Sword of the Berserk: Guts’ Rage – im Klassik-Test (DC)

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Als grimmiger Krieger Gut stampft Ihr durch ein Dutzend Fantasy-Abschnitte und meuchelt alles, was Euch begegnet: Ist Euer riesiges Schläch­ter­schwert in engen Gassen nicht zu gebrauchen, weicht Ihr auf Arm­brust und andere Tötungs­instru­mente aus. Während die epische Musik keine Schwächen aufweist, stören bei der atmosphärisch-düs­teren Optik teils grobe Clipping-Fehler – so stecken öfters ganze Gegner in Wänden fest und un­günstige Kamerawinkel machen Euch das Leben schwer.

Dafür gefallen über eine Stun­de FMV-Sequenzen mit fesselnder Handlung und sehr guter (englischer) Synchronisation. Habt Ihr diese allerdings erst mal gesehen, wird die monotone Metzelei trotz freispielbarer Extras und Blutfontänen langweilig: Bis auf wenige primitive Reaktionstests gibt es keinerlei Abwechslung, sodass Ihr im Handumdrehen durch seid.

Tolle Präsentation mit interessan­ter Story, aber wenig dahinter: Extrem blutige, kurze und simple Metzelei.

Singleplayer58
Multiplayer
Grafik
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Smart1986
23. März 2020 2:57

