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Dass die Entwickler diesen Aspekt vernachlässigen, liegt vermutlich daran, dass das Spiel im Verlauf zunehmend den Fokus auf Kämpfe legt, sobald Ihr einige Crafting-Ressourcen und Geld angesammelt habt. Bei der mysteriösen Eremiten-Händlerin versorgt Ihr Euch nämlich mit weiteren klassischen Waffen, Munition und Upgrades wie zusätzlichem Schaden sowie Crafting-Rezepten für Kugeln, Verbände oder Bärenfallen. Zudem hat die Puzzlebox einige Tricks auf Lager. Mit ihr könnt Ihr unter anderem Sägeblätter, Nägel oder Feuer aufnehmen und diese auf Gegner schleudern. Wer sich klug anstellt, zerstört damit Panzerungen und Gliedmaßen oder beseitigt gleich mehrere Feinde und schont so den Itembeutel.
Besonders gefallen hat uns das Tempo, in dem sich entspannte Erkundungsabschnitte mit kleinen oder größeren Kämpfen abwechseln. Auch Kleinigkeiten wie das seit Fallout 3 bekannte Schlösserknack-Minispiel lockern das Geschehen angenehm auf. Schön ist zudem, dass Ihr in den verschlossenen Vitrinen bereits vorab erkennen könnt, ob sich der eventuelle Verlust eines Dietrichs lohnt. Gestört hat uns lediglich eine Art Mini-Bosskampf, der gegen Ende häufiger eingesetzt wird, um Euch Ressourcen aus der Tasche zu ziehen, und dadurch repetitiv wirkt.
Zwischen den Hub-Arealen besucht Ihr mehr oder weniger freiwillig die surreale Labyrinth-Welt der Zenobiten. Dort erhaltet Ihr unter anderem Einblicke in die Beziehung zwischen Aidan und Sunny oder erfahrt mehr über die Existenz von Pinhead und seinen Gefährten. Die Sequenzen im geradlinigen Labyrinth sind atmosphärisch gelungen und bieten eine angenehme Auszeit von den Kämpfen. Hier bewegt Ihr die Architektur mit der Puzzlebox, um Wege zu schaffen, oder müsst in Verfolgungsjagden dem teleportierenden Zenobiten mit den gruseligen Klapperzähnchen entkommen. Auch wenn die Szenen nicht besonders lang sind und Klapperzahn nicht der Schnellste ist, kann es durchaus frustrierend werden, wenn Ihr auf der Flucht an verschiedenen Fallen sterbt und die Sequenz von vorne beginnen müsst.
Das Spiel verrät es Euch nicht, aber bei jedem Besuch im Labyrinth solltet Ihr unbedingt die Augen nach alternativen Wegen und Rätseln offenhalten. Hinter diesen Mini-Rätseln verbergen sich nämlich Upgrades für Eure Lebensleiste und die Leidensenergie der Puzzlebox.
Nicht nur dank der Unreal Engine 5 wirkt Hellraiser: Revival hochwertig. In nahezu jedem Schauplatz stecken zahlreiche Ideen und Details. Die Zwischensequenzen sowie die Begegnungen mit den Kultisten wie dem verrückten Bruno oder den fast göttlichen Zenobiten sind hervorragend gesprochen und gut inszeniert. Sex und Gewalt erscheinen selten als Selbstzweck oder bloß zur Erzeugung eines Schockeffekts. Allerdings traten auch unschöne Bugs auf: Eine eigentlich offene Tür versperrte uns später den Zugang zu Händlerin und manuellem Speicherpunkt des Areals, sodass wir einige Zeit auf die automatischen Speicherpunkte angewiesen waren. Zudem fehlten manche Sounddateien, etwa beim Besiegen des repetitiven Minibosses. Hier erwarten wir jedoch schnelle Abhilfe durch Patches. Selbst wenn Ihr die Filmreihe nicht kennt, werdet Ihr hier mit einem ausgezeichneten Survival-Horror-Erlebnis unterhalten.









Seltsam. Zumindest über die App wird mir auch keine Ankündigung angezeigt. Normalerweise schon.
@Bort Beim Checken hat Ulrich es vorhin mal kurzzeitig mit einem Countdown im PS-Store vorgefunden. Nun ist es wieder nur “angekündigt”…
Xbox und Steam sind daher wohl aktuell die einzige Download-Möglichkeit in Deutschland.
Was meint denn „…irgendwie auch PS5 im Store?“ Ich finde es nicht. 😆
@ghostdog83 Ist ein guter Hinweis, da die aktuelle Situation noch eher unklar ist. Bin ehrlich gesagt selbst überrascht, dass es im deutschen Xbox-Store gerade verfügbar ist, da es aktuell eigentlich ohne USK-Rating in Deutschland verkauft wird (die im Xbox-Store dürfte Platzhalter sein). Ich hatte nur mit einer Verfügbarkeit auf Steam gerechnet.
Hatte das Spiel ehrlich gesagt gar nicht auf dem Radar, aber nachdem der Test sehr gut ausfällt, muss ich da fast mal reinschauen.
Danke, dass ihr den Test online anbietet.
Eigentlich bin ich nach wie vor darin bestrebt, mir keine weiteren Spiele zu kaufen, solange mein Stapel der Schande sich auftürmt. Wenn es aber tatsächlich so sein sollte, dass der Titel womöglich bald aus den Stores verschwinden könnte, werde ich in dem Fall wohl eine Ausnahme machen.
Das Spiel ist auch für die Xbox als Play-Anywhere-Version erhältlich (Konsolen- & PC-Version):
https://www.xbox.com/de-DE/games/store/clive-barkers-hellraiser-revival/9nswrgzbq2mc
Und ich dachte Clive Barker’s Hellraiser: Revival landet in der B Note.
Ob ich den Film eine Chance geben weiß ich nicht, aber das Spiel kriegen ich schon Bock drauf. Viel dank für den ausführlichen Bericht Steffen.