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Mit seinem realistischen Fundament dürfte Kingdom Come: Deliverance II erneut die Gemüter spalten. Empfandet Ihr bereits das erste Abenteuer als mühselig, wird es wohl auch das neue Spiel schwer haben, Euch umzustimmen. Ich fand mich diverse Male zwischen den Stühlen wieder, meist aber mit einer Tendenz zur Faszination für dieses ganz offensichtliche Herzensprojekt.
In dieses Empfinden spielt nicht zuletzt die gelungene Arbeit des Autorenteams rein, eine einnehmende Geschichte zu erzählen, die sinnvoll in den historischen Kontext eingebettet ist. Habt Ihr Heinrich in Teil 1 noch dabei begleitet, wie er – nach einer persönlichen Tragödie – seine ersten Gehversuche in der weiten Welt macht, strebt Ihr nun nicht nur nach Vergeltung, sondern wohnt ebenso diversen Momenten mit politischer Tragweite bei. Vor allem die vielen Figuren überzeugen dabei mit tollen Dialogen, die sowohl die ernsten als auch leichtherzigen Noten regelmäßig und souverän treffen. In diesem Kontext – aber auch generell – lohnt es sich, die Hauptgeschichte mal links liegen zu lassen, um stattdessen dem Entdeckerdrang nachzugeben. Das belohnt Euch mit vielen spaßigen Interaktionen; etwa, wenn Ihr auf einen Mann trefft, der einen Pfeilkopf in seinem Schädel für sein persönliches Glück verantwortlich macht. Oder wenn Ihr einem Frankfurter Schwertmeister bei seiner Fehde mit einer örtlichen Gilde unter die Arme greift.
In Sachen Technik macht Deliverance II durchaus einen Sprung nach vorn. Insbesondere die Welt belohnt Euch immer wieder mit schicken Panoramen. Die Figurenmodelle lassen allerdings – trotz grundsätzlich verbesserter Optik – zu wünschen übrig. In den zahllosen Dialogszenen werdet Ihr regelmäßig mit hölzernen Animationen konfrontiert, die gerade potenziell packenden Szenen den Wind aus den Segeln nehmen. Wenn Ihr etwa eine fiese Folterszene erlebt, in der sich die Sprecher mit verzweifelten Schreien um Emotionen bemühen, während ihre Figuren visuell weitgehend unbeeindruckt bleiben, kratzt das unschön an der Immersion. Diverse Patzer – wie ausbleibende Tonspuren und eine holprige Beleuchtung – lassen sich derweil verschmerzen, zumal solche Fehler künftig behoben werden dürften. An den ausufernden Ladezeiten darf dann auch gern noch einmal geschraubt werden. Erfreulich gestaltet sich derweil die meist stabile Bildrate mit 60 fps – gerade in Hinblick auf den Vorgänger eine willkommene Verbesserung.








Wertungen sind eh nie wirklich objektiv. Insofern haben auch gut begründete schlechte Wertungen ihren Wert. Man sieht nämlich im Idealfall auch klar den Grund für die Kritik. Und das kann im Einzelnen durchaus auf einen selbst zutreffen.
Was mich angeht, ich freue mich darauf, KCD2 dieses Jahr irgendwann zu spielen. Ich fand schon den Vorgänger top, gerade auch weil er manches anders macht als viele andere Rollenspiele und die Welt definitiv ihre Alleinstellungsmerkmale hat.
Kann die Wertung leider 0 nachvollziehen, alles unter 90 ist eine Frechheit!
@Illstar Die Wertung ist auf 88% gerutscht, weil paar inkompetente Magazine eine Wertung zwischen 50 und 70% gegeben haben, sowas kann man nicht ernst nehmen.
Eines dieser Spiele die ich bestimmt erst in Monaten kaufen werde, aber jetzt schon weiß, dass ich dann vermutlich ziemlich viel Zeit damit verbringen werde. Ich freue mich aufs Mittelalter.
ich finds absurd. Gerade im Vergleich zu anderen, teils viel sperrigeren Titeln. Was hat ein Dark Souls 3 oder Elden Ring hier nochmals als Wertung gehabt? Für mich persönlich sind beides ziemlich schlechte Spiele, und trotzdem kann ich die Qualität unabhängig von meinem Geschmack objetiv würdigen. 84 für dieses Meisterwerk sind einfach ein Witz.
87-88 auf Metacritic, 89 bei Opencritic. Also ich denke nicht, dass man da mit 84 von einer absurden Wertung sprechen kann.
Es ist schön von Warhorse Games bei den Kämpfen zugänglich machen. Trotzdem schreckt mich einfach ab. Da brauche ich menge Zeit in Abspruch zu nehmen.
Da hat sich Kevin Pinhao viel Mühe gegeben.
ich liebe es wie schon den vorgänger und wünsche mir als nächstes sowas in einem cyberpunksetting von diesem team
Selten eine so absurde Wertung gesehen auf dieser Seite wie diese hier. Es gibt so viele Bereiche, wo dieses Spiel anderen open world Spielen deutlich überlegen ist und was es zu einem der besten Spiele dieser Generation macht. Besonders im Rollenspiel Genre. Natürlich ist es nicht für jeden geeignet und der Einstieg sperrig, aber das sind hochgejubelte Spiele wie Gran Turismo oder Dark Souls auch. Jeder hat seinen eigenen Geschmack, aber wer Tests schreibt, sollte doch auch versuchen, ein wenig objektiv zu sein.