
| Spiel: | BloodRayne: Betrayal |
| Publisher: | Majesco |
| Developer: | Wayforward |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 11 / 2011 |
Manche Lizenzen sind auf den ersten Blick extrem undankbar: Nehmen wir zum Beispiel BloodRayne: Die Reihe um die Halbvampirin Rayne machte stets durch den Mix aus Nazis, Blut und blanken Brüsten denn durch spielerische Qualitäten von sich reden. Drei unterirdische Verfilmungen aus dem Gruselkabinett des Uwe Boll gaben ihr schließlich den Rest. Dem Entwickler WayForward gebührt also unser Respekt, dass er sich an dermaßen vorbelasteter Materie versucht – und großes Lob für die Tatsache, dass er der bleichen Heldin endlich ein gutes Spiel auf den knackigen Leib schneidert!
Bei Raynes Comeback blieben die Kalifornier ihren Stärken treu und inszenieren BloodRayne: Betrayal als dynamisches 2D-Actionspiel. Das wirkt auf den ersten Blick wie eine HD-Variante von diversen Castlevanias, tatsächlich spielt sich der Download-Titel aber eher wie ein zweidimensionales Devil May Cry. Anstatt ein großes, zusammenhängendes Vampirschloss zu erforschen, schlagt Ihr Euch mit Unterarmklingen, Reißzähnen und Pistole durch lineare Levels. Oft dürft Ihr erst weiterziehen, wenn Ihr einen Bildschirm komplett von (mitunter nachwachsenden) Widersachern befreit habt.
Rayne beherrscht eine Menge Angriffsvariationen und greift vielfach auf ihre Vampirfähigkeiten zurück: Geht Eure Lebensenergie zur Neige, könnt Ihr menschliche Gegner anzapfen und Euch so regenerieren. Alternativ kostet Ihr nur einen kleinen Schluck und lasst Euer Opfer als wandelnde Bombe auf seine Kollegen los. Anfangs sind die Steuerung und Raynes geringe Griffreichweite gewöhnungsbedürftig, bald schnetzelt Ihr aber recht souverän durch die herrlich anzusehenden 2D-Szenarien.
Der Schwierigkeitsgrad ist von Beginn an knackig: Die Gegner agieren aggressiv und greifen häufig aus der Distanz an – nur wenn Ihr Raynes gesamtes Move-Repertoire einzusetzen wisst, habt Ihr eine Chance. Vor allem manche Plattform-Herausforderung wird Euch Nerven kosten: Denn im Spielverlauf zieht das Tempo ordentlich an und verlangt Euch perfekt getimte Präzisionssprünge ab. Den Schmerz des regelmäßigen Versagens lindert da die Freude ob der tollen Technik: Das Scrolling ist butterweich, die Steuerung reagiert prompt und sämtliche Sprites sind wunderschön handgezeichnet und geschmeidig animiert. Insbesondere Rayne gehört zu den elegantesten Figuren, die dieses Jahr über die Bildschirme hopsen.
Nur entfernt mit ”Castlevania” vergleichbare, toll aussehende und bockschwere 2D-Action.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |











