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Bodycount (Test)
System PS3    System 360    Genre Ego-Shooter    Entwickler Codemasters    Hersteller Codemasters    USK 18

Ihr pfeift auf eine schlüssige Handlung? Tiefgründige Charaktere sind was für Weicheier? Abwechslung brauchen nur Frauen­versteher? Und gute Grafik ist sowieso überschätzt? Wenn Ihr so denkt, dann ist Bodycount genau das Richtige für Euch. Der Quasi-Nachfolger des Waffenpornos Black setzt auf Action und Zerstörung, verfehlt sein Ziel aber durch Mängel in Steuerung, Technik und Vielfalt.
Ihr springt für die Söldner-Organisation Network in fiktive Krisengebiete in Afrika und Asien, tötet dort alles, was sich bewegt, und versucht, die Machenschaften der gegnerischen Target-Gruppierung aufzudecken. Deren Schergen laufen in Kreuzritter-ähnlichen Cyberrüstungen herum, verstecken sich in geheimen Stützpunkten und bieten einen futuristischen Kontrast zu den ansonsten dreckigen Schlachtfeldern und 08/15-Gegnern.
Zu Beginn fast jeder Mission wählt Ihr aus zehn Waffen zwei aus, zusätzlich stehen Euch Granaten, Minen und vier Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die im Lauf der kurzen Kampagne immer stärker werden: Habt Ihr genug Orbs gesammelt (die aus getöteten Feinden purzeln), macht Ihr Euch für kurze Zeit unverwundbar, feuert mit stärkerer ­Munition, enttarnt Gegner oder ­fordert einen Luftschlag an.

Das Spiel belohnt Skillshots, zum Beispiel Kopftreffer oder Tötungen durch Deckung hindurch. Ihr treibt damit einen Multiplikator in die Höhe, der Eure Endbenotung beeinflusst. Trotz recht großzügiger Trefferzonen gestaltet sich die Verkettung von Skillshots durch die vermurkste Steuerung gar nicht so leicht: Zielt Ihr mit Hilfe des Schulter-Buttons, könnt Ihr Euch nicht mehr gleichzeitig bewegen. Nur wenn Ihr den Knopf nicht ganz herunterdrückt, bleibt Euer Söldner mobil. Das hat mit dem gewöhnungsbedürftigen Deckungssystem zu tun, das Euch auf Druck eben jenes Knopfes hinter Barrikaden festsetzt und um Ecken lugen lässt (auch, wenn Ihr gar keine Deckung vor Euch habt). Eure zahlreichen, meist schwer zu sehenden Gegner heizen Euch ganz schön ein, überzeugen aber durch Masse statt Klasse. Sie geben sich alle Mühe, neben explodierenden Fässern zu stehen und fallen nach Beschuss Orbs und Blut verspritzend um, ein echtes Schadensmodell gibt es nicht.
Bei den Feuergefechten in den meist frei begehbaren Arealen gehen Deckung und viele Wände spektakulär zu Bruch, andere Objekte lassen sich von Euren Kugeln aber nicht beeindrucken, Häuser stürzen auch nach Luftschlägen nicht ein. Entfacht Ihr so auf dem Bildschirm heilloses Chaos, bricht stattdessen die Bildrate ein, obwohl weder die durchschnittlichen Texturen noch die mäßig detaillierten Modelle besonders viel Rechenleistung brauchen dürften.

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Region PAL      Test erschienen in der M! Games 11 / 2011      Seite 66      Redakteur tk
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Kommentare

Bild von Turrican

Hehe! Nur gut das Ulrich diese "Perle" erst zeitnah als "Schnäppchen" angepriesen hat ... mal ehrlich wenn ich am Preis und Spielspass sparen kann ... da kann ich meine Euros auch gleich das Klo runter spühlen ^^

Bild von Lofwyr

Black war einer der besten Shooter die ich kenne. Schade das man da nichts draus gelernt hat.

Bild von Walldorf

Mir hat die Demo Spaß gemacht, vor zehn Jahren wär das ein gutes Spiel gewesen. Heute gibt es einfach zu viele bessere Shooter.

http://stigma-videospiele.de/wordpress/

In a world without fences and walls who needs windows and gates?

Bild von AkiraVingard

Ja Ja, Black war ein wirklich guter Schooter, aber das?
Da haben sich die Praktikanten mal beweisen können, oder?
Diesen recht peinlichen Ausrutscher muss man sich nicht kaufen, schade um das schöne Geld.

Play 4 Fun

Don`t Panic ;-)

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