde Augen ein – in einer solchen Qualität konnte das noch kein Spiel bieten. Allerdings zeigt sich, dass die dafür angewandte Motion-Scan-Technik nicht bei jedermann gleichermaßen eindrucksvolle Resultate abliefert: Gerade die Hauptfigur Cole Phelps wirkt eher emotionslos und offenbart ein Charisma-Defizit. Außerdem können andere Animationen wie etwa das Motion Capturing der Körper nicht ganz mithalten: Viele Charaktere bewegen sich etwas steif, manche flotte Sequenzen wie etwa ein Boxkampf wirken besonders künstlich. Auch dem Stadtbild merkt man die lange Entwicklungszeit an, so erspäht Ihr hin und wieder detailarme Texturen, doch unterm Strich bleibt ein deutlich positiver Gesamteindruck.

Ihr schlüpft in die Rolle von Cole Phelps, der als dekorierter Kriegsheld bei der Polizei antritt und sich schnell hocharbeitet: Die ersten der 21 Fälle in L.A. Noire verbringt Ihr im uniformierten Streifendienst, der Euch mit den Grundkonzepten bekannt macht. Dann geht es schnell weiter zu anderen Dezernaten, in denen komplexere Aufgaben warten. Eure Ermittlungen verbringt Ihr überwiegend mit zerebralen Tätigkeiten wie Spurensuche, Beweissicherung, Zeugenbefragungen und Verhören. Ganz ohne körperliche Ertüchtigung bleibt Ihr aber nicht: Hin und wieder müsst Ihr Euch mit renitenten Zeitgenossen prügeln, flüchtige Verdächtige flotten Fußes verfolgen – oder Ihr geratet in eine Schießerei.

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TheManiacFan
I, MANIAC
n00b

Guter Test 😀

HIMitsu
I, MANIAC

noch ungespielt da, für 3€ gebraucht gekauft. irgendwann…

Gast
n00b

Habe es mir neulich für 20,- in der Complete Edition geholt. Werde es am WE gleich mal einlegen. Genial, Cole Phelps und der Barkeeper werden von Darstellern aus “”Mad Men””, einer meiner Lieblingsserien, gemimt! Zudem mag ich Szenarien in den 1940er bis 1960ern sehr gern und gerade in Spielen ist das noch sehr unverbraucht. Ich freu mich drauf! 🙂

Richie1982
I, MANIAC
Profi (Level 3)
Also warum speziell innovativ ambitionierte Titel zwangsweise über den grünen Klee gelobt werden müssen, leuchtet mir nicht ein. Für die wirklich sensationelle Idee eines Detektiv Spiels im Noire Stil verdient das Spiel ím Bereich der 95 %.Aber……….bei der Umsetzung hapert es dann doch gewaltig. Zum einen ist die Grafik recht ordentlich für ein OW Titel, aber warum musste es OW sein. EIn völlig unnötiges und aufgesetztes Feature (siehe Mafia 2).An der Abwechslung ebenso. Mich erinnert es mich von daher ein wenig an Assasin’s Creed 1, das zwar von der Idee, der Grafik und dem Gameplay super war, aber man spätestens nach einigen Spielstunden merkte, dass man immer das selbe machen musste.Zumal die Fälle in LAN nicht sehr anspruchsvoll sind. Man rennt von Tatort zu Tatort und wartet bis der Controller wackelt. Uiuiuihhh. Hmmmm….wie hätte man es besser machen können? Keine Ahnung. Aber ich bin auch kein Spielentwickler!!!Wie im Test oben schon erwähnt, wurde in den Trailern das Hauptaugenmerk auf die realistische Mimik gelegt, was man auch am Umfang des Spielmaterials (Xbox360 = 3 Discs!!!!) erkennen kann. Hier wurde anscheinend ein Spiel drumrumgezimmert!!! Ja ich weiß…eine etwas zu harsche Kritik, da es abgesehen von den zuvor genannten Kritikpunkten äußerst stimmungsvoll daherkommt.Ich… Mehr lesen »
Deadly Engineer
I, MANIAC
Intermediate (Level 2)

Also ich finde die Werung eher noch zu hoch.Die Mimik in den Dialogen und die 40er Jahre Athmo sind ein Highlight, spielerisch ist das Ganze aber ziemlich unausgegoren. Fast alle Actionsequenzen spielen sich mehr als hakelig, die Beweissuche ist auf Dauer ermüdend und die Dialoge verlaufen teilweise total unvorhesehbar, das ist öfters regelrecht frustrierend.Absolut unverzeihbar ist aber daß die Story dermaßen holprig erzählt wird. +++Spoiler+++Die Affaire mit Elsa z.B. kommt aus heiterem Himmel und erst dann bekommt man eigentlich mit daß Cole eine Familie hat, bei der man die Frau dann in genau einer Zwischensequenz sieht.Oder das gesamte Morddezernat: Da war jeder Fall wie der vorherige, jedesmal wußte man daß man den Falschen hat, egal wie man sich entscheidet (komischerweise hängt die Bewertung dann aber trotzdem davon ab welchen Unschuldigen man als Täter auswählt). Frustrierender und nerviger gehts kaum.Sitte war dann cooler, endet dann aber schon nach 3 Fällen total unlogisch. Okay, Versicherungsbetrug war dann ziemlich gut und das Ende ist auch nicht übel, trotzdem wäre das Spiel besser gewesen wenn es insgesamt etwas kompakter und kürzer und dafür besser ausgearbeitet wäre.

moshschocker
I, MANIAC

ich denke nicht…warum auch! das spiel macht seine sache gut. ich hab sogar eher ne antipathie gegen rockstar. das prollo image des konzerns geht mir eher aufm sack als das ich es cool finde. von daher hab ich eher ne anti-brille auf. die produkte sind aber über viele zweifel erhaben….dazu gehört auch la noire! bully fand ich übrigens auch hammermäßig gut, da es ebenfalls einfach originell war!

Gast
n00b

Ich glaube, dass einige hier noch die rosarote Rockstar-Brille aufhaben. Wenn das Spiel von einem unbekannten Entwickler käme, wäre das Verständnis für die vergleichsweise niedrige Wertung größer.

Gast
n00b

@moshschockerklar, red dead sieht wunderschön aus aber eine landschaft zu gestalten mit seinen verhältnismäßig großen details ist eben nicht mit dem komplexen bild einer großstadt zu vergleichen. allein wie liebevoll die schaufenster gestaltet wurden…ab

moshschocker
I, MANIAC

ich muss meinem vorredner schon irgendwie recht geben.ich finde es mutig ein solches game überhaupt zu veröffentlichen. die kritikpunkte sehe ich auch, aber ich denke dass das spiel es besser macht als das eine 82er wertung gerechtfertigt wäre. wann hat man sowas denn schonmal gezockt? der held könnte mehr character vertragen. die grafik ist gut, aber nicht weltbewegend, aber die atmosphäre ist einzigartig und kommt wirklich genial, was die oben genannten kritikpunkte locker aufwischt meiner meinung.klar kann es mehr abwechslung geben, aber hey…es ist ein detektiv-spiel…warum sollte man zwischendurch also mehr und mehr machen sollen? ich jedenfalls finde es in ordnung. ich finde 82 nun nicht schlimm, jedoch finde ich das man für den originellen wert des titels ruhig ein paar prozentchen mehr hätte springen lassen können! ich denke 87% wäre eine tolle wertung gewesen oder? ;)””Beweisfindung auf Dauer etwas abwechslungsarm””wie gesagt…es ist ein detektivspiel….wie wollt ihr es anders haben? ich denke da sind viele games der heutigen generation abwechslungsarm findet ihr nicht?@doe:also ich denke schon dass RDR besser aussieht..auch heute noch. und das ist ja schließlich auch ein open world titel. nebenbei bemerkt für mich das beste stück software von rockstar….

Gast
n00b

ganz einfach, weil die kritikpunkte jammern auf hohem niveau sind. auf der haben seite stehen so viel mehr punkte, die dieses teil herausragend machen. storytelling, atmosphäre, inszenierung und präsentation suchen hier wieder mal ihres gleichen. in der form freue ich mich auch auf die neue alice…und da graust es mir ebenfalls schon vor der bewertung.

Tobias Kujawa
Redakteur

Und warum würdest du jetzt eine bessere Wertung geben, wenn die Kritik doch berechtigt ist?

Gast
n00b

also, da ich das sahnestück mittlerweile (samt der 2 extra fälle) abgeschlossen habe, muß ich meinen unmut nochmal an dieser stelle äußern. ich gebe zu, dass die kritikpunkte an sich schon berechtigt sind aber trotz aller objektivität bleibt die wertung eine kleine schande. vor allem 7 von 10 bei der grafik…bitte?? nennt mir ein anderes spiel das im open world bereich derart detailverliebt ist. steuerungstechnisch denke ich auch, dass endlich mal etwas motorischer feinschliff betrieben werden müßte im hause rockstar aber auch das rechtfertigt es nicht.

bitt0r
I, MANIAC
Epic MAN!AC

@tobias:ok, ich nehm alles zurück!

Gast
n00b

Ich kann der Bewertung nur zustimmen. Bin mittlerweile bei Fall 17 und des Spielprinzips so müde, dass ich nicht weiß, wann ich mich zu den letzten vier fällen motivieren kann. Seit Fall 9 gehe ich nach dem Prinzip vor: Ein Fall pro Abend.Sollte aber widererwartend zu später Stunde doch noch jemand zum Top Spin 4 zocken online sein, werde ich das immer vorziehen 😉

Tobias Kujawa
Redakteur

stimmt, deswegen steht da ja “”die ersten DER”” und nicht “”die ersten 21″”.

bitt0r
I, MANIAC
Epic MAN!AC

[quote]Die ersten der 21 Fälle in L.A. Noire verbringt Ihr im uniformierten Streifendienst, der Euch mit den Grundkonzepten bekannt macht.[/quote]ähm, hat das gesamte spiel nicht ca. 21 fälle?

Zipangu
I, MANIAC
Profi (Level 1)

Ich hatte viel spass mit dem Spiel die Ideen und Ansätze sind wirklich Klasse. 82% sind perfekt bewertet.

DerPanda
I, MANIAC
Maniac

meinen geschmack hat es getroffen hatte viel spaß mit l.a. noir.

Dead Parrot
I, MANIAC
Intermediate (Level 1)

Ich finde es auch nett. Würde gerne mehr Interaktions-Möglichkeiten haben. Z.B. steht an jeder Ecke ein Hot-Dog-Stand… warum kann ich nicht einfach mal ein Würstchen kaufen…Außerdem find ich die Charaktere SEHR Stereotyp.Da komm ich gestern zu einem Familienvater, teile ihm vor den Augen seiner Kinder mit, dass seine Frau erwürgt wurde, nur um ihn im nächsten Moment anzubrüllen: “”Geben Sie zu, sie waren es, denn sie hatten Zugang zu einem Stück Schnur!””

Next Snake
I, MANIAC
Profi (Level 2)

So schlecht ist das Spiel gar nicht, ich jedenfalls habe sehr viel Spass damit.Diese nicht ganz so offene Welt hat mir in Mafia 2 schon besser gefallen, als in den GTA Teilen, da ich mich dort immer sehr schnell in der Welt verliere und dadurch die Lust am Spiel verliere.Der Detailgrad ist doch sehr hoch für ein Konsolenspiel, Pop Ups und viele schlechte Texturen sehen dafür eher nicht so schön aus, die Next Gen wird eben alt.Ich hatte letztes WE über 12 Stunden Spass als Ermittler in den 40ern, so viel Spielzeit bieten mir andere neue Games nicht, die sind ja nach noch nicht einmal der Hälfte der Zeit schon wieder vorbei, hier bin ich jetzt erst bei Disk 2 von drei angelangt.Ich werde bestimmt noch viele Stunden Spass an dem Krimi haben 😉

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