Kingdom Hearts 2 – im Test (PS2)

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Längst nicht jeder wird diese eigenwillige Genre-Mischung lieben – aber der Faszination von sterbensschönen Figuren und einer herzerwärmenden Geschichte kann sich selbst der größte Niedlich-Verweigerer schwer entziehen. Verzichtbar sind dagegen die Design- und Kontroll-Schnitzer, die sich Square-Enix einmal mehr geleistet hat: Dank deutlich verbesserter Feindauswahl gehen Euch die Kämpfe leichter von der Hand. Jedoch: Wirklich spaßig ist die unausgegorene Kombi aus Action-Chaos und größtenteils überflüssigem Rollenspielballast noch immer nicht. Ähnlich verhält es sich mit den Szenarien: Durch die Straßen von Agrabah oder Port Royal zu schlendern – das bringt besonders Freunden der Vorlage eine Menge Spaß, aber mit dem rudimentären Leveldesign geben sich höchstens ganz junge Abenteurer zufrieden. Square-Enix und Disney liefern also einmal mehr ein toll aufgemachtes, aber viel zu geradliniges Alibi-Abenteuer ab, das letztlich nicht mehr bietet als Zwischensquenzen in rauen Mengen, knuffige Charaktere und so penetrant viele ­Kämpfe, dass selbst der Zufallsbegegnungs-gestählte ”Final Fantasy“-Profi die Lust verliert.

Simpel gestricktes Teenie-Glück für alle, die mal große Rollenspieler werden wollen.

Singleplayer75
Multiplayer
Grafik
Sound