Guitar Hero II – im Klassik-Test (PS2)

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In puncto Songauswahl hat Guitar Hero 2 gegenüber seinem Vorgänger kräftig zugelegt: Über 60 Titel warten in vier Schwierigkeitsstufen auf virtuelle Flitzefinger. Das abwechslungsreiche Repertoire reicht von Pop über Rock ‘n’ Roll bis hin zu neuzeitlichen Metal-Spiel­arten. Dabei fällt innerhalb der acht Kategorien der mitunter stark schwankende Schwierigkeitsgrad negativ auf.

Die erste große Neuerung findet sich im Zweispieler-Modus: Durftet Ihr im Vorgänger nur in einer Versus-Variante (beide Gitarreros mussten mal die gleichen, mal verschiedene Parts ­eines Songs zocken) an die Plastik-Klampfe, lockt in Teil 2 zusätzlich eine weitere Form des musikalischen ­Wettstreits, in der beide Teilnehmer die gleichen Noten aufs Griffbrett hämmern müssen.

Unser Favorit heißt allerdings Coop-Modus: Je nach Lied übernehmen die Spieler Lead- und Rhythmus-Gitarre beziehungsweise Gitarre und Bass. Alle erspielten Punkte gehen auf ein gemeinsames Konto und um die Star ­Power zu aktivieren, müssen beide die Klampfe gleichzeitig in die Höhe reißen – sieht spektakulär aus und sorgt für mächtig Poser-Stimmung!

Neben einer schnellen Runde und dem aus Teil 1 bekannten Karriere-Modus erwartet Euch unter dem Punkt ‘Training’ die genialste Neuheit. Endlich dürft Ihr jeden Teil eines Songs bis zur Perfektion üben – und das in vier verschiedenen Tempo­stufen sowie für jedes der drei Instrumente getrennt. Seid Ihr bei Guitar Hero an einem Stakkato-Riff oder einem superschnellen Solo gescheitert, bedeutete dies, immer wieder von vorne anzufangen und darauf zu ­hoffen, dass die Noten irgendwann sitzen. Diese Frustfalle existiert nicht mehr, trainiert einfach mit steigendem Tempo die kritischen Stellen und schaut Euch die zu drückenden ­Tastenabfolgen in aller Ruhe an. Ein weiterer Schritt in Richtung Realismus und Spielspaß, schließlich üben echte Gitarristen schwierige Passagen auch peu à peu.

Wer fleißig Punkte erzockt, darf allerlei Boni kaufen: Im Shop warten u.a. neue Gitarren, Charaktere und ­Making-of-Videos auf Euch. Anfang nächsten Jahres erscheint übrigens eine Umsetzung für die Xbox 360 mit zusätzlich downloadbaren Songs.

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