
| Spiel: | Outland |
| Publisher: | Ubisoft |
| Developer: | Housemarque |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 7 / 2011 |
Das finnische Studio Housemarque braut nach zwei gelungenen, aber inhaltlich nicht bahnbrechenden Twinstick-Shootern (Super Stardust HD und Dead Nation, beide PS3-exklusiv) aus vielen wohlklingenden Zutaten ein neues Spielrezept. Die beiden Haupteinflüsse von Outland sind unverkennbar das ’Metroidvania’-Konzept und die Farbspiellogik von Ikaruga – eine kuriose, aber effektive Mixtur.
Dazu kommt die sehenswerte Inszenierung: Euer namenloser Held rennt, springt und kämpft in weitläufigen 2D-Welten, die mit einer stimmungsvollen Ästhetik aufwarten. Plattformen und Charaktere erscheinen wie Scherenschnitte vor mit vielen feinen Details und Ebenen versehenen Hintergründen, bei denen in jeder Welt ein Farbton dominiert. Zusammen mit dem butterweichen Scrolling und sphärischen Klängen ergibt sich eine träumerische Atmosphäre, die auf ihre Art einem Limbo in nichts nachsteht. Dass die nur rudimentär vorhandene Rahmenhandlung vernachlässigbar geriet, sei angesichts der restlichen Opulenz verziehen. Von Beginn an sprintet Ihr schwungvoll und mit hohem Tempo durch die Umgebung, erreicht mit Wandsprüngen höhere Ebenen und haut vereinzelt auftauchenden Monstern mit einem Stock auf die Schattenrübe. Das alles geschieht dank eingängiger und direkter Steuerung wunderbar flüssig und wäre schon genug für ein feines Abenteuer – doch dann packt ”Outland“ noch einen Kniff aus.
Denn Ihr erwerbt bei der Erkundungstour nicht nur ’normale’ weitere Fähigkeiten wie Stampfsprünge oder härtere Schläge, sondern taucht Euren Helden in ’Licht’ und ’Dunkelheit’. Dadurch schimmert er blau oder rot und der Ikaruga-Gedanke kommt ins Spiel. Bald stoßt Ihr auf Elemente, die Ihr nur mit der passenden Polarisierung überwinden könnt: Rote Plattformen materialisieren erst, wenn Ihr ebenso erleuchtet seid, bunten Feinden könnt Ihr nur etwas anhaben, wenn Ihr die andere Färbung annehmt. Außerdem spucken allerlei Maschinen Geschosssalven aus, die Euch je nach Kolorierung Lebensenergie kosten oder harmlos an Euch verpuffen. Ab der dritten von fünf Welten zieht die Schwierigkeit ordentlich an und es werden in vielen kniffligen Situationen akrobatische Sprungeinlagen und flinke Farbwechsel verlangt. Dank kluger Checkpoint-Verteilung halten sich frustige Wegwiederholungen in Grenzen, nur bei den imposanten Bossen müsst Ihr beim Ableben stets von vorne beginnen. Neben dem mehrstündigen Solo-Abenteuer könnt Ihr alle Abschnitte auch mit einem Partner angehen, allerdings ebenso wie die speziellen Koop-Herausforderungen nur online. Outland ist eine feine Mischung aus Eyecandy und spielerischer Herausforderung, die sich dank des kleinen Preises auf jeden Fall lohnt.
Toll in Szene gesetzter ’Metroidvania’-Vertreter mit intelligent genutzten ”Ikaruga”-Elementen.
| Singleplayer | ![]() | 85 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |










