Rheinländer kaufen französischen Indie

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Dieser Artikel stammt aus der M! 334 (Juli 2021).

WORMS • Seit ihrer Gründung vor 15 Jahren mausert sich die Wormser Software-Firma Kalypso zu einem Spezialisten für Runden- und Echtzeit-Strategiespiel. In drei Studios entwickelt sie plattformübergreifend Remakes, Fortsetzungen und Reboots beliebter 1990er- und 2000er-Jahre-Marken: Realmforge in München (Spacebase Startopia, Tropico 6, Dungeons-Serie), Gaming Minds in Gütersloh (Port Royale 4) und ­Claymore in Darmstadt unter dem Sunflowers-Veteranen Jürgen Reußwig.

Dazu kommt jetzt ein Entwicklungsteam in Frankreich: Für einen ungenannten Betrag übernimmt ­Kalypsos englisches Download-Label Kasedo Games die Mehrheit am 2012 gegründeten Indie Bulwark Studios. Die brachten nach ihrem Debüt mit dem Rundentaktik-Rogue-RPG-Mix Crowntakers die taktische Warhammer 40.000-Umsetzung Mechanicus auf PS4, Xbox One und Switch und passen somit gut in die Firmenfamilie. Zielstrebig und stabil stellt sich Kalypso im Sektor der Wirtschaftssimulationen, Denk- und Taktikspiele auf, beschäftigt Ascaron-Veteranen, werkelt an einer Anstoss-Modernisierung, in England an Sudden Strike und besitzt seit ein paar Jahren alle Rechte an den spanischen RTS-Klassikern von Pyro. Zuletzt brachte Kalypso ein Switch-Commandos 2 HD ­Remaster und aktuell arbeitet das Darmstadt-Team an einem neuen Ableger namens Commandos: Origins, der 1,53 Millionen Euro Förderung vom Bund erhielt.

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belborn
23. August 2021 20:44

Ich mag Kalypso.Vor allem die Gaming Minds.Grand Ages Medieval war nicht so meins. Das Handelssystem hab ich nicht geschnallt.Dafür aber die Port Royal 3 und 4.Die sind klasse und konkurrenzlos.