
Meinung
Thorsten Küchler meint: Bloßes Abkupfern gereicht nicht zwangsläufig zum Spielspaß-Hit: Obschon Ataris Goblin-Klopfer schamlos beim exzellenten Genre-Kollegen Baldur’s Gate: Dark Alliance klaut, bleibt Letztgenannter unerreicht. In jeder Wertungs-Disziplin fehlt’s einfach am nötigen Feinschliff: Gleichförmige Widersacher, abwechslungsarme Quests und besonders die ansehnliche, aber ruckelige Grafik werfen Dungeons & Dragons Heroes auf den zweiten Platz zurück. Äußerst unterhaltsam präsentieren sich dagegen die unzähligen Aufrüst-Möglichkeiten Eurer Recken: Dutzende Zaubersprüche, freischaltbare Fertigkeiten sowie ein Übermaß an Waffen bieten genügend Raum zur Individualität. Weiterhin freuen sich gesellige Rollenspieler über den famosen Mehrspieler-Part: Wenn Ihr Euch mit drei Kumpels durch anrückende Feindhorden metzelt, kennt der Action-Spaß keine Grenzen mehr. Schade, dass die kooperative Hackerei lediglich lokal funktioniert – hier hätte ein zünftiger Online-Modus glatt Wunder gewirkt. So bleibt Ataris Heldenepos zwar hinter seinen Möglichkeiten zurück, Anhäger der banalisierten RPG-Mechanik schauen aber dennoch gerne im Fantasy-Land vorbei.