Sword of the Berserk für Dreamcast war bislang das einzige Spiel, für das ich selbst mal eine Rezension auf Amazon verfasst habe. Hätte dem Spiel 7/10 Punkten gegeben. Aufgrund des Amazon Wertungssystems hab ich dann auf 4 von 5 Sternen aufgerundet. Hier mal meine Rezension zum Spiel: Gutes Spiel zur Mangavorlage Einleitung und Story Sword of the Berserk basiert auf dem Manga “Berserk” von Kentaro Miura, der hierzulande bei Planet Manga als Manga bzw. bei Panini Video auf DVD erhältlich ist. Da das Spiel eine eigenständige, in sich abgeschlossene Handlung erzählt, ist es jedoch nicht erforderlich, den Manga oder den Anime zu kennen. Jedoch macht das Spiel mit Hintergrundwissen durchaus noch mehr Spaß, weil man eben einige Dinge bzw. Charaktere wiedererkennt. Das Spiel legt sehr viel Wert auf Handlung und so kommt es nicht selten vor, dass der Spielfluss von Zwischensequenzen unterbrochen wird, die teilweise mehrere Minuten dauern. Die Geschichte beginnt mit einem Angriff von Banditen auf eine reisende Artistin und deren Kollegen. Guts (Hauptcharakter des Spiels bzw. der Mangavorlage) schreitet ein und erledigt die Banditen. Nach und nach wird man immer mehr in die Story hineingezogen und erfährt von der Mandraguar-Seuche, die die Menschen befällt und zu Mutanten werden lässt. Die Handlung spielt nach der TV-Serie, lässt sich jedoch nicht punktgenau zeitlich in den Manga einordnen. Kjaskar (oder im Spiel Casca) ist nicht mehr im Besitz ihrer geistigen Sinne und verhält sich wie ein Kleinkind (also zeitlich direkt nach dem Anime einzuordnen) und die Begleiter (außer Casca nur Puck) lassen darauf schließen, dass die Geschichte zu einem Zeitpunkt stattfindet, bevor Farnese & Co. sich der Truppe anschließen. Gameplay Das Spiel selbst gibt sich als typischer Vertreter des “Hack ‘n’ Slay”-Genres. Guts verfügt über zwei verschiedene Schwertschläge, die unterschiedlich schnell sind und dementsprechend Schaden anrichten. Hält man die rechte Schultertaste gedrückt, kann man die auf die Knöpfe zugeteilten Items verwenden: Die mächtige Arm-Kanone, Wurfmesser, Bomben sowie Heiltränke. Mit Ausnahme der schwachen Wurfmesser ist die Anzahl der Items jedoch stark begrenzt. Weiterhin kann Guts einen Slide ausführen, um gegnerischen Attacken zu entkommen oder sein Schwert wegstecken, um schneller Rennen zu können. Der Dragon Slayer ist zudem nicht zwangsläufig die beste Wahl, um seine Gegner zu erledigen. Aufgrund der Levelarchitektur wird übereifrigen Schwertschwingern ein Strich in Form von Wänden durch die Rechnung gemacht. Soll heißen, die Schwertattacke wird bei Wandberührung abgebrochen. Der Weg durch die Gegnerhorden ist nicht immer der beste. In manchen Fällen bietet sich eine Flucht durch die Mitte an – vorausgesetzt, das Spiel gestattet eben dies. Denn ab und an will die Umgebung von allen Gegnern gesäubert werden, bevor es weitergehen kann. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht gerade einfach. Bereits auf “Normal” ist Durchhaltevermögen gefordert. Die Bossfights erforden zum Teil eine Menge Feingefühl und schnelle Reflexe. Angriffsmuster wollen studiert und auswendig gelernt werden. Bis dahin wird man viele Instant-Tode sterben. An vielen Stellen im Spiel herrscht schlichtweg “Trial & Error”. So war das Spiel seinerzeit einer der ersten Vertreter mit QTEs (Quick Time Events), jedoch wird hier verpasstes Timing oder Drücken der falschen Taste mit dem Tod bestraft. An einer weiteren Stelle gilt es aus einem Schloss zu entkommen, ohne von aus den Wänden brechenden Steinsäulen zertrümmert zu werden. Man rennt auf den Bildschirm zu, weicht Steinen und giftigen Algen aus, um ans Ziel zu gelangen. Klingt einfach, ist jedoch beinhart. Durch das Springen über Blockaden wird Guts langsamer und wird von den Steinsäulen eingeholt, eine Berührung mit einer Alge endet zudem fast immer mit dem sicheren Tod. Was bedeutet Tod im Falle von “Sword of the Berserk”? Ganz einfach: Im Spiel gibt es ein Continue-System, je nach Schwierigkeitsgrad variiert deren Zahl (z.B. 10 im Normal-Mode). Sind alle aufgebraucht, startet Guts am letzten Rücksetzpunkt, an dem das Spiel automatisch speichert. Diese sind jedoch rar und vor allem ziemlich unfair platziert. So hält die Freude über einen besiegten Boss Gegner nicht lange an, wenn man kaum noch Continues besitzt und der nächste Kontrollpunkt in weiter Ferne ist. Frust ist die Folge. Die Gegner-KI ist ziemlich durchwachsen. Wie bereits oben erwähnt, verwenden Endgegner bestimmte Angriffsmuster, normale Gegner hingegen dienen nur als Kanonenfutter. Doch was ihnen an Intelligenz fehlt, machen sie durch ihre Anzahl wieder wett. Oftmals seid ihr umzingelt von Gegnern und kommt kaum noch dazu, euren Angriff auszuführen. Ein weiteres Problem ist die nicht frei verstellbare Kamera, die einen schlechten Winkel aufs Kampfgeschehen gibt bzw. dafür sorgt, dass man Feinde oftmals zu spät entdeckt. Die Gewaltdarstellung im Spiel ist sehr explizit und daher ausschließlich für volljährige Spieler geeignet. Abgetrennte Gliedmaßen und Blutfontänen stehen an der Tagesordnung. Zuletzt noch der “Berserk”-Zustand. Wenn Guts seine Gegner zerstückelt, füllt sich seine Berserk-Leiste. Einmal gefüllt, wird der Bildschirm in blutiges Rot getränkt. In diesem Zustand ist Guts unverwundbar, seine Angriffe richten höheren Schaden an und seine Schwertschläge können nicht mehr von der Umgebung behindert werden. Angriffe eurer Gegner verpuffen jedoch nicht im Nichts, sondern zehren an der Restdauer eures Berserk-Zustandes. Grafik Technisch ist Berserk für Dreamcast-Verhältnisse durchaus schön anzusehen. Vor allem Guts, Puck und Casca sind schön modelliert. Auch die Atmosphäre der Vorlage wird durch matte Farbgebung gut eingefangen. Im Spiel wird auch auf grafischer Seite Abwechslung geboten (Schlösser, Kellergewölbe, Wälder, Höhlen oder Städte). In den (in Spielgrafik gehaltenen) Videosequenzen kann man ebenfalls einige Details ausmachen. Sound Die englische Sprachausgabe ist gut gelungen und die Sprecher haben sich gut in ihre Rollen hineinversetzt und passen auch stimmlich zu den Charakteren. Ebenfalls schön ist, dass man eine neue Version des Songs “Berserk Forces” (bekannt aus dem Anime) für das Spiel angefertigt hat (zu hören in der Einleitungssequenz des Spiels, sowie in den Credits). Auch Waffengeräusche klingen authentisch und die musikalische Untermalung in den Arealen passt ebenfalls bestens. Fazit Fans der Vorlage, die zudem einen Dreamcast besitzen, sollten zugreifen, sich jedoch bewusst sein, dass das Spiel nur frustresistenten Spielern wirklich Spaß machen wird. Wer die Vorlage nicht kennt, bekommt dennoch ein oberdurchschnittliches “Hack ‘n’ Slay”-Spiel für sein Geld. Abschließend kann ich nur sagen, dass mir das Spiel durchaus Spaß bereitet hat, auch wenn der Umfang des Story… Mehr lesen »

JACK POINT
22. März 2020 23:46

Ich hab´s zwar auch noch ungespielt rumliegen und kenns nur vom Zuschauen bei meinem damaligen Videospiel-Laden, aber ich denke die Wertung ist hier deshalb zu niedrig, weil es mir vorkommt, als wäre unterschwellig so ein bischen erzieherische Bewertung eingeflossen.

