Rambo: The Video Game – im Test (PS3)

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Ich muss mich leider selbst zitieren: ”Die Heavy Fire-Reihe ist einfach kacke und wirft ein übles Licht auf die kommende Rambo-Versoftung aus demselben Haus”, orakelte ich vor einem Jahr beim Test des spielerisch ähnlich gelagerten Heavy Fire: Shattered Spear. Leider hat sich die Befürchtung bewahrheitet – Rambo: The Video Game ist ein eintöniges und anspruchsloses Stück Software, das nicht mal das Prädikat ”So schlecht, dass es schon wieder gut ist” verdient.

Ihr spielt die Handlung der ersten drei ”Rambo”-Filme nach, kämpft Euch also durch eine amerikanische Kleinstadt samt umgebender Wildnis, den Dschungel Vietnams und die Wüste Afghanistans. Es wird zwar wie bei einem Ego-Shooter Eure Waffe eingeblendet, spielerisch erwartet Euch aber ein klassischer Lightgun-Shooter samt an die Time Crisis-Serie erinnernder Deckungsmechanik.

In geschätzt 70% der gut dreistündigen Kampagne lasst Ihr den Lauf Eurer Schnellfeuergewehre glühen. Meist könnt Ihr hinter Kisten, Autos oder Wänden in Deckung gehen (praktisch zum Nachladen) – an etlichen Stellen nimmt Euch das Spiel jedoch diese Option. Das Nachlade-System hat einen unlogischen, aber spaßigen Kniff: Wer den Reload-Button gut getimt nochmals drückt, verringert die Nachladezeit und hat ein doppeltes Magazin drückt Ihr das zweite Mal jedoch zu früh oder zu spät, braucht Rambo länger für die Nachladeanimation und muss mit einem halben Magazin auskommen. Während aller Schießereien füllt sich ein Wut-Balken – aktiviert Ihr diese Wut, färbt sich das Bild orange und abgeschossene Feinde geben Euch Lebensenergie. Weil das die einzige Option ist, die Lebensleiste zu füllen, werdet Ihr oft ins Gras beißen – an unfairen, schlecht zu spielenden Stellen mangelt es nicht.

Gefühlt 20% der Story erlebt Ihr schleichend: Mit Rambos Messer und dem kultigen Bogen bewaffnet, setzt Ihr Feinde leise außer Gefecht – anspruchsvoll ist das nicht, bringt aber etwas Abwechslung. Die letzten 10% verbringt Ihr mit einfachen Quick-Time-Events – etwa um Feinden das Messer in den Hals zu rammen oder Mörserbeschuss auszuweichen.

Gespielt wird mit Move (häufiges Neukalibrieren nötig) oder Controller (Auto-Lock-on, wenn sich Euer Fadenkreuz einem Feind nähert). Ein Zweispieler-Modus ist an Bord: Ihr habt dann zwar zwei Fadenkreuze, aber nur eine gemeinsame Lebensenergie und ein sichtbares Gewehr.

Sascha Göddenhoff meint: ”Rambö, du bist nischt entberlisch!” Leider falsch, der Railshooter-Rambo ist so überflüssig wie blaues Licht. Hier handelt es sich eindeutig um einen Krieg, den ich nicht begreifen werde. Scheinbar hat keiner der Entwickler nachgedacht: über die Grafik, über das fummelige Zielverhalten, über die Synchronisation. Warum ist niemand gekommen, um uns vor Rambo zu retten? Klar, die Hölle ist sein zu Hause und im Gegensatz zu Gott kennt er keine Gnade – beides wird im Spiel mehr als deutlich. Nach kurzer Eingewöhnung wurde Töten sogar so leicht wie Atmen und es kam ein wenig Spielspaß auf. Trotzdem: Rambo – The Video Game ist nicht mein Krieg!

Matthias Schmid meint: Hey, die Shooter von Teyon werden immer besser! Von Heavy Fire Afghanistan (26%) über Heavy Fire: Shattered Spear (30%) bis Rambo (36%) ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar – die Jungs brauchen noch höchstens sieben, acht Spiele mit so einer Qualitätsentwicklung, dann könnte man fast schon eine Kaufempfehlung aussprechen. Für Rambo – The Video Game gibt es die nicht. Die Grafik ist schlampig, der Zweispieler-Modus nicht durchdacht. Das Schieße-alles-tot-was-sich-bewegt-Spielprinzip macht manchmal kurz Spaß, jeder namhafte Lightgun-Shooter lacht jedoch über Dramatik, Dynamik oder Gegnerplatzierung. Als großer Fan der Filmvorlagen bin ich ein bisschen happy, die Action-Meisterwerke auf der Konsole nachspielen zu können. Und ein bisschen traurig, weil ein kompetenteres Team so viel mehr draus machen könnte.

