Desert Fighter – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Oliver Ehrle meint: Mir macht Desert Fighter mehr Spaß als der Desert Strike, der Flieger-Kollege von Electronic Arts: Zwar könnt Ihr mit Eurem Flugzeug nicht auf der Stelle stehenbleiben oder rückwärts gleiten, dafür lassen Euch die langsam fliegenden Schüsse der Gegner genügend Zeit für ein geschicktes Ausweichmanöver. Unfaire Stellen gibt es nicht: Wenn Ihr krachend in der Wüste landet, ist nicht das hinterhältige Kreuzfeuer der Feinde schuld, sondern fehlende Übung oder Konzentration. Habt Ihr einen Panzer übersehen, ist das auch nicht schlimm: Bis auf den letzten Auftrag reicht es, wenn Ihr 80 Prozent der Missionsziele erfüllt. So könnt Ihr auch mal eine besonders heikle Stelle gnädig überfliegen. Action-Fans ohne moralische Bedenken (aber dafür mit einem Sinn für Taktik) kann ich Desert Fighter nur empfehlen.

Heißes Strategie-Action-Spektakel im Nahen Osten: Wilde Shoot’em-Up-Szenen, die vorher genau geplant werden müssen.

Singleplayer77
Multiplayer
Grafik
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Takeda44
7. Dezember 2017 18:32

Das Einzige, was mich an Maniac/M!-Games immer schon gestört hat ist, dass die Redakteure generell politisch links gerichtet sind. “Den Ruf des Unruhestifters…werden die Militär-Herrscher im Nahen Osten wohl nicht mehr los”, “Wer kein moralischen Bedenken hat…”. Was sollen solche Sätze? Man steuert einen professionellen Militärpiloten, der von berufswegen auf Befehl handelt und zu seiner Tätigkeit gehört nun halt mal das Bombardieren und Töten incl. Kollateralschaden (wie ein Bäcker brot bäckt). Das Hinterfragen, ob ein Krieg oder ein Einsatz gerechtfertigt ist, ist nicht die Aufgabe eines Angehörigen der Armee, der auf Befehl handelt (wie der Bäckerjunge die Preise der Brote, die sein Chef fest gelegt hat, nicht zu hintefragen hat). Ich weiss auch nicht, warum soviele Leute damit Probleme haben. Jeder wählt seinen Beruf selber. Wenn sich einer für professionellen Soldat entschieden hat, dann ist es so, fertig. Da gibt’s nichts zu beklagen.

Aber wahrscheinlich liegt’s einfach and der deutschen Sensibilisierung mit Krieg im Allgemeinen. Interessanterweise regt sich niemand, wenn ein Spiel oder Film äusserst realistisch irgend einen blutigen mittelalterlichen Konflikt thematisiert, aber sobald der Konflikt aktuell wird, da schreiben die (linken) Foren lichterloh.

Ich würde mir echt ein Spiel zur IS/ISIS-Thematik wünschen. Kein plakatives, sondern ein realistisches, was dann wiederum als plakativ abgestempelt würde, da die Realtät die Plakativität inzwischen eingeholt hat.

Saldek
5. Dezember 2017 19:51

Sieht gar nicht schlecht aus, allerdings auch wie ein recht dreister Desert Strike Klon. Ich sehe aber Vorteile: der Zoom ist nicht so nah d.h. man hat mehr Überblick. Außerdem ist der Feindbeschuss nicht so übertrieben heftig und unausweichlich. Vielleicht lade ich’s mir mal auf das Classic Mini.

dunklertempler
4. Dezember 2017 10:04

Ist damals an mir vorbeigegangen.
Fand nämlich die Strike Spiele recht gut.