So als ob man das Spiel für seine deutliche Gewaltdarstellung unbedingt bestrafen müsste indem man sagt, dass da spielerisch wenig dahinter ist. Und außerdem ist doch wenig Abwechslung egal, denn ist das nicht das große Problem von Segas Ausrichtung spielhallenartige Konzepte auf der Dreamcast zu haben? Daher müsste es doch in kurzen Schüben immer wieder genießbar sein.

Revolver_Ocelot
22. März 2020 23:25

Also mit 58 Prozent ist die Maniac damals sehr streng vorgegangen. Ich hätte den Spiel wohl so eine Wertung im 70er Bereich gegeben. Mir hat es damals gut gefallen, auch wenn ich nie durchspielen konnte. Hätte nämlich mit dem Speichern Probleme. Obwohl ich Speichern immer brav ausgewählt habe hat das Game nie das gemacht was ich wollte.

Nipponichi
22. März 2020 10:50

Ich bin damals auf das Spiel aufmerksam geworden, als ein Klassenkamerad aus der Berufsfachschule es mir zuhause zeigte. Er hatte es sich zum Start gekauft. Ich fand das Spiel richtig cool. Es sah für damalige Verhältnisse recht gut aus und war atmosphärisch recht stimmig. Ich wollte es mir damals auch kaufen, aber warum auch immer kam es nie dazu. Vergessen hatte ich das Spiel aber nie wirklich.

Als es noch Videotheken gab, hatte ich es mir mal über ein Wochenende ausgeliehen. Heute noch nachkaufen, könnte ich aber wirklich mal nachholen. Aber gut. Man kann ja nicht alles haben und vor allem nicht alles zocken.

Lincoln_Hawk
22. März 2020 0:25

Ich fand’s geil und das sah super aus derzeit
Ausgeliehen da gabs noch videotheken

MontyRunner
21. März 2020 19:37

Der Schwierigkeitsgrad kann gar nicht so hoch gewesen sein, denn ich habe das durchgespielt und bin weitesgehend von allen Skills befreit 😉

Saldek
21. März 2020 19:16

Zwar ist der Soundtrack verdammt wuchtig, aber das Spiel fand ich nicht gut. Einerseits die extrem beklemmende düstere Atmosphäre und wirre Erzählstruktur. Dann war das Gekloppe recht eintönig und in engen Gassen nervig, da man ständig an die Wand gestoßen ist. Der Schwierigkeitsgrad war zu hart, Abwechslung hat gefehlt.

belborn
21. März 2020 18:53

War für DC schon ein Vorzeigetitel.Das geniale Intro,die gelungene Präsentation,dann das Gemetzel,schade nur nach 1h war das langweilig.Musste mich wirklich quälen um es durchzuzocken.

Sonicfreak
21. März 2020 18:06

Also mein Bruder hat damals etwas gezockt. Ich fand das auch sehr durchschnittlich. Ähnlich wie dieses Soul Warriors oder wie das hieß

21. März 2020 17:41

Den Kult um Sword of the Berserk konnte ich irgendwie nie verstehen.
Hatte das Spiel zwar selber besessen, richtig abgeholt hatte es mich aber nie.
Ich halte die Wertung der Maniac für völlig gerechtfertigt.

Sonicfreak
21. März 2020 15:57

Vielen Dank für die 4fache Antwort ?
Hatte gestern Abend bei ebay gegrübelt, ob ich mir Taz Express oder Earthworm Jim 3D hole, hab mich dann für Earthworm Jim entschieden

21. März 2020 15:41

Taz Express bekam 53%

Sonicfreak
21. März 2020 15:26

Weiß hier in der Nerd Runde Jemand zufällig, wie damals TAZ EXPRESS für N64 in der Maniac abgeschnitten hat???
Der Online Test ist irgendwie nicht verfügbar.

Tokyo_shinjuu
21. März 2020 15:19

Wurde damals in der Video Games auch deutlich besser bewertet. Ich hab es leider noch nicht gespielt, hab die Serie auch erst vor ein paaren Jahren für mich entdeckt. Und mir sowohl dieses hier als auch Band of Hawks geholt um sie auf dem Pole of Shame liegen zu haben.?

T3qUiLLa
21. März 2020 14:46

daher kann ich euch band of the hawk nur ans herz legen. also den musou prügler…von den monstern her ist es vllt weniger einfallsreich aber bringt genau die metzelstimmung mit…

Sanftmut
21. März 2020 14:42

Ganz klar zu niedrig bewertet. Hätte man ruhig noch 10 – 15 Spielspaßpunkte drauf packen können.
Die ganze Atmosphäre, das coole Charakter- und Monsterdesign und die, wie von MontyRunner beschrieben, wuchtigen Soundeffekte machten echt ne Menge Spaß.

MontyRunner
21. März 2020 13:37

Ich hatte auch viel Spaß mit dem Game. Stumpf ist manchmal wuchtig Trumpf 🙂

FirePhoenix
21. März 2020 13:26

Also ich fand’s cool damals ^^