Resident Evil 4 – im Klassik-Test (GC)

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Den Feinden ihre schrecklichen Mordwerkzeuge aus den Händen schießen, auf Leon zufliegende Äxte aus der Luft ballern, Gegner mit Beinschüssen wirkungsvoll stoppen oder den einzig verwundbaren Punkt verletzen – dank der gelungenen Kombination aus millimetergenauer Steuerung und exzellentem Trefferzonen-System ein ebenso leichtes wie vergnügliches Unterfangen.

Den zahllosen, vielgestaltigen Horror-Wesen könnt Ihr mit Leons Standardwaffen (Messer sowie Pistole) auf den Leib rücken. Wer die Augen offen hält, findet auch weitere Bleispritzen wie Schrotflinte und die lediglich ein Projektil fassende Bazooka. Richtig spannend wird es aber, wenn Ihr dem fahrenden Händler über den Weg lauft. Der obskure Mantelträger bietet allerlei nützliche Waren feil – natürlich nur gegen bare Münze. In seinem Shop findet Ihr neben Heilsprays und Waffenaufsätzen je nach Spielstufe verschiedene Wummen. Ob Magnum-Revolver, Sniper-Rifle, Maschinenpistole oder Haftminen verschießendes Hightech-Gewehr – die Auswahl ist riesig. Zumal sich nahezu alle Ballermänner in den vier Kategorien Feuerkraft, Feuergeschwindigkeit, Ladegeschwindigkeit und Kapazität upgraden lassen.

Da kommen schnell Begehrlichkeiten auf: Doch selbst wenn Ihr das nötige Kleingeld besitzt, liegt die Traumwaffe noch lange nicht in Leons Händen. Nur wenn genügend Platz im in Kästchen unterteilten Inventarkoffer vorhanden ist, könnt Ihr zuschlagen. Entweder sortiert Ihr die mitgeführten Gegenstände clever um, werft weniger wichtige Dinge dauerhaft weg oder verscherbelt sie an den Trödler (die altbekannten Aufbewahrungskisten wurden von den Entwicklern eingemottet). Die bessere Alternative heißt jedoch “größerer Behälter mit mehr Itemslots” – ebenfalls beim Händler erhältlich.

Insgesamt sechs Abschnitte mit mehreren Unterkapiteln müsst Ihr in Resident Evil 4 meistern, um nach etwa 20 Spielstunden den Abspann zu sehen und die Hintergründe der rätselhaften Vorgänge in Spanien zu verstehen. Dann habt Ihr nicht nur gegen hunderte schlaue Standard-Gegner und noch cleverere Bosse gekämpft, ein gigantisches Schloss sowie einen unheimlichen Laborkomplex erforscht und zahlreiche Simpelrätsel gemeistert. Ihr dürft Euch auch rühmen, knallharte, mitunter aus dem Nichts auftauchende “Quick Time Events” (drückt vorgegebene Tastenkombinationen blitzschnell nach) überstanden und Ashley sicher durch das Abenteuer geleitet zu haben.

Im Gegensatz zum US-Original ist dies dank neuem “Leicht”-Modus nicht mehr ganz so happig. Faire Rücksetzpunkte, genügend Speichermöglichkeiten und ein adaptiver Schwierigkeitsgrad – spielt Ihr schlecht, ergattert Leon u.a. mehr Munition und umgekehrt – halten den Frustlevel auf akzeptablem Niveau. Ebenfalls lobenswert: der 60Hz-Modus sowie die coole englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.

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