Legacy of Kain: Ascendance – im Test (PS5)

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Falls Ihr schon immer mal die ­Vorgeschichte zum Retro-Klassiker Soul ­Reaver erleben und nicht den dazugehörigen Comic ”The Dead Shall Rise” lesen wolltet, ist dieser narrative 2D-Action-Plattformer für Euch gemacht. Neben einem Ausflug mit Kain übernehmt Ihr die Kontrolle über Raziels Vampirschwester Elaleth sowie Raziel selbst – vor und nach seiner Auferstehung als Vampir.

Die Actioneinlagen im nur knapp dreistündigen Abenteuer sind mit jeder der Figuren simpel. Ihr erlegt per Klinge durch Wände fliegende Fledermäuse und einige wenige Rittereinheiten mit der Schlagtaste. Ihr könnt zwar parieren und dadurch hart zurückschlagen, doch meist springt Ihr einfach in die Luft und greift mit der viel zu starken Ansturm-Attacke Eure Feinde an, da deren Angriffe schwer lesbar sind und sie sich ziemlich chaotisch über den Bildschirm bewegen. Manche Gegner stürzen sich mitunter gar ohne Euer Zutun in den Abgrund.

Ansonsten weicht Ihr Feuerstellen aus, fliegt über Abgründe und schlürft das Blut von Feinden oder Gefangenen, da Eure Lebensleiste mit der Zeit konstant abnimmt. Die Schwierigkeit und damit auch der Spaßfaktor der Plattformherausforderungen nimmt leider erst gegen Ende angenehm zu. Konstant bleibt jedoch das Gefühl, dass sich Eure Spielfiguren zu klobig und hektisch bewegen. Butterweich ist hier nichts. Immerhin haben die Entwickler selbst gemerkt, dass sich die Gegner zu chaotisch verhalten und Ihr diese in der Hälfte der Zeit in eigentlich schädlichen Feuerstellen aussaugen müsst, weswegen Ihr hierbei kurzzeitig unverwundbar seid. Da Ihr alle paar Meter Checkpoints findet und den Schwierigkeitsgrad dras­tisch senken könnt, konzentrieren sich Storyfans bei Bedarf rein auf die starke Erzählung.

Unterbrochen wird die ­Action nämlich von zahlreichen Dia­logen und Storysequenzen, die im ­Grunde das Herz von ­Ascendance bilden. Hier trefft Ihr neben den Helden auf weitere bekannte Figuren wie den Sarafan-­Orden, die herumgeisternde Ariel, Zeitwächter Möbius und den Wächter der Reaver-­Klinge Janos Audron. Fans der englischen Vorlage freuen sich, dass Raziel, Kain, Ariel und ­Möbius von ihren Originalsprechern vertont werden. Sehr nett ist hier auch der Wechsel der visuellen Stile. Zusätzlich zu den eher billig wirkenden, animierten 2D-Figuren bei Dialogen gibt es eine kurze Hommage im PSone-Look, ein wenig Anime und eine Pixel-­Diashow zu Raziels Kindheit.

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