
Was für ein Jahr für einen der niedlichsten Spielehelden: Im Februar turnte sich Kirby als Fadenbündel zurück in die Herzen der Gamer – Kirby und das magische Garn sieht so hinreißend aus wie kaum ein Spiel der letzten Jahre. Vor wenigen Wochen stürmte dann ein ganzes Knödel-Rudel den DS: Kirby Mass Attack ist etwas chaotisch, unterhält mit dem frischen Spielansatz aber sogar Hüpfspiel-Muffel. Zur Krönung seines letzten Jahres als Teenie (2012 wird der Blob 20 Lenze jung) spendiert HAL seinem bekanntesten Charakter endlich einen neuen Heimkonsolen-Auftritt – denn Kirby und das magische Garn wurde nicht von den Serienvätern entwickelt.
Kirby’s Adventure Wii markiert das versöhnliche Ende einer Odyssee. Seit der Veröffentlichung von Kirby 64 im Jahr 2000 waren drei Heimkonsolen-Kirbys bei HAL in Entwicklung, die es nie bis zur Marktreife brachten: ein Vierspieler-Hüpfer für den GameCube, der auf der E3 2005 als Trailer gezeigt wurde, ein waschechtes 3D-Abenteuer sowie ein 2D-Jump’n’Run mit schicker Comicoptik. Hat sich die Wartezeit gelohnt? Und wie! Kirby’s Adventure Wii überzeugt grafisch, verzückt in puncto Verwandlungsvielfalt und überrascht mit komfortablem Vierspieler-Modus.
HALs Held kann nicht nur laufen, rennen, hüpfen, Feinde inhalieren oder als Ballon umherschweben – vor allem ist er wieder in der Lage, die Fähigkeiten eingesaugter Gegner zu absorbieren. Dann setzt sich Kirby ein neckisches Mützchen auf und erhält eine Vielzahl neuer Attacken. Diesmal warten über 20 wahnwitzige
Verwandlungen auf Euch, die überraschend komplexe Angriffsmuster erlauben: Kirby reitet auf einer Welle, wirft mit Bomben, Klingen und Feuerbällen, attackiert per Zauberstab, peitscht mit dem Lasso oder haut dem Boss einen Shoryuken um die Ohren. Oft macht das einfach nur eine Menge Spaß, teils werden Euch die Fähigkeiten aber genau dann spendiert, wenn sie nötig sind, um einen Endgegner niederzuringen oder die teils fies versteckten Energiesphären zu erbeuten. Letztere entsprechen den Sternenmünzen der jüngsten Super Mario-Episoden und erhöhen den Langzeitspaß. Wie erwartet, bietet auch dieser Kirby-Teil knuffige Feinde, eine akkurate Steuerung, pfiffig platzierte Plattformen und garantiert einen Farb-Flash, der sich gewaschen hat. Wer den Erzunhold nach gut fünf Stunden in die Knie gezwungen hat, versucht sich am Boss-Modus oder perfektioniert in verwandlungsspezifischen Challenges sein Können.
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Kommentare
Sieht weitaus ueberzeugender aus als Magic Yawn aeh... Yarn.
Ich habs hier noch von Weihnachten rumliegen.
Heute Abend mache ich es auf :)
"das magische Garn" ist eines der optisch eindrucksvollsten Games die ich jemals gespielt habe, aber spielerisch war es imo einfach viel zu simpel, ich hoffe mal Kirby's Adventure ist,trotz gewöhnlicherem Grafikstil, deutlich schwerer :)
(ein Spiel muss für mich nicht unbedingt einen hohen Schwierigkeitsgrad bieten, aber "das magische Garn" war ja mal gar keine Herausforderung, fand ich nach dem anfänglichen Grafikflash doch recht wenig motivierend)
Nach all dem was ich bisher gehört habe wirst du dann sicher entteuscht sein.
es ist eben kirby was erwartest ihr das ist halt einfach
Kirby spielen eh keine Menschen älter als 6 Jahre. Für diese Zielgruppe sind die Spiele gemacht. Alternativ kann man ja die Lost Levels spielen, das sollte Herausforderung genug sein.
Oh! Ein Eichhörnchen!
Stimmt nicht - ich bin weit älter als 6 und sehe mich als Teil einer gänzlich altersunabhängigen Zielgruppe. Und zwar die der Jump 'n' Run-Fans. Da der neue Kirby Qualitäten aufweist, die anscheinend zu wenig Anerkennung finden, empfehle ich den im späteren Verlauf anwählbaren Extra-Modus, sowie einige der recht knackigen Sphärenlevels - unumgänglich, will man alle 120 Zahnräder einsacken. Dies und alles andere machen den neuen Kirby zu einem absolut spielenswerten und angenehm fordernden Jump 'n' Run-Titel. Wie bereits treffend von den Maniacs formuliert; "der beste Kirby, den ihr kriegen könnt".
Ich muss sagen: Das magische Garn hat mir sehr gut gefallen. Und man hat ein Level oft schon öfters besucht, um alles zu bekommen... nur weil man nicht sterben kann, ist ein Treffer lange keine Bestrafung =) Trotzdem war's natürlich recht leicht, aber ich mag das Spiel wirklich gern. Außerdem ist der Sprecher super!
Ich hab den Titel zwar jetzt, nehme mir aber erst mal die anderen "Jump'n Run-Blockbuster"(Mario, Sonic, Rayman) vor. Die ersten drei Level machen aber definitiv Lust auf mehr. Das magische Garn gefiel mir auch. Wirkt auf mich wie ein spielbares Bilderbuch(samt gestickten Motiven). Ich hätte allerdings, wie in der japanischen Variante, lieber eine Sprecherin gehabt.
Ach es gibt dieses mal also wieder einen "hard modus"? Den fand ich bei Dreamland 1 auch sehr fein und Dreamland 2 fand ich auch so noch einigermaßen fordernd, zumindest in manchen Levels.
Eigendlich war Kirby 64 das erste Kirby, bei dem der Schwierigkeitsgrad für mich zum Neativpunkt wurde, da waren die Bosse und Minibosse (ganz besonders die Minibosse) eine richtige Beleidigung meines Könnens ;)
Aber wenns nen Extra Modus gibt, wäre ein geringer Schwierigkeitsgrad des Hauptspiels für mich zu verkraften.
Bin übrigens auch schon älter als 6 und spiele gerne mal ein Kirbyspiel :)
ich bin 23 Jahre älter als 6 Jahre und spiele noch Kirby, genauso wie ich ein Donkey Kong Country designtechnisch (und vom spielerischen Anspruch sowieso) zeitlos halte :)
oder darf ich mit meinen knapp 30 Lenzen nur noch so pseudocoole "wir sind ja sooo böse"-Games wie God of War oder Gears of War spielen...?
@ link82
Ich hatte bislang immer den Eindruck, pseudo-coole "Boese-Kerle"-Games richteten sich allem voran an Jungs zwischen 12 und 16.
Von daher waere es eher "creepy", wenn Du irgendwas Anderes als Deine "kauzig senilen Hippie"-Games zocken wuerdest.
@16MillionShades:
ja stimmt eigentlich auch wieder, im Teenager-Alter fand ich solche Sachen ala Manhunt, Doom oder God of War auch cool, heutzutage kommts mir eher auf den künstlerischen Aspekt an als auf Splatter und Badass