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Pure Football (Test)
System PS3    System 360    Entwickler Ubisoft    USK 0

Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Mann jagen 90 Minuten einem Ball hinterher und am Ende gewinnen immer die Deutschen. Pure Football straft das legendäre Zitat von Gary Lineker gleich im doppelten Sinne Lügen. Erstens dauern die Spiele bei Ubisofts Spaß-Gebolze drei bis fünf Minuten und zweitens stehen zehn Spieler auf dem Platz.
Die Regeln sind simpel: Gewinne mit allen verfügbaren Mitteln. Einen Schiedsrichter sucht Ihr vergeblich, dafür füllt sich bei harten Tacklings eine Anzeige. Ist diese voll, gibt es einen Elfmeter. Um schadlos durch die gegnerischen Abwehrreihen zu kommen, bieten sich Tricks, schnelles Passspiel und kurze Sprints an. Vor dem Tor prüft Ihr dann mit einem Kunstschuss oder einfach mit purer Gewalt den Torwart. Durch vergebene Schüsse ladet Ihr einen ’Pure’-Schuss auf, der schwerer zu halten ist.
Die Ballhatz spielt sich flott, die Spieler reagieren aber verzögert. Um Erfolg zu haben, ist Einarbeitungszeit notwendig: Die Steuerung wirkt hakelig und sorgt gerade bei der Abwehrarbeit für Frustmomente. Zum Lernen eignet sich der ­Karriere-­Modus, in dem Ihr Euer selbst erstelltes Team zusammen mit Eurem Alter Ego zur WM nach Afrika schießt. Dazu spielt Ihr verschiedene Turniere und Herausforderungen. Als Belohnung winken bessere Spieler, die Ihr in Eure Mannschaft integrieren dürft. Online ladet Ihr Euch die Fußballer anderer Spieler herunter, Duelle ruckeln jedoch sehr stark und machen kaum Spaß.
Die Grafik vermittelt echtes Arcade-Gefühl: Die Athleten präsentieren sich im Comicdesign, sind aber stets an ihre realen Vorbilder angelehnt. Auch die Arenen sind schön und abwechslungsreich gestaltet.
Pure Football ist ein modernes, nicht ganz so einsteigerfreundliches Nintendo World Cup: Kleine Spielerkader, eine abgedrehte Optik, Fouls im Sekundentakt und Kunstschüsse waren schon anno 1991 die Zutaten für den Fußball-Dauerbrenner auf dem NES. Gut genug für eine Halbzeitpause.

+ unkomplizierte Arcade-Action
+ tolle Kunstschüsse
+ kreative Grafik

- Mängel bei der Steuerung
- ruckelnder Onlinemodus

Tobias Kujawa meint: Pure Football verfehlt seine Zielgruppe, denn ohne ordentlich Trainingsrunden macht die Jagd auf das runde Leder keinen Spaß. Das gegnerische Tor ist anfangs wie zugenagelt, während die eigene Abwehr andauernd überrannt wird. Hat man sich aber an den hektischen Spielaufbau und die ungenaue Steuerung gewöhnt, bietet die Bolzerei eine kurzweilige Abwechslung zu den realistischen Schwergewichten FIFA und PES. Außerdem kann ich hier meinen radikalen Spielstil pflegen, der durch die nervige Begleitmusik auf dem Platz sogar noch angeheizt wird. Und am Ende gewinnen natürlich die Deutschen!

67
M Technische Mängel vermiesen die Freude am Spaß-Fußball – für eine Partie zwischendurch aber okay. M
M!-Rating 67 von 100       Grafik 7 von 10       Sound 5 von 10       Singleplayer 7 von 10       Multiplayer 5 von 10
Region PAL      Test erschienen in der M! Games 8 / 2010      Seite 73      Redakteur tk
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Kommentare

Bild von CyborgX7

ich werds mir trotz der schlechten bewertung mal antun denn die minuspunkte kann ich verkraften und gegen einarbeitungszeit hab ich nichts
klingt auf jeden fall spannender als fifa oder pes

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