Bisher war man es gewohnt, bei Museumsbesichtigungen einen dicken Wälzer mit dazugehörigen Informationen bei sich zu tragen oder aber – oft gegen Gebühr – sich einen Audioguide zu besorgen, von dem man Näheres zu dem Gebäude und dessen Ausstellungsstücke erzählt bekommt. Im Pariser Louvre läuft dies jetzt anders:
So liegen in dem meistbesuchten Museum der Welt 5.000 Exemplare von Nintendos 3DS bereit, die die Besucher nach Zahlung einer Gebühr von 5 Euro bei seiner Expedition durch das Haus begleiten. Dabei kann sich der geneigte Besucher etwa eine 3D-Ansicht der Exponate anzeigen oder Informationen dazu geben lassen. Wie das im Optimalfall abläuft, seht Ihr hier.
Enthalten ist z.B. ein interaktiver Museumsplan, der den Besuchern anzeigt, wo sie sich gerade befinden. Dazu kommen mehr als 700 Kommentare von Kuratoren und Wissenschaftlern des Louvre.
Und für alle, es ganz ganz ganz genaue wissen wollen, hat uns Nintendo netterweise alle Funktionen des Audio Guide Louvre für Nintendo 3DS aufgelistet:
Der selbstgeführte Rundgang
Er umfasst mehr als 700 Audio-Kommentare und Fotos, davon viele in HD. In einfachen aber packenden Erklärungen geben die Experten des Louvre ihren Gästen Hintergrundinformationen und helfen ihnen, die Exponate richtig zu verstehen.
Die Hauptwerke
Diese Funktion bietet eine Auswahl der wichtigsten Kunstwerke des Louvre. Sie werden auf einem interaktiven Plan präsentiert, damit die Nutzer keines von ihnen verpassen. Um sie zu entdecken, können die Besucher individuelle Routen durchs Museum festlegen.
Entdeckungstouren durchs Museum
Diese zwei thematisch unterschiedlichen Rundgänge richten sich speziell an Besucher, die zum ersten Mal im Louvre sind:
Die Tour Meisterwerke ermöglicht es ihnen, die größten Kunstschätze des Louvre zu entdecken oder wiederzuentdecken, darunter Leonardo da Vincis Mona Lisa, die Venus von Milo oder die Nike von Samothrake. Schritt für Schritt werden die Besucher durch die prächtigsten Säle des Museums geleitet.
Die Tour Ägypten für die ganze Familie (demnächst verfügbar) erweckt auf humorvolle und informative Art die alten Ägypter zu neuem Leben. Die Besucher erfahren, wie es einst am Nil um die Arbeit der Bauern und Handwerker und um die Macht der Pharaonen bestellt war. Sie werden ermutigt, weitere Details über die Objekte auf dem Bildschirm zu erfahren und ihren Sinn und Zweck zu erfassen. Obendrein können sie während des Museumsbesuchs mit einem Quiz ihr Wissen testen.
Die angepasste Tour (demnächst verfügbar)
Sie bietet spezielle Kommentare für Behinderte. Hörgeschädigte erhalten eine visuelle Führung zu den Hauptwerken des Louvre in französischer Gebärdensprache. Sehbehinderte Besucher können mit der Audio Tour die Tast-Galerie des Louvre besuchen.
Audio Guide für Sonderausstellungen
Bis zum 25. Juni können die Nutzer des Audioführers die Geheimnisse eines der größten Malergenies aller Zeiten entdecken: Zur Sonderschau Die Heilige Anna, Leonardo da Vincis letztes Meisterwerk erhalten sie Erklärungen von Vincent Delieuvin, dem Leiter der Gemäldegalerie des Louvre und Kurator der Ausstellung.
Die innovative Ortungsfunktion
Der Riesenbau des Louvre mit seinen Sammlungen, die sich über drei Flügel und vier Stockwerke erstrecken, stellt den Orientierungssinn vieler Besucher auf eine harte Probe. Aber dank der Ortungstechnologie des Nintendo 3DS geht jetzt niemand mehr in diesem Museum verloren, das zu den größten der Welt zählt. Der neue Audio Guide macht auf den beiden Bildschirmen des Nintendo 3DS den Plan des Stockwerks sichtbar, auf dem man sich gerade befindet und zeigt jederzeit die exakte Position des Besuchers an.
3D-Bilder ohne 3D-Brille
Die 3D-Fähigkeit des Nintendo 3DS ermöglicht interaktive Animationen, 3D-Modelle der größten Meisterwerke, 3D-Bilder von Sälen des Louvre und vieles mehr. Wer beispielsweise die Rückseite der geflügelten Nike von Samothrake sehen möchte – oder die einer anderen Skulptur, die womöglich mit dem Rücken zur Wand steht – dem erlaubt die 3D-Technologie, diese Kunstwerke aus jedem Blickwinkel zu betrachten.
