Thief (XBox360)
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Thief (XBox360)
Gab’s ja dank Games with Gold für umme.
Hat mich auch über die Zeit sehr gut unterhalten. Atmosphärisch ist es wirklich ordentlich und das Schleichen macht durchaus Laune. Die Wachen sind auf dem vorletzten Schwierigkeitsgrad schon ziemlich aufmerksam und so ist weises Vorausplanen bei den Diebestouren der Schlüssel zum Erfolg.
Auch wenn die Levels an sich nicht sonderlich groß sind, gibt es dennoch genug zu entdecken und wer sich fleißig umsieht, findet auch den ein oder anderen Geheimgang und versteckte Schätze.
Für Rambo-Naturen ist das Spiel wohl eher nix, Schleichfans dürften aber voll auf ihre Kosten kommen.
Ziemlich vernachlässigbar war für mich allerdings die Story. Zudem ruckelt es in den Zwischensequenzen manchmal wie Sau. Im Spiel selbst fallen oft spät nachladende Texturen auf. Trotzdem ist die Grafik, unter anderem dank der netten Lichteffekte, absolut in Ordnung.
Ich vergebe 8 von 10 Langfingern
Spec Ops: The Line (XBox360)
Hier fällt das Urteil ziemlich zwiegespalten aus.
Die Herangehensweise an das Theme Krieg ist hier schon interessant und teils auch erfrischend, bei der ein oder anderen Szene musste ich sogar kurz schlucken, aber storyseitig wird das Ganze aus meiner Sicht leider nicht ausreichend gestützt. Dabei sei aber gesagt, dass gerade das Ende, auch durch alternative Endings reichlich Raum für Spekulationen gibt und Interpretation bietet. Da ich also aktuell noch versuche halbwegs schlau daraus zu werden, könnte manche Ungereimtheit von den Autoren auch durchaus beabsichtigt sein, wovon ich mal stark ausgehe. Wie auch immer, so ist die Herangehensweise an das Thema selbst schon irgendwie löblich, da eben nicht stereotyp.
Auf der Gameplayseite bietet das Spiel etwas gehobenen Durchschnitt. Alles funktioniert und das Trefferfeedback ist ordentlich. Gewohnte Third-Person Shooterkost halt. Grafisch ist es, nach dem Stand des Erscheinungsdatums auch ordentlich. Nicht überragend schön, aber auch nicht hässlich.
Was bleibt, ist ein Shooter, der eben nicht nur ein Shooter sein will, sondern eher ein Antikriegsdrama. Dieses Ziel wird teilweise sogar erfüllt, aber irgendwie nie ganz komplett. Vielleicht hätte man hier auch in Sachen Gameplay noch mehr Nachdruck liefern müssen. Z.B in Form häufiger auftretender Entscheidungen, die gefällt werden müssen. Mit weitreichenden Konsequenzen, versteht sich.
Davon gab es mMn. etwas zu wenig. Das Einbinden der Umgebung hätte auch ruhig häufiger Verwendung finden dürfen. Im Ansatz waren ein paar nette Ideen dabei.
Alles im allem war es aber doch ganz ordentlich.
Ich vergebe 7 von 10 Sandstürmen



