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Die Hauptfigur kennt Ihr nun, doch wie sieht es mit dem Spielprinzip aus? Hier kommt die Erklärung: Den obigen Vergleich mit Devil May Cry haben wir bewusst angeführt, denn Bayonetta stößt spielerisch in dasselbe Horn: Mit nahezu perfekten Kontrollen dirigiert Ihr die Meuchelmagierin durch lineare 3D-Welten, welche die Dame in Schwarz von allerlei virtuellem Ungeziefer befreit. Sie scheut sich nicht, sich ihre Hände schmutzig zu machen: Ihr malträtiert Eure Opfer mit Handkanten und Kicks, ballert aus Pistolen und Shotguns, schwingt das Katana und im späteren Spielverlauf vielleicht sogar die Peitsche. ’Vielleicht’ sagen wir deshalb, weil ein Großteil des Move-Repertoires am Anfang nicht zugänglich ist.
Zum einen bringen die sammelbaren Waffen der toten Feinde (vom Zweihänder bis zur Tuba) neue Angriffsmöglichkeiten ins Spiel, zum anderen investiert Ihr die durch gutes Abschneiden und wenige Tode erspielte Kohle im Shop in neue Manöver. Das ’Tor zur Hölle’ – so der Name des Händlers Eures Misstrauens – dürft Ihr stets vor Missionsbeginn und an wenigen festen Punkten innerhalb der etwa halbstündigen Levels betreten: Dort stockt Ihr Euren Lolli-Vorrat auf (für Lebenskraft, Hexenmagie oder Unverwundbarkeit) oder kauft Waffen und Gadgets.
Ebenfalls erhältlich – ein gutes Dutzend Kampfaktionen: Nach dem Kauf der (teuren) Manöver verwandelt Ihr Euch auf Knopfdruck in Panter bzw. eine Schar Fledermäuse oder legt im Anschluss an ein Ausweichmanöver einen bleihaltigen Breakdance aufs Parkett. All dies macht das facettenreiche, überzogen inszenierte Kampfsystem (das ohne Blocktaste auskommt) noch besser und tiefgründiger – um alle Möglichkeiten auszuloten, braucht es mehrere Durchläufe.
Drei weitere Actionaspekte stechen ins Auge: Wer per Schultertasten-Hechtrolle einem Angriff nur knapp entgeht, der aktiviert die ’Hexenzeit’ – dann bewegen sich die Gegner in Zeitlupe, während unsere ’Bullet Witch’ ein Stakkato an Schlägen, Tritten, Schüssen, Schwertstreichen und Supermoves vom Stapel lässt. Freut Euch auf eine dicke Extraladung Hexenmagie, die Ihr schon beim nächsten Feind in ein ’Folter’-Manöver ummünzt: Bayonetta zaubert eiserne Jungfrau, Guillotine oder Schraubstock herbei und hält blutiges Gericht über den Gegner.

























Bayonetta hat mir sehr gut gefallen trotz hohem Schwierigkeitsgrad. Schade das Teil 2 und 3 nur auf Nintendos Konsolen gibt. Ich wünsche mir einen Playstation Port von den beiden Teilen.
Hab ich damals auf den Grabbeltisch mit genommen und nichts erwartet. Habe es dann gleich drei mal am Stück durch gespielt. Fantastisch abgedreht das Spiel.
Hab auch Ihr als Action Figur.
I love this Witch!
Bayonetta auf den Xbox 360 zugelegt bei Karstadt Sport und mehr als die noch gab.
Auch wenn das Einstieg schwer fällt und ich oft den Tod ansehen muss (gerade bei Bosskampf) ist Bayonetta ein schrilles Action Arena mit den coolen Hexen, das selbst Dante aus Devil May Cry alt aussieht. Genau so muss einen hohen Qualität aus Japan kommen.
Schade nur, das Platinum Games zweites Spiel den hohen Verkauf Charts nicht erreicht hat.