  • nur Rambo und Colonel Trautman sehen ihren Filmvorbildern ähnlich
  • in Deutschland ungeschnitten
  • mit Move oder Controller spielbar
  • erzählt die ersten 3 Rambo-Filme nach

Griff ins Klo: Nur hartgesottene Fans der Filmvorlage dürfen zugreifen, wenn sie das Spiel in der Grabbelkiste finden – alle anderen ergreifen die Flucht!

Singleplayer36
Multiplayer
Grafik
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Tokyo_shinjuu
3. Januar 2021 6:11

Bin da ganz bei dir @zack1978
Für kleineres Geld und ohne Triple A Erwartung macht das Game ordentlich Laune.
Hab es jedenfalls nicht bereut dafür Geld ausgeben und Zeit investiert zu haben.

Gibt Spiele die einen deutlich besseren Ruf haben, deren Existenz ich eher anzweifeln würde. ?

Anonymous
Anonymous
2. Januar 2021 22:18

Ach naja, ich hatte damals glaube 10 € für das Spiel bezahlt und wurde eigentlich ganz gut unterhalten. Ich wusste aber auch vorher worauf ich mich da einlasse und hatte keine falschen Erwartungen an das Game.

Max Snake
2. Januar 2021 21:02

Ich hab es damals auf Gamescom 2012 angespielt für Dirty Harry und ich sage auch heute noch. Rambo: The Videogame braucht kein Mensch.

15. April 2014 18:20

Echt schade , man hätte mehr raus machen können (müssen) ! ; )

Liquid Snake
10. April 2014 10:50

O…M…GIch habs gewusst wirklich…ich habs wirklich gewusst.Alle meine Kumpels haben sie so darauf gefreut…ich habs gleich gesagt…das Spile wird scheisse….die werden das richtig versauen….meine Fresse………was haben die nur aus Rambo gemacht…

Liquid Snake
10. April 2014 10:50

O…M…GIch habs gewusst wirklich…ich habs wirklich gewusst.Alle meine Kumpels haben sie so darauf gefreut…ich habs gleich gesagt…das Spile wird scheisse….die werden das richtig versauen….meine Fresse………was haben die nur aus Rambo gemacht…

AkiraVingard
9. April 2014 10:46

Gab es schon mal ein gutes Rambospiel? Oder hat der Entwickler Teyon schon mal was gebracht das man nicht bedenkenlos in die Mülltonne treten kann?

Asaziel
8. April 2014 13:16

@Doom und Chris KongEs ist eine Rambo-Serie geplant.

D00M82
7. April 2014 19:24

[quote=ChrisKong]

Mal sehen, wann Rambo 5 startet, Sly wollte den ja mal angehen.

[/quote]Ja aber nicht als Actionstreifen. Ich glaube er wollte den Charakter “”John Rambo”” nach hause kommen lassen. Quasi ein Ausklingen. Ich fänd den in Richtung Gran Turino ganz cool.

AkiraVingard
7. April 2014 14:35

@ Dragon, es geht noch schlechter: Hi Oktane für die PSX, oder wer es aktuell haben will: Ride to Hell. (dort wo die DVD´s von diesen Machwerk gelandet sind…

ChrisKong
7. April 2014 14:13

Mal sehen, wann Rambo 5 startet, Sly wollte den ja mal angehen.

Dragons Dogma
7. April 2014 13:33

Das schlechteste Spiel wo Ich mal hatte war Duall Heros für N64:-) das hatt inn etwa die gleiche Wertung.

AkiraVingard
7. April 2014 12:02

War irgendwie vorauszusehen. Schade, man hätte einiges daraus machen können. Es kann einen eigentlich nie so langweilig sein um dieses Spiel zocken zu wollen, und wenn ich bis zur Unendlichkeit zähle… 😉

Asaziel
7. April 2014 11:23

Das hat Rambo nicht verdient. Aber bei den Entwicklern war es ja doch ein wenig vorherzusehen.