Über die Preisgestaltung von Videospielen

7
88

Die Preisgestaltung eines Videospiels ist eine vielschichtige und komplexe Angelegenheit, schließlich möchte man einerseits Kunden durch einen relativ geringen Preis locken, andererseits mit dem Produkt aber auch Geld verdienen. Genau darüber hat nun Guillaume Rambourg, Managing Director des Downloadportals GOG, mit RPS gesprochen.

Rambourgs Grundthese ist dabei, dass zu billige Spiele dem Kunden symbolisierten, dass der Inhalt ebenfalls billig und der Titel damit nicht sonderlich hochwertig sei. Dies würde natürlich für gute Verkäufe sorgen, da neue Kunden angelockt würden, der Marke jedoch langfristig schaden.

Der richtige Weg sei, laut Rambourg, vom ersten Tag an ein Preismodell anzubieten, das der Kunde für fair halte und Publisher sowie Entwickler gleichzeitig daran verdienen lasse. Die Etablierung einer solchen Praxis habe die Industrie aber in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten leider verpasst.

7 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Equipo
19. April 2012 19:37

@ Richie1982Im PSN Store gibt es die unter der Kategorie Demos. :)Es ging mir nicht darum, zu wie vielen Spielen es welche gibt (gibts meinem Gefühl nach aber zu vielen), sondern dass sein Vorschlag (“”ein Game nach dem Release mit eingeschränkten Funktion

Richie1982
19. April 2012 19:13

@ EquipoWo denn? Für die meißten Xbox Titel die ich im Regal stehen habe, gibt es keine oder wurden erst lange nach Release eingereicht, z.B. Halo Reach, Mass Effect 2,…

Equipo
19. April 2012 19:09

@ ameisenmannFür die meisten Spiele gibt es Demos. 😉

ameisenmann
19. April 2012 17:01

Also ich denke auch, dass ein Modell, bei dem ich ein Spiel für einen kurzen Zeitraum kostenlos anbiete, funktionieren könnte. So war es damals zumindest bei mir und der World of Warcraft Beta. Dadurch habe ich dann noch paar andere Leute in die Beta geholt und wir haben und alle das Spiel gekauft und viele Monate das Abo bezahlt.Oder Fable 2 kann man ja den Anfang kostenlos für Xbox 360 spielen. Daraufhin habe ich mir das Spiel (zugegebener Maßen gebraucht) gekauft.Warum nicht ein Game nach dem Release mit eingeschränkten Funktionen für 24h kostenlos anbieten und die Leute geil drauf machen?Ich bin generell ein sehr geiziger Gamer und kaufe Spiele neu, wenn sie unter die 20,-€ Marke fallen oder eben gebraucht. Sollte es irgendwann wirklich nur noch Spiele zum Runterladen geben und der Gebrauchthandel durch Steam & zukünftigen ähnlichen Registrierungszwang für Konsole zerschlagen werden, dann greife ich halt wieder auf “”kostenlose”” Angebote zurück wie mit 15, wo man noch wenig Geld hatte.

mog
mog
19. April 2012 16:31

Preismodelle stehen schon seit C64/Amiga in der Kritik…(beim Kunden)

Oliver Gruener
19. April 2012 15:40

Großteils hat GoG sehr faire Preise, einige Hits scheinen mir aber auch ein wenig teuer, insbesondere auch, weil die Spiele zumindest hierzulande schon deutlich günstiger auf Datenträger zu kriegen sind oder auf Computerzeitschriften waren. Zu nennen wäre etwa alles rund um Baldur’s Gate. Ob das mehr Käufer anlockt, als wenn es günstiger wäre? Irgendwie wage ich das gerade bei den alten GoG-Spielen zu bezweifeln.Um den Preisvergleich kommt man also auch bei GoG nicht herum. Grundsätzlich sind die aber schon recht günstig, zumindest bei sehr alten oder eigenen Spielen.Schön hingegen finde ich die Aktionen, wo man mal einen Tag lang ein bestimmtes Spiel kostenlos laden kann. Da habe ich schon einige nette Games abgestaubt, etwa Ultima IV und Fallout.

henning
19. April 2012 15:32

Das Problem im Indie/Handy/günstige Spiele Sektor ist ja, dass eine App, die kostenlos ist ca. 1000 mal öfter geladen wird als eine, die 79 Cent kostet (zumindest war das bei meiner app so).So verdient man mit einem kostenlosen Spiel mit DLC/inApp käufen natürlich deutlich mehr. Und natürlich wollen Entwickler viel Geld verdienen.