Guitar Hero: Warriors of Rock – im Test (360)

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Den Musikspielreigen des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts eröffnet Activision mit dem sechsten Guitar Hero ohne Bandfokus. Bei Warriors of Rock geht Entwickler Neversoft auf Nummer sicher, denn gegenüber Teil 5 hat sich während der eigentlichen Song-Performance (fast) nichts geändert. Wie gehabt, treten bis zu vier Musikanten in beliebiger Instrumentenzusammenstellung an, die separat oder im Bundle erhältliche Klampfe (siehe rechts) bietet keine neuen Funktionen. Im ’Schnellspiel’ oder bei Duellen bleibt alles wie gehabt, lediglich die Anzahl der Herausforderungen wurde aufgestockt: Zu jedem Titel gibt es 13 Aufgaben, aufgeteilt auf Instrumente oder die ganze Band, bei denen z.B. Mindestpunktzahlen oder Notenläufe geschafft werden sollen. Eine davon ist ungewöhnlich, denn hier geht es um die ’Macht’: Dahinter verbergen sich Modifikatoren, die es ermöglichen, besonders schnell Boni und wesentlich mehr als die üblichen fünf Sterne zu sammeln – allerdings müsst Ihr Euch erst durch mehrere Menüs klicken, um diesen Modus zu starten.

Im Mittelpunkt steht aber ein großes Abenteuer, auf das der Untertitel anspielt: Der Halbgott des Rocks wurde von einer monströsen Maschine bezwungen, deshalb müsst Ihr acht Musikanten einsammeln, um ihn zu befreien – am Ende wartet ein knackiger Bosskampf, auf halber Strecke arbeitet Ihr das epische Konzeptwerk ”2112” von Rush am Stück ab.

In der Praxis bekommt Ihr für jeden Charakter eine Reihe Songs vorgesetzt, bei denen Ihr eine Mindestzahl an Sternen erspielen müsst. Dazu kommen pro Charakter spezifische ’Macht’-Fähigkeiten, die Ihr via freigeschalteter Zugabe noch aufmotzt. Zugleich erspielt Ihr alternative Outfits, die sich gängiger Rockklischees bedienen und zwischen pompös und lächerlich schwanken – das trifft auf die ganze Story zu, die jegliche Selbstironie vermissen lässt. Dafür überzeugen grafisch schicke und teils besonders gut auf die Lieder zugeschnittene Auftritte und eine Songliste, die fokussierter und überzeugender ausfällt als beim Vorgänger.

+ Songliste ist spürbar fokussierter und rockiger als beim Vorgänger
+ grafisch eine Spur schicker
+ Schnellspiel mit zahlreichen Herausforderungen ausgestattet
+ Grundkonzept funktioniert weiterhin tadellos
+ separater Story-Modus…

– …der sich aber mit seinen Rock-Klischees viel zu ernst nimmt
– unter dem Strich wenig neue Ideen

Ulrich Steppberger meint: Warriors of Rock ist erneut ein sehr gutes Guitar Hero samt rocklastigerer Songliste als der direkte Vorgänger, doch die Neuerungen lassen mich kalt. Der Story-Modus geht als ordentliche Beigabe durch, es mangelt ihm aber an Humor: Die Geschichte nimmt sich bierernst, für eher unfreiwillige Komik sorgen lediglich die klischeehaften und teils einfach dämlichen ’Krieger’-Formen der Musiker. Das offenkundige Vorbild Brütal Legend macht das deutlich besser. Die zahllosen Herausforderungen und die ’Macht’-Extras mit ihren erweiterten Multiplikatorauswirkungen mögen für High-Score-Jäger eine interessante Sache sein, bringen das Musizieren vor dem Fernseher selbst jedoch nicht weiter. Das macht aber dank ebenso umfangreicher wie abwechslungsreicher Songliste und der bewährten Spielmechanik immer noch viel Spaß.

Die Songs:

A Perfect Circle – “The Outsider”
Aerosmith – “Cryin‘”
AFI – “Dancing Through Sunday”
Alice Cooper – “No More Mr. Nice Guy”
Alter Bridge – “Ties That Bind”
Anberlin – “The Feel Good Drag”
Anthrax – “Indians”
Arch Enemy – “Nemesis”
Atreyu – “Ravenous”
Avenged Sevenfold – “Bat Country”
Bad Brains – “Re-Ignition (Live)”
Band Of Skulls – “I Know What I Am”
Black Sabbath – “Children Of The Grave”
Blind Melon – “Tones Of Home”
Blue Öyster Cult – “Burnin‘ For You”
Bush – “Machinehead”
Buzzcocks – “What Do I Get?”
Children Of Bodom – “If You Want Peace… Prepare For War”
Creedence Clearwater Revival – “Fortunate Son”
Deep Purple – “Burn”
Def Leppard – “Pour Some Sugar On Me (Live)”
Dethklok – “Bloodlines”
Dire Straits – “Money For Nothing”
Dragonforce – “Fury of the Storm”
Drowning Pool – “Bodies”
Edgar Winter– “Free Ride”
Fall Out Boy – “Dance, Dance”
Five Finger Death Punch – “Hard To See”
Flyleaf – “Again”
Foo Fighters – “No Way Back”
Foreigner – “Feels Like The First Time”
George Thorogood and The Destroyers – “Move It On Over (Live)”
Interpol – “Slow Hands”
Jane‘s Addiction – “Been Caught Stealing”
Jethro Tull – “Aqualung”
John 5 – “Black Widow Of La Porte”
KISS – “Love Gun”
Linkin Park – “Bleed It Out”
Lynyrd Skynyrd – “Call Me The Breeze (Live)”
Megadeth – “Holy Wars… The Punishment Due”
Megadeth – “Sudden Death”
Megadeth – “This Day We Fight!”
Metallica &amp Ozzy Osbourne – “Paranoid (Live)”
Muse – “Uprising”
My Chemical Romance – “I‘m Not Okay (I Promise)”
Neil Young – “Rockin‘ In The Free World”
Nickelback – “How You Remind Me”
Night Ranger – “(You Can Still) Rock In America”
Nine Inch Nails – “Wish”
Orianthi – “Suffocated”
Pantera – “I‘m Broken”
Phoenix – “Lasso”
Poison – “Unskinny Bop”
Queen – “Bohemian Rhapsody”
Queensrÿche – “Jet City Woman”
R.E.M. – “Losing My Religion”
Rammstein – “Waidmanns Heil”
Red Rider – “Lunatic Fringe”
Rise Against – “Savior”
Rush – “2112 (Part 1-7)”
RX Bandits – “It‘s Only Another Parsec…”
Silversun Pickups – “There‘s No Secrets This Year”
Slash feat. Ian Astbury – “Ghost”
Slayer – “Chemical Warfare”
Slipknot – “Psychosocial”
Snot – “Deadfall”
Soundgarden – “Black Rain”
Steve Vai – “Speeding” (Vault Version)
Stone Temple Pilots – “Interstate Love Song”
Strung Out – “Calling”
Styx – “Renegade”
Sum 41 – “Motivation”
Tesla – “Modern Day Cowboy”
The Cure – “Fascination Street”
The Dillinger Escape Plan – “Setting Fire To Sleeping Giants”
The Hives – “Tick Tick Boom”
The Offspring – “Self Esteem”
The Ramones – “Theme From Spiderman”
The Rolling Stones – “Stray Cat Blues”
The Runaways – “Cherry Bomb”
The Vines – “Get Free”
The White Stripes – “Seven Nation Army”
Them Crooked Vultures – “Scumbag Blues”
Third Eye Blind – “Graduate”
Tom Petty &amp The Heartbreakers – “Listen To Her Heart”
Twisted Sister – “We‘re Not Gonna Take It”
ZZ Top – “Sharp Dressed Man (Live)”

Sehr gutes Musikspiel, dessen neue Ideen aber hauptsächlich Kosmetik sind – das Grundgerüst hat sich nicht weiterentwickelt.

Singleplayer86
Multiplayer
Grafik
Sound
out
I, MANIAC
out

In den USA hat sich das Spiel ja richtig Mies verkauft.In der ersten Woche gerade mal 86000 mal.Herr Kotick, da sage ich mal:http://www.youtube.com/watch?v=aIrhVo1WA78

xHellhoundx
I, MANIAC
xHellhoundx

Seit GH3 Legends of Rock endlich mal wieder vernünftige Mukke.Was für Inovationen erwatet ihr denn? Das ist ein Guitar Hero!Naja die Story könnte man echt viel geiler umsetzen, aber das macht Rockband auch nicht besser. Wieviele Leute den Pro Modus bei RB wirklich nutzen bleibt abzuwarten.

Fabub666
I, MANIAC
Fabub666

Kann ich Aeon2001 nur zustimmen.Ich spiele Schlagzeug und das Drumreck ist kein vergleich zu nem echten Instrument

Gast

Leude,kauft euch lieber n echtes Musikinstrument,diese dämliche Knöpfchendrückerei NERVT langsam…..

Otterkuh
I, MANIAC
Otterkuh

Mir fehlen mittlerweile echte Gründe sich auch dieses GH zu kaufen… :(Bei Rock Band 3 will man aber scheinbar tatsächlich was “”neues”” machen 🙂 Das interessiert umso mehr.Der letzte GH Teil wirkte so hingerotzt, Songs rauf und runter spielen, nur um mehr Sterne zu kriegen die wiederrum mehr Songs freischalten… lahm…Wenn die Story wenigstens dynamischer wäre… oder wenigstens das “”von Garagenband zu Welttournee””-Ding vernünftig darstellen könnte…Kennt eigentlich jemand noch AEROSMITHs Quest for Fame, in Kooperation mit IBM ??? Sozusagen dass Ur-GuitarHero 🙂 @ Ulrich, Du?