Assassin’s Creed – im Klassik-Test (PS3)

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Meinung

Michael Herde meint:
Allein beim Schneiden des DVD-Berichts bin ich immer wieder ins Schwärmen gekommen. Wenn ich von sanften Klängen begleitet auf meinem Pferd gemächlich nach Jerusalem reite, ist die Welt in Ordnung und beinahe vergesse ich, dass ich mich zwischenzeitlich auch recht gelangweilt habe. Assassin’s Creed macht zwar das, was es macht, sehr gut, aber es macht einfach zu wenig. Der immer gleiche Missionsablauf und die Kampf- bzw. Bewegungssteuerung sind mir zu banal. In dieser Spielwelt steckt deutlich mehr!
Unfreiwillige Komik beispielsweise, die aus den sich häufig wiederholenden Sprachsamples resultiert. ”Dieb, elender Lump”, rufen manche Soldaten fast im Sekundentakt. Davon abgesehen hält sich der Sound angenehm zurück und unterstreicht die exzellente Präsentation dieses Spiels.

André Kazmaier meint: Anfangs kannte meine Euphorie kaum Grenzen, denn in vielen Bereichen setzt die Meuchelmär neue Akzente: Die Free-Running-Einlagen erreichen in Sachen Dynamik ein neues Level, die Klettereien laufen extrem realistisch ab und eine solch lebendige Stadt gab es noch nie zu bewundern. Optisch ist Assassin’s Creed sowieso über jeden Zweifel erhaben: Die Städte sehen atemberaubend aus und die Inszenierung versprüht beispielloses Film-Flair. Dafür scheint die Zeit bei der Entwicklung nicht für ein abwechslungsreiches Missionsdesign ausgereicht zu haben: Jeder Auftrag läuft gleich ab – das langweilt irgendwann. Was sich die Entwickler beim Schluss gedacht haben, ist mir auch ein Rätsel: Monotone Massengefechte am laufenden Band und der üble Cliffhanger ziehen den Gesamteindruck für mich noch weiter herunter.

Ulrich Steppberger meint: Assassin’s Creed ist vielleicht nicht ganz die erhoffte spielerische Offenbarung geworden, aber eins wird niemand bestreiten: Grafisch hat Ubisoft wirklich alle Register gezogen – wer von der brillanten Inszenierung des nahöstlichen Mittelalters nicht hingerissen ist, braucht dringend eine Brille. Schade nur, dass dafür wohl bei den Audio-Aufnahmen gespart wurde, so oft, wie sich die immer gleichen Sprüche wiederholen… Apropos wiederholen: Die Aufträge sind in der Tat stets sehr ähnlich, aber mich stört das weniger. Dank der tollen Steuerung und Atmosphäre hat mich Altaïrs Abenteuer trotzdem gefesselt.

Jan Königsfeld meint: Altaïrs beziehungsweise Desmonds Abenteuer konnte mich nicht in seinen Bann ziehen. Mir bietet das handwerklich erstklassige Werk außer den wirklich beeindruckenden Wandkraxeleien zu wenig. Die Geschichte riss mich nicht mit – daran tragen sicherlich auch die trist in Szene gesetzten Labor-Sequenzen Schuld. Die Gefechte sind hübsch anzusehen, fühlten sich für mich aber etwas undynamisch an. Schade, dass mir dieses audiovisuelle Meisterwerk nicht gefallen mag.

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Lincoln_Hawk
25. Oktober 2024 20:28

Ich hab das wie beteits schon mal gesagt im letzten Jahr nochmals auf der ps3 durchgespielt und fand das bis auf einige hänger für seine Zeit gut gemacht.
Besonders atmosphärisch bin ich angetan
Ich meide ja eigentlich bis auf einige Ausnahmen OW
Aber das war und ist gut