Mixtape – im Test (PS5)

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Mit The Artful Escape (85% in M! 10/21) lieferte Beethoven & Dinosaur ein Debüt ab, das sich sehen und hören lassen konnte. Spielerisch mochte die ”grandios inszenierte Selbstfindungsreise im Jump’n’Run-Korsett” vielleicht ”nur” höchst kompetent gewesen sein, glänzte aber in Sachen Spektakel und Sound. Auch beim neuen Werk – der Titel lässt es erahnen – spielt Musik eine zen­trale Rolle. Allerdings entpuppt sich Mixtape als das sprichwörtliche ”schwierige zweite Album”.

Diesmal geht es nicht in fantastische Welten, sondern um das Gefühlsleben junger Teenager am Ende ihrer Highschool-Zeit, konkret gefiltert durch die Perspektive eines John-Hughes-Films. Jener US-Regisseur lieferte in den 1980er-Jahren am Fließband unterhaltsame und erfolgreiche Coming-of-Age-Werke ab, das bei uns wohl namhafteste ­dürfte ­”Ferris macht blau” sein. ­Daran fühlt man sich auch immer wieder bei Mixtape erinnert, wenn Protagonistin Stacy mit ihren zwei besten Freunden einen letzten Tag verbringt und jedes ­Kapitel mit einer teils ­direkt an die Spieler gerichteten Erläuterung zum dazugehörigen Song (allesamt Originale von etwa 1970 bis 1990, die von obskur bis Welthits reichen) beginnt. Leider hat sie aber sonst nicht allzu viel Spannendes zu ­erzählen und die ­anstehenden ­Tätigkeiten von leichten ­Adventure-Elementen über Fahreinlagen und Geschicklichkeitstests tun sich ebenfalls schwer damit, der an sich tollen Rahmeninszenierung gerecht zu werden.

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