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| Spiel: | Conduit 2 |
| Publisher: | Sega |
| Developer: | High Voltage Software |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | Wii |
| Erhältlich für: | Wii |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 6 / 2011 |
Coole Sprüche gehören nicht nur zum Repertoire von Serious Sam und Duke Nukem. Auch Michael Ford, der Hauptcharakter aus Conduit 2 hat immer eine lockere Phrase auf den Lippen, während er High-Tech-Soldaten und Aliens zu Klump schießt. Ihm zur Seite steht – oder besser schwebt – das Hauptmerkmal des Spiels, das redselige und hilfreiche ’Alles Sehende Auge’, mit dem Ihr versteckte Objekte findet, Schlösser knackt und Computer hackt. Wer Michael Ford ist, warum er die schwebende Kugel bei sich trägt und wer die zahlreichen und nicht gerade klugen Gegner überhaupt sind, das bleibt Neueinsteigern lange verborgen. Der Titel knüpft direkt an den Vorgänger aus dem Jahr 2009 an und spart sich großartige Erklärungen.
Kennern präsentiert sich Conduit 2 als gemächlicher Ego-Shooter mit abwechslungsreichen Umgebungen und umfangreichem Waffenarsenal. Ihr reist durch Portale (die namensgebenden Conduits) nach Washington, China, England & Co. und kämpft dort gegen die Schergen des Bösewichts John Adams. Dummerweise hat sich auch der größte Kritikpunkt des Vorgängers ins Spiel geschlichen: Wieder strömen die Aliens oft in unendlicher Zahl aus kleinen Feindgeneratoren. Das sorgt an einigen Stellen für Frust und Hektik. Auch sonst ist die Balance unausgewogen: Manche Levels durchlauft Ihr ohne Probleme, an anderen Stellen müsst Ihr die nicht immer fair verteilten Checkpoints sehr häufig in Anspruch nehmen.
Grafisch bietet Conduit 2 zwiespältige Kost. Einige Effekte und Texturen wie etwa schimmerndes Metall sind nett anzuschauen, meistens dominieren aber detailarme Umgebungen, eckige Feinde und öde Gänge das Bild. Außerdem nimmt die Grafikqualität im neuen Vierspieler-Splitscreen-Modus noch einmal sichtbar ab. Dafür liefert Ihr Euch hier actiongeladene Schlachten gegen menschliche Kontrahenten oder in der an das ’Horde’-Prinzip angelehnten ’Invasion’-Variante gegen KI-Gegnerwellen. Alternativ geht Ihr auch online wieder auf die Jagd.
Die hochgelobten Steuerungsoptionen des Vorgängers sind wieder enthalten. Ihr habt jetzt sogar die Möglichkeit, Euren Wii-MotionPlus-Aufsatz zu entstauben. Allerdings reagiert das Spiel auf Eure Bewegungen fast schon zu sensibel. Falls Euch das stört, greift Ihr zum Classic-Controller.
Insgesamt mangelt es Conduit 2 an Höhepunkten und spannender Inszenierung. Zu oft lauft Ihr einfach nur durch die immer gleichen Gänge und steht andauernd vor sich langsam öffnenden Türen, die Ladezeiten verbergen. Pompös angekündigte Kämpfe gegen Endbosse wie den riesigen Leviathan entpuppen sich als schnödes Scheibenschießen ohne Dynamik.