HD-Fotos
Zu den Kommentaren bietet der Audioführer zahlreiche hochauflösende Fotos. Mit ihnen ist es ganz leicht, jedes Exponat zu identifizieren und weitere Informationen zu erhalten. Der HD-Zoom etwa ermöglicht es, selbst kleinste Einzelheiten eines Kunstwerks genau in Augenschein zu nehmen: sei es die Landschaft im Hintergrund von Leonardo da Vincis Bildnis der Mona Lisa, seien es einzelne Personen auf Jacques-Louis Davids Monumentalgemälde von der Kaiserkrönung Napoléons I. oder seien es die architektonischen Details in Veroneses Hochzeit von Kanaa.
Der Nintendo 3DS hat dem technologischen Wandel eine neue Dimension eröffnet – mit mobilen Spielen und anderen Inhalten, die in 3D erlebt werden können, ohne dass dafür eine 3D-Brille aufgesetzt werden muss. Wer selber erleben möchte, wie diese Technologie den Audio Guide Louvre – Nintendo 3DS unterstützt, kann dies ab heute im Pariser Louvre tun. Coupons für den Audio Guide sind an allen Ticketschaltern und Kartenautomaten des Museums erhältlich. Die Ausgabe erfolgt an vier Schaltern an verschiedenen Stellen des Louvre. Die Leihgebühr beträgt 5 Euro – mit Ermäßigung 3 Euro – und gilt für die Dauerausstellung ebenso wie für Sonderschauen. Außer in Deutsch ist der Audioführer in Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch erhältlich. In Kürze wird auch eine Version mit französischer Gebärdensprache zur Verfügung stehen.









Dir fällt also nix ein. 🙂
@Dr. MarioIch stimme Dir uneingeschraenkt zu.@EquipoWofuer noch Gegenargumente? Nimms nicht persoenlich, aber Deine alberne Signatur spricht dagegen, zeugt von kindlichem Gemuet und macht eine weitere Konversation ueberfluessig.Liesel
@ Mona Liesel3DS -> Kleines Teil mit 2 noch kleineren Bildschirmen.Tablet -> Schöner, großer Bildschirm.Und Nein, ich hab mich nicht erst 2 Stunden durch alle möglichen Tablets geklickt und sie Hardwaretechnisch mit dem 3DS verglichen. :DSolang du keine G
Liesel, um die Venus von Milo konnte man ja herumgehen oder besser: sich drumherum schieben lassen, wenn ich mich recht entsinne. Aber bei anderen Objekten in Vitrinen ist das sicher nicht ganz verkehrt mit der 3DS-Darstellung. Außerdem ist ja auch denkbar, dass mittels AR-Abfrage etwa eine 3D-Darstellung des Künstlers angezeigt wird oder etwa für Kinder und Jugendliche eine Comicfigur ihnen Erklärung zu den unterschiedlichen Epochen abliefert.Museen und Theater müssen sich heute ja besonders attraktiv machen angesichts des sinkenden Bildungsniveaus. In Frankreich ist man da ja wesentlich weiter als hierzulande: so war im “”Spiegel”” erst kürzlich von den Aktivitäten der Oper von Lyon zu lesen, die auch mir bekannt sind. Dort stellte der Operndirektor den jugendlichen Breakdancern der Stadt einen der Probenräume für ihr Training zur Verfügung, was natürlich auch die Neugierde der Jugendlichen an der Kunstform Oper weckte und der dortigen Oper seitdem ein jugendliches und dank diverser Einführungsveranstaltungen auch sehr sachkundiges Publikum beschert.Bin mal gespannt, ob auch deutsche Museen und Theater sich endlich attraktiver machen: kleinere Museen bieten ja schon beispielsweise Kostümführungen an, allerdings haben größere Einrichtungen da größere Hemmungen, auf neue Besucherschichten zuzugehen (wie ich aus eigener Arbeitserfahrung weiß).
Equipo schrieb:””Also wenn man sich nen 3DS da leihen muss finde ich das recht blöd, da würde sich ein Tablet doch viel besser machen.””Wieviele Sekunden hast Du, sagen wir mal nachgedacht, bis Dir dieser Einfall kam? Hast Du wirklich das Fuer und Wider der jeweiligen Platform abgewogen? Vielleicht sollte man erst einmal inhaltlich beurteilen bevor hier wild ueber Hardwareentscheidungen rumpropellert wird.Zum Feature: Super Sache, um auch Rudimentaerinteressierte fuer Kunst zumindest ansatzweise zu begeistern. Mir erschliesst sich noch nicht ganz der Sinn, die Venus von Milo im Louvre als 3D-Modell zu betrachten, wenn ich die Schoenheit doch locker zu Fuss umrunden kann – Trotzdem: Daumen nach oben.(Mona) Liesel
Also wenn man sich nen 3DS da leihen muss finde ich das recht blöd, da würde sich ein Tablet doch viel besser machen.Nur wegen des 3D-Effekts werden sie es ja wohl kaum anbieten… 😉
so wie ich das verstanden hab: nur dort
Gibts das dann nur für die 3DS am Louvre, oder kann man sich die Software auch auf den eigenen laden?